Parkour: Die Stadt als Spielplatz

Donnerstag, 30.07.2015

Von Dach zu Dach springen, keine Treppen mehr laufen, sondern einfach die Wände als Leiter benutzen: Das ist Parkour. Ein wunderbarer Outdoor-Sport, der Körper und Kopf trainiert.

Parkour ist ein dynamischer Sport, der hauptsächlich im urbanen Gelände, aber auch in der Natur ausgeübt wird. Das Ziel von Parkour ist, möglichst effizient Hindernisse wie zum Beispiel Treppen, Wände oder Geländer durch Körperkraft zu überwinden. In die Tat umgesetzt wird das vor allem durch Sprünge und Schwünge, bei denen der eigene Körper über die Hindernisse befördert wird.

Parkour für körperliche und mentale Stärke

Der Ursprung der heutigen Sportart Parkour liegt in Frankreich. Im frühen 20. Jahrhundert entwickelte Georges Herbert die "Méthode naturelle". Das parkourähnliche Training im Freien – bestehend aus zum Beispiel Laufen, Springen und Balancieren – sollte dafür sorgen, dass Körper und Geist zu einer Einheit werden. Fortgeführt wurde diese Art des Sports dann von dem in Vietnam geborenen Franzosen Raymond Belle, der als Kindersoldat im Inochina-Krieg kämpfte. Durch seine Parkour-Fähigkeiten konnte er effizienter vor dem Feind fliehen, so heißt es auf dem Parkour-Portal le-traceur.net. Dessen Sohn David Belle Parkour dann Ende der 80er-Jahre in urbane Gefilde brachte.

Training: In der Gruppe und solo

Ist Ihr Interesse an Parkour geweckt? Dann sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihr Training angehen wollen. Zum Einstieg bieten sich Kurse an, bei denen man die Basics des Parkour-Laufs lernt.

Sollten Sie sich dieses Geld sparen wollen, könnten Sie beispielsweise über Internet-Foren Kontakt zu anderen Parkour-Sportlern, auch Traceure genannt, aufnehmen und mit Ihnen gemeinsam trainieren. Das ist vor allem anfangs von Vorteil, weil Ihnen erfahrenere Traceure Tipps geben können, wie Sie verschiedene Übungen richtig umsetzen.

Wenn Sie dann etwas fortgeschrittener sind, bietet sich außerdem ein Solo-Training an. Das hat den Vorteil, dass Sie nicht auf den Zeitplan anderer Sportler angewiesen sind und zudem auch noch – mangels Ablenkung - konzentrierter an die Sache gehen können.

Körperbeherrschung und Konzentration

Parkour-Läufer zeichnen sich vor allem durch immense Körperbeherrschung aus, die Ihnen die zum Teil sehr komplizierten und anspruchsvollen Sprünge abverlangen. Beim Parkour lernt man schnell die Grenzen seines Körpers kennen, was zu einer genaueren Selbsteinschätzung führt.

Die Gefahren des Pakour-Laufs

Wer frisch mit dem Parkour-Laufen anfängt, sollte sich auf keinen Fall überschätzen. Oftmals sind die Sprünge und Balanceakte nicht ungefährlich und erfordern viel Konzentration und Kraft. Daher ist es wichtig, sich die Technik eines Sprungs zu verinnerlichen und erst den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wenn Sie sich bei der Ausführung eines Tricks hundertprozentig sicher sind.

Tragen Sie beim Training immer die passende Kleidung. Ist Ihre Kleidung zu eng, besteht die Gefahr, dass Ihre Bewegung eingeschränkt ist. Ist die Kleidung zu weit, könnten Sie bei einem Sprung mit Hand oder Fuß hängen bleiben und stürzen. Empfohlen werden gut sitzende Baumwoll-Hosen, die dennoch Bewegungsfreiheit gewährleisten.

Die besten Parkour-Übungen

Für den Parkour-Anfänger wichtige Übungen sind vor allem der Präzisionssprung und die richtigen Landetechniken:

Der Präzisionssprung:

Hier geht es vor allem um das kontrollierte Abspringen und Aufkommen an exakt dem Punkt, den Sie anvisiert haben. Wichtig dabei ist die präzise Bewegungsausführung sowie absolute Körperkontrolle.

"Trainingsgeräte" können Randsteine, Parkbänke oder andere kleine Hindernisse sein. Um ein besseres Gefühl für die Landung zu bekommen, können Sie ruhig auch mal barfuß trainieren. Außerdem sollten Sie Höhe, Weite und Anlauf des Sprungs verändern.

Parkour_Shutterstock

Landetechniken:

Sprung von oben gerade herunter: Beim Aufkommen sollten die Beine zunächst gestreckt sein. Wichtig ist außerdem, dass Sie auf den Fußballen aufkommen und nicht auf dem flachen Fuß. Federn Sie den Sprung dann über Hüfte, geöffnete Knie und Fußgelenke ab und stützen sich mit den Händen zwischen den Knien vom Boden ab.

Sprung von oben mit Vorwärtsbewegung: Der Bewegungsablauf ist im Grunde derselbe wie bei der Landung von oben herunter. Der Unterschied hier ist, dass Sie bei der Landung die Knie nicht öffnen und sich vor Ihren Knien mit den Händen vom Boden abstützen.

Haben Sie etwas Übung im Springen und Laden, kann das Training auf Hindernisüberwindungen und diverse andere Sprungarten erweitert werden.

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Parkour dient der schnellen Fortbewegung und vor allem der körperlichen Betätigung.

Parkour ist ein Sport für Menschen, die gerne draußen sind und ein gutes Körpergefühl haben.

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