Neurodermitis - Medizin-ABC – Neurodermitis

Sonntag, 26.04.2009

Ekzeme, Juckreiz, Rötungen und Schwellungen, schuppende und extrem trockene Haut: Neurodermitis ist oft eine Qual.

Als Neurodermitis bezeichnet man eine nicht ansteckende, chronische Erkrankung der Haut, die meist schubweise auftritt. Sie zählt zu den Autoimmunerkrankungen, ist - wie eine Allergie - auf eine überschießende Reaktion des Immunsystems zurückzuführen, wird vererbt und außerdem durch zahlreiche Lebensumstände und Faktoren wie zum Beispiel Ernährung, Allergene, Umweltgifte, die hormonelle Situation sowie die psychische Verfassung des Patienten bedingt bzw. beeinflusst.

Entzündete Hautbereiche mit schuppenden, juckenden, zum Teil auch nässenden Ekzemen sind typische Symptome für Neurodermitis. Sie treten an unterschiedlichen Körperbereichen auf.

 

Weit verbreitete Krankheit

Neurodermitis ist eine sehr häufige Hautkrankheit: In Deutschland sind Schätzungen zufolge zwischen zwei und zehn Prozent der Bevölkerung betroffen. Tendenz steigend - was von Mediziner unter anderem auf eine immer keimfreiere Umgebung zurückgeführt wird, die dem Immunsystem zu wenig "Arbeit" gibt, so dass es anfängt, auf harmlose Substanzen zu reagieren. Besonders Säuglinge und kleinere Kinder erkranken häufig an Neurodermitis.

Gute Erfolge mit passenden Therapien

Wer unter den oben beschriebenen Symptomen leidet, sollte einen Hautarzt (Dermatologen) aufsuchen. Dieser kann analysieren, welche Allergene die Krankheit verstärken und eine passende Therapie verordnen. Kortison ist beispielsweise ein Wirkstoff, der vielen Neurodermitis-Betroffenen - meist in Form einer Salbe - hilft. Auch mit Antihistaminika, Antibiotika, Lichttherapie und Aufenthalten im weitgehend allergenfreien Hochgebirge oder am Meer sind gegen Neurodermitis gute Erfolge erzielt worden.

Baden in Bleichmittel

Wissenschaftler aus Chicago haben vor Kurzem im Rahmen einer medizinischen Studie herausgefunden, dass auch das Baden in Wasser mit einem Bleichmittel-Zusatz effektiv gegen die Hauterkrankung helfen kann: In geringer Dosierung sei Natriumhypochlorit gesundheitlich unbedenklich und töte die Keime auf der Haut ab, so die Experten.

Für die Untersuchung nahmen an Neurodermitis erkrankte Kinder und Jugendliche drei Monate lang zweimal wöchentlich für jeweils zehn Minuten Vollbäder, denen ein halber Becher sechsprozentiges Natriumhypchlorit zugefügt war. Dadurch verbesserte sich das Erscheinungsbild der Haut deutlich.

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