Slacklining - Serie Trend-Sportarten – Balance auf dem Seil

Dienstag, 10.02.2009

Joggen und Schwimmen sind gut, aber auf Dauer ein bisschen langweilig. fem.com hat sich nach ausgefalleneren Sportarten umgesehen und präsentiert diese als Serie. Folge eins: Slacklining.
Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen herauskommen und Parks und Grünflächen sich wieder füllen, kann man sie überall beobachten: sportliche Menschen, die zwischen zwei Bäumen Gurte oder dünne Gummischläuche spannen und darauf balancieren, wie Seiltänzer im Zirkus. Slackline oder auch Slacklining heißt der Trendsport, der besonders in den deutschen Großstädten seit zwei bis drei Jahren verstärkt Einzug hält.



Nah überm Boden
Vom Seiltanz unterscheidet er sich darin, dass das Seil im Normalfall nur maximal einen Meter über dem Boden gespannt wird ("Lowline") und so elastisch ist, dass der Slackliner die Bewegungen aktiv ausgleichen muss. Empfohlen wird die Sportart deshalb besonders, um Koordinations- und Konzentrationsvermögen sowie Balance zu trainieren. Das Gleichgewicht auf der Line wird mit den Beinen hergestellt, deren Muskeln dadurch kräftig gefordert werden.
Wie die meisten Trends stammt Slacklining ursprünglich aus den USA. Dort kamen Anfang der 1980er-Jahre ein paar Bergsportler im Yosemite-Nationalpark auf die Idee, ihr Seil für Balanceübungen zu nutzen, wenn das Wetter ihnen einen Strich durchs Klettern machte. Auch in Europa war Slacklining jahrzehntelang nur in der Bergsportszene bekannt.



Nur was für Profis: Highlines und Longlines
Während man auf einer normalen Lowline keine Sicherung braucht - zumindest, wenn ein weicher Untergrund, zum Beispiel aus Gras, Matten oder Sand, vorhanden ist - ist diese auf so genannten "Highlines" unbedingt erfolderlich: Letztere sind im Extremfall auf mehreren Hundert Metern Höhe angebracht! Highlines sind aber sowieso nur etwas für Profis - genau wie "Longlines", die zwar nicht in extremer Höhe, dafür aber über eine sehr große Distanz aufgehängt werden.
Erfahrene Slackliner, denen das Training auf Lowlines zu langweilig geworden ist, können sich auch an den so genannten "Rodeolines" versuchen, die richtig durchhängen und dadurch ein viel intensiveres Balance-Talent voraussetzen.



Alleine oder im Team
Das Schöne an der Sportart ist, dass man sie sowohl alleine als auch in der Gruppe ausüben kann. Europaweit sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Slackline-Vereine und -Wettbewerbe ins Leben gerufen worden. Wer keine Lust auf feste Termine und Wettkampf hat, kann sich aber auch einfach eine Anfänger-Ausrüstung zulegen und im nächstgelegenen Park mit ein paar Freunden seine Koordination trainieren...



Haben Sie Lust bekommen, das Slacklining selbst auszuprobieren? Ein Starter-Set gibt's zum Beispiel bei www.amazon.de für ca. 62 Euro.



Ein geübter Slackliner beim Training:

Slackline-Sports - MyVideo

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10.02.2009 10:06
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