Tipps für gesundes Wohnen: Beseitigung der Schadstoffe

Dienstag, 17.02.2015

Ein gesundes Raumklima wird immer wichtiger, zumal die Luft in Innenräumen oft stärker mit Schadstoffen belastet ist als im Freien. Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, damit Sie Ihr Heim möglichst schadstoffarm einrichten können und ein gesunderes Wohnklima vorherrscht.

Da wir den überwiegenden Teil unseres Lebens heutzutage innen verbringen, wird ein gesundes Raumklima immer wichtiger, zumal die Luft in Innenräumen oft stärker mit Schadstoffen belastet ist als im Freien. Grund dafür ist häufig Zigarettenrauch, jedoch können auch Farben, Baustoffe, Möbel oder Lacke giftige Stoffe enthalten. Ob Lösemittel, Weichmacher oder Klebstoffe, diese und weitere Schadstoffe werden an die Luft abgegeben und können unser Immunsystem schwächen und zu Gesundheitsbeschwerden führen. Besonders gefährlich sind die Stoffe dabei für Kinder und empfindliche Menschen, die schnell mit Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Übelkeit oder Schwindelgefühlen reagieren. Auch allergische Reaktionen können auf diesem Wege entstehen und einige Fremdstoffe stehen sogar im dem Verdacht, Krebs zu erregen.

Das sogenannte gesunde Wohnen befasst sich mit eben jener Problematik von Schadstoffen in Innenräumen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die Vermeidung von Schadstoffbelastungen, Schimmel im Wohnraum oder Schädlingen, die die Lebensqualität einschränken und langfristig sogar zu gesundheitlichen Problemen führen können. Die richtige Planung beim Hausbau, das Wissen um Schadstoffquellen und die Nutzung gesunder Alternativen stehen dabei im Fokus der Bemühungen.

Lüften, aber richtig

Das richtige Lüften ist für ein gesundes Wohnklima absolute Voraussetzung. Nur so können Schadstoffe aus den Möbeln, abgestandene Luft und Feuchtigkeit vernünftig heraustransportiert und frische Luft kann wieder hereingelassen werden. Wie Lüften funktioniert und welche Besonderheiten es zu beachten gilt, zeigt das Umweltbundesamt in einem ausführlichen Ratgeber.

Renovierung

Im Idealfall wird die Schadstoffbelastung während des Neubaus eines Eigenheims oder Wohnblocks bereits berücksichtigt. In diesem Fall werden schon zu Beginn möglichst schadstoffarme und natürliche Materialien eingesetzt. Andererseits entstehen viele Probleme erst bei einer nachfolgenden Renovierung, ein Hauptgrund dafür sind die verwendeten Farben und Lacke. Bei der Modernisierung von Bestandsimmobilien ist es daher von entscheidender Bedeutung, mögliche Schwachstellen von einem Architekten identifizieren zu lassen, damit diese durch gesunde Materialien

und Bauweisen ersetzt werden können. Ein bundesweites Verzeichnis von neutralen und unabhängigen Innenarchitekten gibt es beispielsweise hier, für den Außenbereich und den Bau an sich bietet sich hingegen ein Blick auf die Bundesliste e.V. an.

Wer selbständig renovieren möchte, kann und sollte dabei folgende Ratschläge berücksichtigen:

In Wand- oder Dispersionsfarbe sind Lösemittel enthalten, während des Streichens wird daher ein gutes Lüften empfohlen. Fast alle Lacksorten enthalten außerdem gesundheitlich und ökologisch problematische Stoffe. Holzwerkstoffe wie Spanplatten enthielten bis Ende der 70er-Jahre große Mengen giftigen Formaldehyds, welches Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Reizungen von Mund und Nase bewirkt. Mittlerweile sind die Ausdünstungen aber sehr viel niedriger – wer auf Nummer Sicher gehen möchte, hält nach Produkten mit dem Blauen Engel Ausschau. Eine Alternative ist außerdem Gipskarton. In Innenräumen sollten Holzschutzmittel nicht verwendet werden, da die enthaltenen Biozide pflanzliche und tierische Organismen töten und demnach auch für den Menschen schädlich sind.

Problematische Bodenbeläge

Bis in die achtziger Jahre wurde Asbest als Bodenbelag verbaut. Wird das Material jedoch beschädigt, wird die Luft mit hochgradig krebserregenden Asbestfasern verunreinigt. Gerade in schönen Altbauwohnungen, in denen noch Parkett aus grauer Vorzeit liegt, wurde oftmals schwarzer Teerkleber verwendet. Dieser kann ebenfalls krebserregend sein, wenn polyaromatische Kohlenwasserstoffe ausdünsten. Wollteppiche sind sehr oft mit Insektiziden behandelt, um gegen Motten und Käfer resistent zu sein. Vor allem für Kinder kann dies aber problematisch sein, da sie beim Spielen in direktem Kontakt mit dem Teppich sind.

Schimmelpilz

Meist lässt sich Schimmelpilz mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen, wenngleich es unter gewissen Voraussetzungen auch zu den bekannten feuchten, dunklen Flecken kommen kann. So oder so wird der Körper reagieren: eine laufende und verstopfte Nase, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Infekte und Hautprobleme sind deutliche Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Auch chronische Bronchitis, Asthma und ein ständiges Kratzen im Hals sind typische Warnzeichen.

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Sorgen Sie mit unseren Tipps für ein gutes Raumklima.

Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sind Anzeichen für ein schlechtes Raumklima. Sorgen Sie mit unseren Tipps für ein gesundes Wohnklima zu Hause. Wichtig ist dabei, die Vermeidung von Schadstoffen, die sich in Innenräumen schnell verbreiten können.

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