Unterleibsschmerzen: Wenn’s zieht und schmerzt

Dienstag, 23.02.2016

Unterleibsschmerzen werden meist mit den typischen Regelschmerzen assoziiert – doch kann der Schmerz im Unterleib auch ganz andere Ursachen haben. Wir geben dir einen Überblick über häufige Verusacher des Krankheitssymptoms.

Es zieht, es zerrt und zieht. Oft sind Unterleibsschmerzen so unangenehm, dass man sich nur noch krümmen möchte vor Schmerz. Die Ursachen können dabei ganz verschiedener Natur sein -  ob akut oder chronisch. Wir geben einen Einblick in mögliche Ursachen von Unterleibsschmerzen:

Fakt ist, dass Unterleibsschmerzen, korrekt Unterbauchschmerzen genannt, keinesfalls eine reine Frauenbeschwerde sind. Eine Frau mit einer Wärmflasche auf dem Unterbrauch ist zwar ein bekanntes Bild - sie plagt wahrscheinlich die monatliche Periode – doch neben Regelschmerzen können auch andere Gründe der Auslöser für Unterleibsschmerzen sein – und einige von ihnen treffen Männer und Frauen gleichermaßen.

Unterleibsschmerzen aufgrund einer Gebärmutterentzündung

Eine Ursache für Unterleibsschmerzen, die ebenfalls nur Frauen betrifft: eine Gebärmutterentzündung. Wenn die Gebärmutter unter einer Infektion leidet, ist ihr oftmals eine Scheidenentzündung vorausgegangen, berichtet die Online-Ausgabe der Apotheken-Umschau. Die Bakterien der Scheidenentzündung sind dabei aufgestiegen und haben sich weiter ausgebreitet. Zwar verfügt die Gebärmutter über eigene Abwehrmechanismen, jedoch können diese etwa durch die Periode oder eine Geburt gestört sein. Tückisch ist außerdem, dass eine Gebärmutterentzündung zunächst meist unbemerkt verläuft. Zu wirklichen Symptomen kommt es erst, wenn die Infektion Eileiter und Eierstöcke erreicht hat. Typische Symptome sind dann Unterleibsschmerzen, vermehrte Blutungen außerhalb der Regel und verstärkter Ausfluss. Falls du diese Symptome an dir bemerkst, ist durch eine Untersuchung vom Gynäkologen deines Vertrauens schnell herausgefunden, um welche Beschwerden es sich bei dir handelt.

Wenn der Darm rebelliert

Wer unter akuten oder gar chronischen Unterleibsschmerzen leidet, kann außerdem Probleme mit dem Darm haben. Besondere Aufmerksamkeit sollte man hier Teilen des Dickdarms und dem berühmten Blinddarm zukommen lassen. Manchmal sind es eher harmlose Ursachen, wie eine falsche Ernährung oder eine Intoleranz, die unangenehme Schmerzen verursachen – ein Arzt kann hier eine sichere Diagnose stellen. Jedoch können auch ernstere Diagnosen zugrundeliegen. Wer etwa stechenden Schmerz im rechten Unterbauch verspürt, an der besagten Stelle ebenso druckempfindlich ist und unter Übelkeit und Erbrechen leidet, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Hierbei könnte es sich um eine Blinddarmentzündung handeln, die unbehandelt lebensgefährlich sein kann!

Unterleibsschmerzen_shutterstock

Wenn die Blase Probleme macht

Gelangen bestimmte Bakterien des Darms in den Harnleiter, ist eine Blasenentzündung nicht weit fern. Typische Merkmale sind neben Unterleibsschmerzen, Brennen beim Wasserlassen und in manchen Fällen sogar Blut im Urin. Treffen diese Symptome auf dich zu, solltest du unbedingt deinen Arzt aufsuchen, da eine medikamentöse Behandlung meist unabdingbar ist.

Unterleibsschmerzen durch Verspannungen?

Wer eine falsche Haltung hat, oft schwer tragen muss oder der Kälte ausgesetzt ist, kann ebenfalls von chronischen Unterleibsschmerzen heimgesucht werden. Verspannungen können beispielsweise in den Bauchmuskeln, im Bindegewebe, der Haut des Unterbauchs und in der Sehnenplatte der Bauchmuskeln entstehen. Hier kann zum Beispiel eine Massage-Therapie die Verspannungen lösen.

Männer mit Unterleibsschmerzen

Wenn Männer über Unterleibsschmerzen klagen, kann das – neben den bereits genannten Möglichkeiten – auch an einer sogenannten Hodentorison liegen. Hier drehen sich die Hoden um den Samenstrang, was vor allem beim Sport oder Tätigkeiten mit viel Bewegung passieren kann. Die typischen Merkmale sind hier heftige Schmerzen in der Leistengegend, Erbrechen, Blässe und in nicht seltenen Fällen verfärben sich die Hoden rot oder bläulich. Auch an dieser Stelle muss unbedingt und schnell ein Arzt aufgesucht werden.

In weiteren Fällen können Unterleibsschmerzen bei Männern auch auf eine Prostataentzündung hinweisen: Ähnlich wie bei der Blasenentzündung haben Männer dann Probleme mit häufigem Harndrang und klagen über Schmerzen beim Wasserlassen. Zudem können Schmerzen im Dammbereich auftreten, die manchmal bis zu Leisten und Lenden ausstrahlen können. Auch an dieser Stelle sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob es sich um eine entzündete Prostata handelt und welche Therapie angesetzt werden soll.

Zur Linderung der Unterleibsschmerzen kannst du auf Hausmittel setzen, allerdings nur mit Rücksprache mit Ihrem Arzt. Ein altbewährtes Mittel ist die berühmte Wärschmflasche oder alternativ auch ein Kirschkernkissen. Wärme lindert Schmerzen im Bereich des Unterbauchs und wirkt zudem entkrampfend. Eine weitere Möglichkeit ist die Schmerzen mit einem Entspannungsbad zu lindern - hier bieten sich entspannungsfördernde Öle, wie Lavendel oder Kamille an. Unterkühlung, besonders die der Füße, kann ebenso zu vermehrten Unterleibsschmerzen führen, deshalb ist es umso wichtiger darauf zu achten, dass die Füße warm gehalten werden, um weitere Verkrampfungen im Bauchbereich zu vermeiden.

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