Laktoseintoleranz: Vorsicht Milchzucker!

Donnerstag, 28.08.2014

Mehr als zehn Prozent der Mitteleuropäer leiden an einer Laktoseintoleranz und müssen ganz oder größtenteils auf Milch und Milchprodukte verzichten. Grund: Sie vertragen keinen Milchzucker. Hier erfahren Sie alles, was Sie darüber wissen sollten.

Bauchschmerzen nach einem Glas Milch? Übelkeit, nachdem Sie einen Becher Joghurt oder eine Portion Eis mit Sahne gegessen haben? Wenn ja, könnten Sie an einer Laktoseintoleranz - auch Laktoseunverträglichkeit genannt - leiden. Menschen mit diesem Problem vertragen den Milchzucker in Milchprodukten nicht. Warum das so ist und was Sie dagegen unternehmen können, haben wir für Sie zusammengefasst.

Ursachen und Symptome der Laktoseintoleranz

Ursache für die  Laktoseintoleranz ist das Fehlen oder die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase im Darm. Dieses spaltet den Milchzucker in seine Bestandteile Glucose und Galaktose, die dann in das Blut aufgenommen werden.

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In den meisten Fällen ist dieser Laktasemangel erblich bedingt und die Produktion des Enzyms lässt mit steigendem Alter immer stärker nach.
Die Symptome einer Milchzuckerunverträglichkeit sind vielfältig und können von Bauchschmerzen und -koliken, einem Völlegefühl und Blähungen bis hin zu Durchfall und Übelkeit reichen.

Vorkommen von Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist weit verbreitet. Circa 90 Prozent der Weltbevölkerung können nach dem Säuglingsalter Milchzucker nicht mehr vollständig verwerten. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Phänomen in asiatischen Ländern, wo den meisten Menschen das Enzym zur Spaltung des Milchzuckers fehlt. Deshalb findet man in der asiatischen Küche keine Milch oder Käseprodukte auf dem Speiseplan. In Mitteleuropa leiden mehr als zehn Prozent der Bevölkerung an einer Laktoseintoleranz. 

Therapie der Milchzucker-Unverträglichkeit

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Die Ursache einer Laktoseintoleranz lässt sich in der Regel nicht beheben. Um allerdings die Symptome zu umgehen, wird je nach Schwere der Unverträglichkeit vor allem auf die teilweise bzw. komplette Meidung von Milch und Milchprodukten gesetzt. Erleichtert wird diese Ernährungsumstellung durch spezielle laktosefreie Milchprodukte, die mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich sind. Laktosefreie Milch etwa unterscheidet sich darin zu gewöhnlicher Milch, dass ihre Laktose bereits gespalten ist. 

Wer lieber komplett auf Milchprodukte verzichtet, sollte bedenken, dass diese Lebensmittel Hauptlieferanten des Mineralstoffs Calcium sind. Bei Menschen mit Laktasemangel besteht dann entsprechend ein erhöhtes Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken, da Calcium unter anderem für die Stabilität des Knochengerüsts mitverantwortlich ist. Um den Calciumbedarf bei einer Laktoseintoleranz trotzdem zu decken, kann auf calciumhaltiges Mineralwasser oder Leitungswasser zurückgegriffen werden. Auch verschiedene Gemüsesorten enthalten viel Calcium: z.B. Brokkoli und Grünkohl.

Lässt sich der Konsum von laktosehaltigen Speisen einmal nicht vermeiden - zum Beispiel im Restaurant - besteht die Möglichkeit, das fehlende Enzym vor der Mahlzeit in Tablettenform zu sich zu nehmen, um den Darm bei der Spaltung des Milchzuckers zu unterstützen. Diese Laktasepräparate sind in der Apotheke erhältlich.

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Mit einer Laktoseintoleranz ist nicht zu spaßen. Der Konsum von Milch und Milchprodukten kann bei Menschen, die keinen Milchzucker vertragen, unangenehme Folgen hervorrufen.

Milchprodukte sind zwar köstlich, doch nicht jeder verträgt den in ihnen enthaltenen Milchzucker über das Kindesalter hinaus. Menschen, die an einer Laktoseintoleranz leiden, sollten auf laktosefreie Lebensmittel zurückgreifen.

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Laktoseintoleranz: Vorsicht Milchzucker!
Mehr als zehn Prozent der Mitteleuropäer leiden an einer Laktoseintoleranz und müssen ganz oder größtenteils auf Milch und Milchprodukte verzichten....
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28.08.2014 17:12
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