Stressmanagement: Anti-Stress-Tipps – Einen Gang runterschalten

Donnerstag, 18.04.2013

Großes Auto, größeres Haus, grandioser Job – jedes Ziel hat seinen Preis. Doch muss das überhaupt sein? Wir geben Tipps, wie Sie aus der Stress-Tretmühle aussteigen können.

Das Zauberwort heißt "Downshifting" und steht für: Einfach mal einen Gang herunterschalten und wieder zurück ins "echte" Leben. Arbeit, Leistungsdruck und Überstunden werden zurückgefahren zugunsten von Familie, Beziehung und guter Freunde.

Stress führt zur Sehnsucht nach dem einfacheren Leben

Warum freiwilliger Verzicht tatsächlich zu mehr Zufriedenheit führen kann, weiß der psycheplus Experte Benjamin Martens:  "Downshifting bedeutet nicht schmerzhafte Einschränkung", erklärt Martens, "sondern eine bewusste Rückkehr zu den Dingen, die wirklich wichtig sind. Also die Entscheidung für ein weniger komplexes, aber dafür erfüllteres Leben."

Downshifting:  Worauf kommt es im Leben an?

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Wer sein Leben neu takten will, sollte zunächst sorgfältig abwägen. Denn Downshifting eignet sich nicht für jeden. Es kann ein sinnvoller Weg für Menschen sein, die zu dem Schluss kommen, dass etwas in ihrem Leben nicht stimmt. "Jeder muss seinen individuellen Weg finden, wie der Umstieg ablaufen soll", betont der Experte. "Grundsätzlich ist es in jedem Bereich des Lebens möglich, einen Gang herunterzuschalten."

Die meisten Menschen verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Arbeit. Gehaltseinbußen hinnehmen, Rückschritte machen – das klingt wenig verlockend. Doch Studien belegen, dass vor allem Familie, Freunde und das eigene Wohlbefinden wichtig für ein zufriedenes Leben sind. "Beschäftigte sollten einmal darüber nachdenken, welchen Stellenwert der Job im eigenen Leben eigentlich hat", rät Benjamin Martens. "Außerdem gibt es Strategien, wie sich die Aufgaben verringern oder besser strukturieren lassen."

Ein routinierter Tag senkt den Stresspegel

So beginnt ein stressfreier Tag beispielsweise mit einem aufgeräumten Schreibtisch. Mappen und Ordner helfen, sich die zeitintensive Suche nach Unterlagen zu ersparen. Eine gute Idee ist zudem, einen übersichtlichen Terminplaner anzulegen und darin nicht nur berufliche, sondern auch private Termine zu notieren. Wer ständig Überstunden macht, sollte sich zudem fragen, warum. "Wichtig ist zu lernen, auch mal ,Nein' zu sagen", so der Psychologe. Auch ein routinierter Abschluss des Tages senkt den Stresspegel: Computer aus, Licht aus, dann noch ein kurzer Spaziergang. Ziel ist, die Arbeit ganz bewusst hinter sich zu lassen.

Martens rät Gestressten außerdem, einmal auszurechnen, ob sie auch mit einem schmaleren Gehalt auskommen könnten. Vielleicht ist der Wechsel von einer Vollzeit- zu einer Teilzeitstelle denkbar? Dann wäre zwar am Monatsende weniger Geld auf dem Konto, dafür kann die neu gewonnene Freizeit sinnvoll genutzt und die eigene Lebensqualität vielleicht gesteigert werden.

Feierabend-Stress vermeiden

Wer weniger ausgibt, kann es sich leisten, auch weniger zu verdienen. Schon deswegen ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit die eigenen Konsumgewohnheiten zu prüfen. "Einkaufen kostet Zeit und Geld", sagt Benjamin Martens. "Damit lohnt sich Downshifting in diesem Bereich gleich doppelt." Am besten ist, bewusst zu planen und nur einmal in der Woche in den Supermarkt zu gehen.

Generell gilt nach Feierabend: Prioritäten setzen und nur das tun, wozu man wirklich Lust hat. "Auch die Auswahl der Freunde ist entscheidend", sagt der Experte. "Niemand sollte seine Zeit mit Menschen verplempern, die er nicht wirklich mag." Ein weiterer Tipp des Psychologen: auch mal gar nichts tun. Zur Entspannung sollte sich jeder hin und wieder eine kleine Auszeit gönnen und die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Diese Form von Muße ist es oft, die uns die Lebensgeister zurückbringt und das eigene Glück steigert.

Weitere Informationen unter www.psycheplus.de

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Downshifting heißt das Zauberwort, das dabei helfen soll, das eigene Leben von zu viel Stress zu befreien.

Höher, schneller, weiter: Je größer die Ziele, desto höher der Stress-Pegel und dementsprechend der Wunsch nach einem einfacheren Leben. Downshifting soll dabei helfen, einen Gang herunterzuschalten und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren.

 

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