Metabolismus – Die Chemie hinter der Ernährung

Freitag, 27.05.2016

Dem Metabolismus wird nachgesagt er sei dafür verantwortlich, wie schnell verschiedene Menschen beim Versuch abzunehmen Erfolge erzielen. Aber was steckt hinter dem Begriff und inwiefern hängen Diät-Erfolg und Metabolismus wirklich zusammen?

Während Pflanzen und Bakterien Photosynthese betreiben, metabolisieren (verstoffwechseln) Tiere und Menschen die Nährstoffe bei der Verdauung. Als Metabolismus oder Stoffwechsel wird die bio-chemische Umwandlung von aufgenommenen oder selbst produzierten Substanzen durch den Körper bezeichnet.

Es werden zum Beispiel Nahrungsbestandteile wie Zucker und Fette in Energie umgewandelt.

Wie funktioniert der Metabolismus?

Der Metabolismus dient dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz, sowie der Energiegewinnung. Diese Funktionen werden laut eines Lehr-Skriptes der Medizinische Hochschule Hannover von Enzymen und Hormonen gelenkt, was man auch als katalysieren bezeichnet.

Aufgenommene Nährstoffe werden in den Zellen ab- und umgebaut, womit sich der Körper also ständig selber versorgt. Laut dem Gesundheitsportal der apotheken-umschau.de wird dieser Stoffwechselprozess größtenteils vom Nervensystem gesteuert, wobei aber auch Umweltfaktoren wie zum Beispiel die Temperatur eine Rolle spielen.

Ein Beispiel eines solchen Umbaus ist der Mineralstoffwechsel: Kalzium und Phosphor werden hierbei zum Aufbau von Knochen bereitgestellt.

Katabolismus und Anabolismus

Den gesamten Metabolismus teilt man in katabole und anabole Reaktionen. Beim Katabolismus werden gespeicherte Nährstoffe gespalten und verbraucht, wenn der Körper Energie benötigt.

Der Anabolismus beschreibt den Vorgang, wenn mit Energieverbrauch wieder Stoffe aufgebaut werden. Ein Beispiel hierfür ist der Eiweißaufbau, der für die Bildung von Muskeln benötigt wird.

Wichtig für den Metabolismus: Die Leber

Das wichtigste Organ für den Metabolismus ist die Leber, denn sie sorgt dafür, dass unser Körper Giftstoffe ausscheiden kann und speichert überschüssige Glukose (also Zucker), sowie Vitamine und Spurenelemente wie Eisen und Zink. Diese gibt sie bei Bedarf wieder an den Körper ab und sorgt somit für genügend Energie.

Zusätzlich ist die Leber verantwortlich für den Fettabbau, was der Hauptgrund dafür ist, dass sich so viele Frauen mit dem Stoffwechsel beschäftigen.

Der Metabolismus und das Wunschgewicht

Wie schnell der Energiestoffwechsel Nährstoffe umwandelt und als Energie bereitstellt sei genetisch bedingt, erklärt der Biologe Hossein Askari in einem Interview mit der Zeitschrift Die Welt. Diese Geschwindigkeit wird auch als Metabolismusrate bezeichnet und ist Grundlage vieler Diäten.

Generell lässt sich sagen, dass Menschen mit einer hohen Metabolismusrate immer schneller abnehmen können als Menschen mit einer niedrigen Matabolismusrate.

Dennoch sollte jedem bewusst sein, dass nicht nur der Stoffwechsel für das Abnehmen verantwortlich ist, sondern auch eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und eine Negative Kalorienbilanz. Hier (Grundumsatz berechnen verlinken) erfährst du mehr dazu.

Metabolismus-Störungen

Gerät der Metabolismus aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer Stoffwechselstörung. Das kann zum Beispiel durch genetische Vererbte Krankheiten, Autoimmunkrankheiten oder einen falschen Lebensstil passieren.

Eine Erkrankung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels ist zum Beispiel die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Es können aber auch Fett- oder Eiweißstoffwechsel gestört sein.

Metabolismus

Beim Fasten oder einer Magersucht stellt sich aufgrund des Nahrungsmangels der sogenannte Hungerstoffwechsel ein. Der Metabolismus schaltet in den Energiesparmodus: Muskeln werden abgebaut, da diese auch im Ruhezustand Energie verbrauchen und die Körpertemperatur wird gesenkt. Mehr zu Stoffwechselstörungen findest du hier.

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Der Metabolismus arbeitet sehr eng mit der Verdauung zusammen.

Beim Metabolismus werden aufgenommene oder selbst produzierte Stoffe in andere umgebaut, was man auch als Stoffwechsel bezeichnet.

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