Pflanzenkunde – Heilung aus der Kräuterküche

Montag, 03.09.2012

Knoblauch, Borretsch, Liebstöckel, Fenchel oder Sellerie – normalerweise gerne im Suppentopf oder im Salat verwendet. Doch diese bekannten Küchenzutaten können beileibe noch viel mehr: Sie sind wahre Wundermittel und fördern die Selbstheilung und die Nährstoffaufnahme des Körpers.

Schon Hippokrates sagte: "Lass Nahrung deine Medizin und Medizin deine Nahrung sein." In diesem Sinne die folgenden 5 Küchen- und Gesundheitshelfer:

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Knoblauch

Der Ursprungsort von Knoblauch wird in Südwestsibirien vermutet. Die Verbreitung ist aber schnell über Asien und Europa erfolgt. Als Heilpflanze kennt man den „Allium sativum“ schon seit über 5000 Jahren. Knoblauch enthält Enzyme, Vitamine A, B, C und E, Mineralien wie Selen und Germanium und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe wie u.a. Blütenfarbstoffe mit antioxidativer Wirkung). Die Gesundheitsfördernden Wirkungen der Zwiebel und Zehen sind die antibiotischen Eigenschaften, zudem wirkt Knoblauch schleimlösend, blutdruck-, blutfett- und blutzuckersenkend, wurmtötend und schweißtreibend. Das Herzinfarktrisiko wird gemindert, sowie Erkältung und Entzündungen der Atemwege gelindert. Tipp: Frisch aufgeschnittene Knoblauchzehen auf Akne-Stellen tupfen und über Nacht einwirken lassen.

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Borretsch

Schon die Römer wussten von der stimmungsaufhellenden Eigenschaft der aus dem Mittelmeerraum stammenden Borretsch-Pflanze. Nicht ohne Grund wurde sie von ihnen „die Pflanze, die Freude bringt“ genannt. Besondes die Blätter werden zum Würzen bei Sommersalaten oder beispielsweise in der beliebten Frankfurter Grünen Soße verwendet. Auch die Blüten in kräftigem Blau eignen sich als Dekoration für viele Speisen. Die Pflanze enthält Vitamin C, Kalzium und Kalium, die Borretsch-Samen sehr viel Gamma-Linolensäure (dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure). Als Heilpflanze regt Borretsch die Adrenalinproduktion und die Nebennieren an, wirkt schleimlösend, antidepressiv und entzündungshemmend. Tipp: Bei juckender Haut und nervösen Ausschlägen eine Lösung aus gleichen Teilen frischen Borretsch-Safts und Wasser ansetzen und die entsprechenden Körperteile darin baden.

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Sellerie

Vor allem bekannt aus Waldorfsalat und bei Gemüsebeilagen ist der Sellerie in Europa, Westasien und im Mittelmeerraum beheimatet. Sellerie ist Eisenhaltig und reich an Kalium und Phosphor. Als Heilmittel verwendet man die gesamte Pflanze mit Samen, Stängeln und das aus ihr gewonnene ätherische Öl. Sellerie wirkt gegen Rheuma, bei Harnwegserkrankungen, außerdem antiseptisch, beruhigend, blutdrucksenkend, krampflösend und entzündungshemmend. Tipp: Stängel und Blätter als Saft genießen und bei Schwäche, Erschöpfung und Nervosität trinken. Ein großes Glas täglich wirkt hervorragend.

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Fenchel

Zunächst im Mittelmeerraum beheimatet, gelangt die Pflanze auch nach Nordeuropa und wird schon seit der Römerzeit als Gemüse und Heilkraut angebaut. Neben Gewürz für Fischgerichte ist Fenchel vor allem in verdauungsfördernden Teegetränken enthalten. Die Pflanze enthält Vitamine und Mineralien und essenzielle Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). Die Samen, Wurzeln, Blätter und das gewonnene ätherische Öl des Fenchels wirken kreislaufanregend, entzündungshemmend, schleimlösend und harntreibend. Die feinen Blätter wirken in der Speisenpsychologie als wärmendes Kraut für von Natur aus kalte Speisen. Tipp: Einen Teelöffel Samen im Mörser zerreiben und mit kochendem Wasser aufgießen. Als Tee trinken bei Verdauungsstörungen und Magenproblemen, sehr gut auch zur Vorbeugung nach einem schweren Essen.

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Liebstöckel

Wie der Name dieses Staudengewächses schon vermuten lässt, wurde Liebstöckel früher mit Aphrodisiaka und Liebestränken verbunden. Die Pflanze ist vor allem im östlichen Mittelmeerraum beheimatet und wird gerne in Brühwürfeln oder in Schmorgerichten verwendet. Neben Harzen und Milchsaft enthält Liebstöckel in höherer Menge den Stoff Beta-Sitosterol, das zur Senkung des Blutcholesterinspiegels beiträgt. Weitere positive Eigenschaften des Luststocks sind die schleimlösende, krampflösende, beruhigende, menstruationsfördernde und antikatarrhalische Wirkung. Tipp: Bei Verdauungsbeschwerden drei Samen zerkauen.

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Heilpflanzen aus dem Küchenschrank

Nicht nur bekannt zum Würzen von Speisen sondern auch als Heilmittel für den Körper: Was Knoblauch, Liebstöckel und Fenchel alles können und wie sie gesund machen...

 

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Pflanzenkunde
Heilung aus der Kräuterküche
Knoblauch, Borretsch, Liebstöckel, Fenchel oder Sellerie – wahre Wundermittel für die Gesundheit!
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03.09.2012 08:52
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