Lungenembolie - Medizin-ABC – Lungenembolie

Sonntag, 26.04.2009

Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel oder ein anderer eingeschwemmter Stoff eine Lungenarterie.

Lungenarterien transportieren das sauerstoffarme Blut vom Herzen in die Lunge. Ist eine der Arterien verstopft, so kann das lebensgefährlich sein. Bei Verdacht auf Lungenembolie muss man sofort im Krankenhaus behandelt werden. In Deutschland bekommen jährlich rund 65 von 100.000 Einwohnern eine Lungenembolie, das sind mehr als 50.000 Personen. Etwa 20.000 bis 30.000 sterben Schätzungen zufolge daran.

Meist geht eine Thrombose voraus

Einer Lungenembolie geht meist eine Thrombose, die Bildung eines Blutgerinnsels, in den Unterschenkel- oder Beckenvenen voraus. Dieses löst sich von der Venenwand und wandert in die Lungenarterie. Ist eine Lungenarterie verstopft, so wird ein Teil der Lungen nicht mehr durchblutet. Weil die übrigen Arterien versuchen, ihren "Ausfall" zu kompensieren, steigt zudem der Blutdruck im Lungenkreislauf. Folge: Herzrhythmusstörungen drohen.

Keine eindeutigen Symptome

Symptome für eine Lungenembolie können zum Beispiel Herzrasen, starke Schweißausbrüche, Atemnot, Schmerzen im Brustbereich, Fieber, Husten und Bewusstlosigkeit sein. All diese Symptome treten jedoch auch bei anderen Krankheiten auf - sie sind also kein eindeutiges Indiz für eine Lungenembolie.



Verschiedene Risikofaktoren

Als Risikofaktoren für eine Thrombose mit anschließender Lungenembolie gelten Rauchen, hormonelle Verhütungsmittel wie die "Pille" (besonders negativ ist die Kombination aus Rauche und Einnahme der Anti-Baby-Pille), Übergewicht, Bewegungsmangel (insbesonders bei langer Bettlägerigkeit und auf Langstreckenflügen und langen Busfahren, wo die Beine kaum Bewegung haben), eine Geburt sowie Venenprobleme wie Krampfadern. Auch besondere Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herzprobleme, Leukämie oder Tumoren können das Risiko für Thrombose und Lungenembolie zusätzlich erhöhen. Frauen sind von der Erkrankung sehr viel häufiger betroffen als Männer.

Bewegung und Kompressionsstrümpfe beugen vor

Zur Vorbeugung einer Thrombose und damit auch einer Lungenembolie werden verschiedene Maßnahmen empfohlen, zum Beispiel das Tragen von Kompressionsstrümpfen vor und Operationen und Entbindungen sowie auf Langstreckenflügen, die Verwendung gerinnungshemmender Medikamente (z.B. Heparin) bei Operationen, nicht rauchen, schon gar nicht in Kombination mit hormonellen Verhütungsmitteln, regelmäßige Bewegung und "Beingymnastik" bei langem Sitzen. Auch eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitsauufnahme ist wichtig, damit das Blut in den Venen nicht verdickt.

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