Positiv denken schützt vor Erkältung – Gesunde Optimisten

Montag, 22.02.2010

Werden Sie Optimistin! Zwei neue Studien zeigen, dass mentales Training Erkältungen vorbeugen kann.

Wer das Leben durch die rosarote Brille betrachtet, hat nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch besser vor Erkältungen geschützt. Das haben Psychologen der Roehampton University in London, des Universitäts-Klinikums Hamburg-Eppendorf und der "Techniker Krankenkasse" in zwei aktuell veröffentlichten Studien herausgefunden.

Ergebnis: Optimisten sind in stressigen Phasen weniger anfällig für Infekte als ihre weniger positiv denkenden Zeitgenossen.

"Viele vorangegangene Studien haben gezeigt, dass Stress das Immunsystem belastet und gestresste Menschen deshalb anfälliger für Krankheiten sind. Wir wollten wissen, ob es im Gegenzug möglich ist, das Infektionsrisiko durch eine positive Lebenseinstellung herabzusetzen", erklärt Heiko Schulz, Psychologe bei der "Techniker Krankenkasse".

Studenten in Optimisten und Pessimisten eingeteilt
Zu Beginn der ersten Studie wurden 43 Studentinnen und 37 Studenten zu ihrer Lebenseinstellung befragt und antwortabhängig in Optimisten und Pessimisten eingeteilt.

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Anschließend wurde der Infektionsstatus der 80 Studierenden einmal während und einmal außerhalb ihrer Prüfungsphase untersucht.

Stressphasen als Herausforderung sehen
Die optimistischen Hochschüler empfanden ihre Prüfungsphase nicht nur als weniger stressig bzw. psychisch belastend, sie wiesen auch weniger Erkältungssymptome auf.

"Die Optimisten betrachten die Stressphase eher als Herausforderung, die sie engagiert angehen, was sie beflügelt und so besser vor stressbedingten gesundheitlichen Belastungen schützt. Im Gegenzug empfinden Pessimisten die Prüfungsphase als schwer zu bewältigen, sie investieren mehr Energie, um den Stress zu händeln und sind dadurch deutlich anfälliger für Infektionskrankheiten", erklärt Claus Vögele, Psychologie-Professor an der Roehampton University.

Die Denkweise langsam, aber sicher ändern

Mit einer weiteren, größer angelegten Studie in mehreren Altenpflege-Einrichtungen wurden die Ergebnisse bestätig: Hier konnten die Optimisten unter den Beschäftigten des Pflegepersonals besser mit Stress umgehen als ihre pessimistischeren Kollegen. Außerdem waren sie im Jahr durchschnittlich zwei Tage weniger krankgeschrieben.

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Nörgler und Pessimisten können also richtig was für ihre Gesundheit tun, indem sie sich eine positivere Denke angewöhnen. "Natürlich kann niemand von einem Tag auf den anderen beschließen, von nun an optimistisch durchs Leben zu gehen. Es ist aber möglich, eine positivere Sichtweise und Strategien zur Stressbewältigung zu trainieren und schließlich auch die Denkrichtung zu wechseln", meint Heiko Schulz.

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