Schwindel: Krankheit oder Symptom?

Donnerstag, 11.09.2014 Felicia Huber

Schwindel - auch Vertigo genannt - kann eine unangenehme Sache sein. Orientierungslosigkeit und Übelkeit können mit ihm einhergehen. Doch wann tritt Schwindel auf und was für Arten von Schwindel gibt es?

Jedem von uns war schon einmal schwindelig. Ob von zu viel Alkohol, Achterbahn Fahren oder zu schnellem Aufstehen. Hier erfahren Sie, was Schwindel für Gründe haben kann, was man gegen den Drehwurm im Kopf unternehmen  kann und ab wann ein Arztbesuch zu empfehlen ist.

Was ist Schwindel?

Definiert wird Schwindel laut onmeda.de als Scheinbewegung zwischen dem Betroffenen und seiner Umwelt, die durch eine Störung des Gleichgewichts ausgelöst wird.

Oder einfach ausgedrückt: Die Welt scheint sich vor unseren Augen zu bewegen. Für den Gleichgewichtssinn des Menschen sind drei zusammenwirkende Komponenten verantwortlich: das Auge, das so genannte Verstibularorgan im Innenohr sowie verschiedene Sensoren in Gelenken, Sehnen, Haut und Muskeln, die über den Tast- und Tiefensinn Informationen über die Umgebung weitergeben. Wenn das Gehirn von einem dieser drei Komponenten abweichende Informationen übermittelt bekommt, wird uns schwindelig.

Ursachen für Schwindel

Eines vorab: Bei Schwindel handelt es sich um ein Symptom und nicht um eine Krankheit. Folglich kann es viele Ursachen für den Drehwurm  geben. Stress, Verspannungen der Muskeln, Entzündungen des Innenohres, zu niedriger oder zu hoher Blutdruck, Herz-Kreislauf-Störungen, aber auch natürliche Alterserscheinungen sind nur einige der Gründe, die Schwindel auslösen können.

Bei der Ursachenforschung kann mitunter die Art des Schwindels – und davon gibt es viele – behilflich sein: Eine der häufigsten Formen von Schwindel ist der gutartige Lagerungsschwindel. Er kann auftreten, wenn Sie sich zum Beispiel morgens im Bett umdrehen. Oft sind kleine Kristalle im Ohr dann für den Schwindel verantwortlich. Der Lagerungsschwindel kann mit einfachen Übungen therapiert werden, die man zu Hause selbst durchführen kann.

Schwindel

Fehlhaltungen, Verspannungen oder ein Schleudertrauma können zum Beispiel zu Drehschwindel-Attacken führen. Bei Drehschwindel hat der Betroffene den Eindruck, die Umgebung würde sich um ihn drehen. Auch die Erkrankung Morbus Menière geht mit Drehschwindel einher. Hierbei handelt sich es um eine Erkrankung des Innenohrs, bei der auch oft Erbrechen und Ohrgeräusche auftreten.

Eine andere, häufige Art des Schwindels ist der Hyperventilationsschwindel. Er kann durch Stress oder Angst ausgelöst werden. In der Regel atmet der Betroffene sehr schnell und bekommt somit zu viel Sauerstoff ins Blut, was ein Schwindelgefühl zur Folge hat. Auch eine Ohnmacht ist bei Hyperventilation nicht auszuschließen.

Was kann man gegen Schwindel unternehmen?

Wenn Sie von Schwindel überrascht werden, sollten Sie sich zunächst einmal hinsetzen, um eine Sturzgefahr zu vermindern. Vermeiden Sie jetzt schnelle Bewegungen mit dem Kopf und suchen Sie mit den Augen immer wieder einen neuen Fixpunkt, auf den Sie sich konzentrieren können. Falls Ihr Körper eventuell nicht mit genug Sauerstoff versorgt wird, könnte ruhiges und tiefes Atmen Linderung verschaffen.

Sollten sie öfter unter Schwindel leiden, eine Krankheit konnte aber vom Arzt ausgeschlossen werden, können Balanceübungen helfen, den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Eine solche Übung wäre zum Beispiel auf einem Bein zu stehen. Auch Hausmittel können bei Schwindel helfen. Knoblauch und Rosmarin zum Beispiel regen die Durchblutung an und können somit gegen Schwindel bei zu niedrigem Blutdruck helfen. In diesem Fall sollten Sie außerdem genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Wenn Unterzucker der Grund für Ihren Schwindel ist, kann Süßes helfen, den Blutzuckerspiegel wieder auf das richtige Niveau zu bringen.

Der Gang zum Arzt

Bei anhaltendem oder immer wiederkehrendem Schwindel sollten sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Vor allem wenn der Schwindel nach einem Unfall, in Kombination mit Herzmedikamenten, bei Herzschwäche oder psychischen Erkrankungen auftritt ist der Gang zum Mediziner angesagt. Auch mit dem Schwindel einhergehende Symptome, wie Bluthochdruck oder Sehstörungen, können auf ein ernsteres Problem hinweisen.

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Schwindel kann viele Ursachen haben. Wie Sie dagegen vorgehen können, erfahren Sie hier.

Schwindel kann viele Ursachen haben. Was Sie dagegen machen können und wann Sie zum Arzt gehen sollten, erfahren Sie hier.

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