Pochende Zahnschmerzen: Prävention und Erste Hilfe

Dienstag, 06.10.2015 Julia Werner

Kaltes Eis, heißer Kaffee und klebrige Süßigkeiten – die Erzfeinde von Menschen mit Zahnschmerzen! Jeder, der die pochenden Qualen schon einmal erleiden musste, kennt sie. Stellt sich die Frage: Wie verhindere ich, dass es überhaupt dazu kommt? Wir verraten es, inklusive Erste-Hilfe-Tipps.

Die Ursachen von Zahnschmerzen sind unterschiedlicher Natur, weisen jedoch immer auf angegriffene Schutzschichten im Mund hin. Damit Ihnen das schmerzhafte Leiden erspart bleibt, haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie Ihre Zähne am besten schützen und Zahnschmerzen schnellstmöglich selbst versorgen können – bevor Sie sich in fachmännische Hände begeben.

Wie entstehen Zahnschmerzen?

In einer gesunden Mundhöhle sind die Zähne durch den Zahnschmelz, das Zahnfleisch und den Kieferknochen ideal vor Bakterien und schädlichen Säuren geschützt. Wird eine dieser Schutzschichten allerdings zerstört oder angegriffen, können Zahnschmerzen entstehen.

Eine mangelnde Zahnhygiene kann etwa dazu führen, dass sich Beläge auf den Zähnen absetzen und damit die Ansammlung von Bakterien begünstigen. Verbinden sie sich mit Zuckerresten bilden sie Säuren, die sich schließlich durch den Zahnschmelz fressen und für Karies verantwortlich sind.

Auch im Falle einer Zahnfleischentzündung spielt unzureichende Mundhygiene eine zentrale Rolle. Zusätzlich können auch Reizungen und Verletzungen des Zahnfleisches zu einer solchen Entzündung führen. Ohne Therapie ist eine Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparats, womöglich die Folge.

Nicht zuletzt spielen Ihr Immunsystem, die Zahnputztechnik, Rauchen, Stress sowie Ihre Ernährung eine entscheidende Rolle für Ihre Zahngesundheit.

Zahnschmerzen vorbeugen

Um Zahnschmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen, gilt es, einige simple, aber hilfreiche Tipps zu befolgen. An erster Stelle steht dabei eine sorgsame Mundhygiene. Diese beginnt bereits jeden Tag mit der richtigen Zahnpflege. Hier einige wichtige Präventionstipps für Sie:

  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mindestens drei Minuten lang
  • Verwenden Sie zusätzlich zur Zahnbürste stets Zahnseide und interdentale Bürstchen
  • Wechseln Sie Ihre Zahnbürste alle ein bis drei Monate
  • Zahnpasta mit Fluorid verstärkt den Zahnschmelz. Vermeiden Sie jedoch aggressive Aufheller und Polierstoffe in der Zahncreme.
  • Mundspüllösungen unterstützen die Behandlung von Zahnfleischentzündungen
  • Nach sauren Speisen sollten Sie dreißig Minuten lang warten, bis Sie die Zähne putzen, um den Zahnschmelz nicht anzugreifen

Unterstützen können Sie Ihre eigene Zahnpflege zu Hause durch eine professionelle Zahnreinigung in Ihrer Zahnarztpraxis. Die halbjährlich stattfindenden Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, die von der Krankenkasse bezahlt werden, sollten Sie auf jeden Fall wahrnehmen. Hier können beginnender Karies oder andere Erkrankungen frühzeitig erkannt und Zahnschmerzen damit leichter therapiert werden. 

Hausmittel gegen Zahnschmerzen

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Zahnschmerzen sind eigentlich immer ein Fall für den Zahnarzt, jedoch kann es passieren, dass das fiese Pochen genau zu dem Zeitpunkt auftritt, in dem Ihr Zahnarzt gerade nicht erreichbar ist. Zum Glück gibt es einige effektive Hausmittelchen, die Sie bei akuten Schmerzen als Erste Hilfe einsetzen können.

Mit Akupressur gegen Zahnschmerzen

Ein ganz einfaches Hausmittel bei Zahnschmerzen ist das Drücken eines Akupressurpunktes. Dieser befindet sich in der Kuhle zwischen Nase und Oberlippe und wird zwei bis drei Minuten lang fest gedrückt, um den Schmerz zu lindern.

Hausmittel aus der Küche

Eines der Hausmittel, die nahezu jeder in seiner Küche hat, ist die Zwiebel. Aufgrund ihrer antientzündlichen Wirkung wird sie nicht nur für Zahnschmerzen, sondern unter anderem auch bei Ohrenschmerzen eingesetzt. Wickeln Sie die gehakte Zwiebel in ein Taschentuch und halten Sie es von außen an die betroffene Stelle. Ebenso können Sie sich eine Zwiebelscheibe in den Mund legen.

Vielen ist wahrscheinlich die Gewürznelke als hilfreiches Hausmittel bekannt, da die ätherischen Öle der Nelke Zahnschmerzen lindern. Beträufeln Sie ein feuchtes Wattepad mit Nelkenöl und drücken es sanft auf den Zahn.

Mundspülung gegen Zahnschmerzen

Besonders hilfreich sind auch lauwarme Salbei- und Kamillentees zum Trinken und als Mundspülung. Ebenso zeige der alt bekannte Melissengeist in vielen Fällen eine gute Wirkung, so das Fachportal für Naturheilkunde heilpraxisnet.de.

Andere Alternativen zum Ausspülen des Mundraumes sind bei Zahnschmerzen Salzlösungen, Alkohol und das sogenannte Ölziehen mit kaltgepresstem Sonnenblumen- oder Sesamöl. Bei allen Varianten wird jeweils eine kleine Menge des Öls für einige Minuten im Mund gehalten und anschließend ausgespuckt. All dies hat eine antibakterielle Wirkung.

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Hier erfahren Sie, was Sie bei Zahnschmerzen tun können!

Auuuuaaa!!!!! Wieder diese Zahnschmerzen! Was kann man nur dagegen tun? Wir haben die besten Erste-Hilfe-Tipps für Sie.

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