Metabolic Balance: Essen, was der Körper braucht

Freitag, 08.04.2016

Metabolic Balance ist eine beliebte Diät, auf die sogar Stars wie Jennifer Aniston schwören sollen. Das Programm basiert auf Ernährungsplänen, die speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten werden. Doch wie effektiv ist diese Diät wirklich?

Die vom Internisten Dr. Wolf Funfack entwickelte Metabolic Balance-Diät hält sich nun schon seit Jahren auf dem weltweiten Diätmarkt. Wir erklären dir, wie die Diät abläuft und wägen Vor- und Nachteile des Programmes ab.

Metabolic Balance – so funktioniert die Trend-Diät

Bei Metabolic Balance geht es vor allem darum, dem Körper nur solche Lebensmittel zuzuführen, die er auch gut verträgt. Auf der Webseite des Unternehmens wird erklärt, wie eine Ernährungsumstellung die Balance des Körpers, welcher durch übermäßiges Ernährungsangebot aus dem Gleichgewicht geraten sei, wiederherstellen könne. Dies trage nicht nur zur Bekämpfung von Übergewicht bei, sondern lindere auch Allergien und ernährungsbedingte Krankheiten.

Um die Lebensmittel zu ermitteln, die für den einzelnen Teilnehmer geeignet sind, wird von einem persönlichen Metabolic Balance-Betreuer für rund 350 Euro ein Bluttest durchgeführt. Bei den Betreuern handelt es sich in den meisten Fällen um Allgemeinärzte oder Heilpraktiker. Auf der Webseite des Programmes kannst du Metabolic Balance-Betreuer in deiner Nähe finden. Auf der Grundlage der Analyse wird ermittelt, was gegessen werden darf und was nicht. Die Formel, nach der dies geschieht, ist allerdings streng geheim. Außerdem im Preis enthalten sind eine bestimmte Zahl von Beratungsterminen und ein Ernährungsplan mit Menüvorschlägen.

Die Phasen der Metabolic Balance-Diät

Ist das Blut erfolgreich untersucht worden, wird ein individuell persönliches Ernährungsprogramm erstellt. Dieses gliedert sich in vier Phasen. Die ersten paar Tage verbringt der Teilnehmer mit einer kurzen Vorbereitungsphase, in der nur leichte Kost empfohlen wird, um den Darm weitgehend zu entleeren und den Körper auf die kommende Umstellung einzustellen.

Darauf folgt die strenge Umstellungsphase, in der besonders diszipliniert auf die als für geeignet befundenen Nahrungsmittel geachtet werden muss. Nichts anderes ist erlaubt und auch auf fetthaltige Speisen muss komplett verzichtet werden. Beim Test des Wissensmagazins Galileo sahen Mahlzeitenvorschläge zum Beispiel so aus: Zum Frühstück 200g Joghurt, Obst und Brot. Ein Mittagessen könnte aus 130g Geflügel, 130g Salat, Obst und Brot bestehen. Die jeweiligen Sorten von Obst, etc. ergeben sich aus den in der Analyse empfohlenen Speisen.

In der dritten Phase, der sogenannten gelockerten Umstellungsphase, darf mehr und mehr selbst entschieden werden, was die Person zu sich nehmen möchte, bis dann in der Erhaltungsphase schließlich wieder alles erlaubt ist. Es ist allerdings angedacht, dass die Teilnehmer sich während der Diät schon an die umgestellte Ernährung gewöhnen und diese mit Einschränkungen fortführen. Ansonsten wäre ein Jojo-Effekt nicht ausgeschlossen.
Beim Galileo Test konnte die Metabolic Balance Testerin gute Erfolge verbuchen. Sie nahm in vier Wochen sieben Kilogramm ab und verlor Umfang sowohl am Bauch, als auch an den Oberschenkeln.

Ist die Diät wissenschaftlich fundiert?

Auch wenn die Anbieter der Metabolic Balance-Programm betonen, dass ihr Programm ärztlich und wissenschaftlich bestätigt sei, haben einige Fachleute doch Zweifel an der Diät. So wird zum Beispiel häufig kritisiert, dass der Zusammenhang zwischen Bluttest und Lebensmittelauswahl nicht nachvollziehbar sei. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen erklärt dem Magazin Stern gegenüber, einzelne Blutwerte seien nicht aussagekräftig und der Zusammenhang mit einer Gewichtsreduktion nicht nachgewiesen. Letztere komme nur aufgrund der Kalorienbeschränkung zustande.

Auf der Fitness-Webseite fitforfun.de wird außerdem in Frage gestellt, ob die Regeln des Programmes sich am aktuellen ernährungswissenschaftlichen Wissensstand orientieren. Hier warnt Expertin Dr. Christiana Gerbracht vor den strengen Essensvorschriften, welche bei vielen Menschen auf Dauer nicht wirken sollen und im schlimmsten Fall sogar zu Essstörungen führen können.

Fazit zu Metabolic Balance

Wer sich für eine Metabolic Balance-Diät entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass dafür ordentlich in die Brieftasche gegriffen werden muss. Denn Blutanalyse und Essensplan sind alles andere als ein Schnäppchen. Auch erfordert das Programm ein hohes Maß an Disziplin und es kann sich gegebenenfalls aufgrund der vielen verbotenen Lebensmittel als schwierig gestalten, die Diät in den Alltag zu integrieren.

Metabolic Balance

Wenn man auf eine intensive persönliche Betreuung und einen festgelegten Ernährungsplan wert legt, kann sich diese Diät möglicherweise lohnen. Auch ist es eine Tatsache, dass mit Metabolic Balance Abnehmerfolge erzielt werden können. Es bleibt jedoch fraglich, ob ein derartiger Aufwand wirklich notwendig ist, oder eine ausgewogene Ernährung, dauerhafte Ernährungsumstellung und regelmäßiger Sport nicht günstiger und genauso erfolgreich sein können.

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Metabolic Balance - von Ärzten empfohlen?

Was taugen die von Ärzten zusammengestellten Essenspläne von Metabolic Balance?

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