Schuppen: Wenn es weiß aus den Haaren rieselt

Montag, 28.09.2015

Schneeflöcken, Weißröckchen, was rieselt denn da von Ihrem Kopf? Schuppen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, Betroffene leiden meist auch unter starkem Juckreiz der Kopfhaut. Was befreit also von den lästigen Kopfschuppen?

Wenn Sie auf Ihrer Kleidung allabendlich eine weiße Flockenschicht entdecken leiden Sie wahrscheinlich unter Schuppen. Laut dem Hautarzt Dr. Martin Miehe sind rund 20 Prozent der Deutschen von Kopfschuppen betroffen! Die fiesen weißen Flocken sind also ein ausgesprochen häufiges Problem.

Was sind Schuppen überhaupt?

Als Kopfschuppe bezeichnet man ein kleines Hautteilchen, das von der Kopfhaut abgestoßen wird. Da sich unsere Haut in regelmäßigen Zeitabständen regeneriert, ist der Abfall von abgestorbenen Hautschuppen vollkommen normal. Erst wenn die Haut- oder Hornzellen in ungewöhnlich großer Zahl ausfallen, spricht man von einem Schuppen-Problem.

Unterschied: trockene und fettige Schuppen

Schuppen sind nicht gleich Schuppen, denn jede Kopfhaut ist unterschiedlich. Menschen mit sehr trockener Kopfhaut leiden oft unter trockenen Schuppen, die aus den Haaren rieseln.
Menschen, die eine eher fettige Kopfhaut haben, haben öfter mit fettigen Schuppen zu kämpfen, die sich als gelbliche und ölige Ablagerungen auf der Kopfhaut äußern. Von dieser Art Schuppen sind mehr Männer als Frauen betroffen, da Männer meist von Natur aus eine höhere Talgproduktion haben. Häufig können auch Hefepilzinfektionen schuld an fettigen Schuppen sein. In extremen Fällen kann auch eine Seborrhoische Dermatitis vorliegen, eine Hauterkrankung, die mit gelben Hautabschuppungen am ganzen Körper einhergeht. Eine eindeutige Diagnose kann aber nur ein Hautarzt vornehmen.

Ursachen von Schuppen

Trockene Schuppen entstehen oft durch eine Überstrapazierung der Kopfhaut durch zu warmes Wasser beim Haarewaschen oder zu heiße Föhnluft. In manchen Fällen kann der Schuppenbefall auch Anzeichen für einen beschleunigten Hautstoffwechsel sein, der durch bestimmte Allergien ausgelöst werden kann.

Fettige Kopfschuppen entstehen dagegen durch eine Störung der Talgdrüsenproduktion, die eine Überproduktion an Talg auslöst. Durch die vermehrte Talgproduktion, medizinisch Seborrhoe genannt, können sich Malassezia-Hefepilze, die bei fast allen Menschen zu finden sind, auf der Kopfhaut stark vermehren, was zu mikroskopisch kleinen Entzündungen führt. Die Folge: Die Haut wird rot und schuppt.

Schnelle Hilfe gegen Schuppen: Das richtige Shampoo

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In den meisten Fällen kann schon der Wechsel des Shampoos Betroffenen Linderung verschaffen. Menschen mit fettigen Schuppen sollten ein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden, da diese mit speziellen Inhaltsstoffen die Pilzinfektion bekämpfen können. Betroffene mit trockenen Schuppen sollten entfettende und austrocknende Haarwaschmittel unbedingt vermeiden, da sie das Problem oft noch verstärken können. Greifen Sie zu sehr milden (Baby-)Shampoos, die rückfettend wirken. Welche Shampoos am besten wirken, können Sie auf der Webseite der Stiftung Ökotest nachlesen.

Wer unter trockenen Schuppen leidet, sollte zudem heiße Föhn- und Heizungsluft vermeiden und die Anzahl der Haarwäschen reduzieren, um die Kopfhaut zu schonen. Auch scharfe Kämme und Bürsten können die Kopfhaut reizen und die Schuppenbildung fördern.

Hausmittel gegen Schuppen

Wer schnelle und natürliche Hilfe gegen trockene Schuppen sucht, kann eine Kopfwäsche mit Stiefmütterchen-Tee oder einer Essigwasser-Spülung ausprobieren. Beides kann den akuten Juckreiz mildern und Entzündungsherde bekämpfen. Trockene Schuppen können durch eine Kopfmassage mit Olivenöl oder Naturjogurt reduziert werden.

Bei fettigen Schuppen kann ein Thymian-Aufguss helfen, bei dem Sie einen Löffel Thymian mit kochendem Wasser aufgießen und die warme Tinktur ohne nachträgliches Auswaschen ins Haar einmassieren.

Andere Erkrankungen als Ursache von Schuppen – der Arzt hilft

Falls Sie trotz dieser Maßnahmen noch immer unter Schuppen leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen. In einigen Fällen können auch andere Erkrankungen wie Ekzeme oder eine Schuppenflechte Ursache für Schuppen sein. Ihr Arzt wird Ihnen auch bei Unsicherheiten und Fragen weiterhelfen.

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