Magnesiummangel: Was hilft?

Dienstag, 11.03.2014

Nächtliche Wadenkrämpfe, Reizbarkeit und Kribbeln – das sind nur einige der Symptome für Magnesiummangel. Was Sie gegen Magnesiummangel tun können, erfahren Sie hier.

300 bis 400 mg Magnesium sollten wir jeden Tag zu uns nehmen - das entspricht zum Beispiel dem Magnesiumgehalt von 100 g Sonnenblumenkernen oder 1,5 kg Brokkoli. Aber viele Faktoren erhöhen unseren tatsächlichen Bedarf noch zusätzlich.

Der Mineralstoff Magnesium ist lebensnotwendig, kann jedoch vom menschlichen Körper nicht selbst produziert und nur in Maßen gespeichert werden. Verantwortlich für einen Magnesiummangel können daher eine einseitige Ernährung, eine vermehrte Ausscheidung des Nährstoffs über Haut oder Nieren bzw. Probleme bei der Aufnahme sein.

Symptome für Magnesiummangel

Magnesium ist wichtig für Herz, Stoffwechsel und Verdauung und kommt immer dann zum Einsatz, wenn im Körper Energie verbraucht wird.

Video: Gesund leben mit der Ernährungspyramide

Das geschieht vor allem durch sportliche Aktivitäten und körperliche Arbeit, aber auch durch geistige Belastungen wie Stress, Angst oder Depressionen. Besteht ein Magnesiummangel, zeigt sich das durch Mangelerscheinungen wie Muskelkrämpfe, Kribbeln, Müdigkeit, Unruhe, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Wird dem Körper dauerhaft zu wenig Magnesium zugeführt, können Bluthochdruck, Diabetes und Erkrankungen der Herzgefäße die Folge sein.

Mangel-Bekämpfung: Bedarf an Magnesium decken

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Wer einen Magnesiummangel vermutet, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um eine Nierenerkrankung oder Probleme bei der Magnesium-Aufnahme durch den Darm auszuschließen. Da der Magnesiumbedarf je nach Lebensgestaltung variiert, kann bei manchen Menschen die gesteigerte Aufnahme von magnesiumreichen Lebensmitteln bereits ausreichen, um den Mangel zu beheben, wohingegen andere auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen müssen. Ein erhöhter Verbrauch besteht während des Wachstums und im Fall einer Schwangerschaft, aber auch bei Menschen, die viel Sport betreiben, regelmäßig Alkohol trinken oder im Alltag oft Stress haben. Darüber hinaus gibt es Medikamente, welche die Aufnahme des Mineralstoffes beeinträchtigen und daher einen Magnesiummangel befördern.

Magnesiummangel: Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt

Die wichtigste Grundlage, um einem Magnesiummangel oder einem Mangel an anderen Mineralien und Vitaminen entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen, ist eine ausgewogene Ernährung mit vielen magnesiumreichen Lebensmitteln, dazu zählen:

  • Nüsse
  • Bohnen
  • Sonnenblumenkerne
  • Hülsenfrüchte (besonders Sojabohnen, Kichererbsen)
  • Gemüse (besonders grünes Gemüse wie Fenchel, Spinat, Brokkoli)
  • Vollkorngetreide (zum Beispiel Hirse, Naturreis, Haferflocken)
  • manche Mineralwasser-Sorten

Tipp: Wer auf Magnesium-Tabletten oder andere Nahrungsergänzungs-Präparate zurückgreift, sollte seinen Körper langsam daran gewöhnen und die Zufuhr dann nach und nach steigern.

Text: Anna Wirnsberger

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