Kreuzallergie – Auch das noch!

Montag, 11.07.2016

Wer an einer Pollenallergie leidet, bei dem liegt auch oft eine Kreuzallergie vor. Dabei kann es sein, dass man bestimmte Lebensmittel nicht mehr verträgt. Was eine Kreuzallergie genau ist und was du sonst noch darüber wissen musst, erfährst du hier.

Wer Allergiker ist, hat kein einfaches Leben. Man muss auf Tausend Dinge achten, bevor man das Haus verlässt oder ein anderes betritt, überall ist Vorsicht geboten. Und dann auch noch eine Kreuzallergie?

Was ist eine Kreuzallergie?

Bei einer Allergie richtet sich das Immunsystem gegen eigentlich ungefährliche Substanzen. Die Allergene, die dadurch dann vom Körper bekämpft werden können laut des Gesundheitsportals Netdoktor.de unter anderem tierische oder pflanzliche Eiweiße sein.

Ist man gegen bestimmte Pollenarten allergisch und es tritt plötzlich auch noch eine Lebensmittelunverträglichkeit auf, kann es sich um eine Kreuzreaktion handeln.

Das Abwehrsystem erkennt die Eiweißstruktur der beiden Pflanzen als ähnlich. Das kann dazu führen, dass das Immunsystem  dann zum Beispiel auf Äpfel genauso reagiert wie auf Birkenpollen. So wird eine Kreuzallergie geboren.

Wie Dr. Imke Reese im "Praxisbuch Lebensmittelallergie" schreibt, leiden etwa 60 Prozent aller Allergiker auch an einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie, also einer Kreuzallergie.

Wie reagiert mein Körper, wenn ich eine Kreuzallergie habe?

Symptome einer Kreuzallergie betreffen meist die Schleimhäute des Betroffenen.

Das kann zum Beispiel ein Kribbeln oder Jucken des Gaumens sein, oder die Bildung von Pusteln und Bläschen, sowie eine starke Schleimhautschwellung. Letzteres kann bei einer starken Kreuzreaktion auch zu Atemnot und sogar zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Bist du dir nicht sicher, ob du eine Kreuzallergie hast? Dann führe am besten ein Ernährungstagebuch, in dem du vermerkst, welche Symptome bei welchen Nahrungsmitteln aufgetreten sind. Dieses kann auch deinem Arzt, den du auf jeden Fall konsultieren solltest, dabei helfen, eine geeignete Behandlungsmethode für dich zu finden.

Wie stark wirkt sich eine Kreuzallergie auf mich aus?

Da es sich um biologische Produkte handelt, die alle unterschiedliche Zell-Strukturen aufweisen, kann die Reaktion auf das jeweilige Nahrungsmittel stark schwanken.
Der Reifegrad spielt bei der Kreuzallergie eine wichtige Rolle. Viele Menschen reagieren oft nur auf noch unreife Früchte, da sie in dieser Form der Zellstruktur des Blütenstands noch am meisten ähneln.

Es macht außerdem einen großen Unterschied, ob zum Beispiel ein Apfel gekocht oder roh ist, denn beim Erhitzen verändert sich die Eiweißstruktur des Apfels, was ihn für Allergiker oft verträglicher macht.

Zu beachten ist hier auch der persönliche Gesundheitszustand. Ist das Immunsystem geschwächt, so wirken sich laut des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) auch die Allergene stärker auf den Kreuzallergiker aus.

Welche Kreuzallergie kommt am häufigsten vor?

Die meisten Kreuzreaktionen kommen bei Allergikern von Birken-, Beifuß- und Gräserpollen vor. Wann diese jeweils ihre Hauptblütezeit haben, kannst du im Pollenkalender nachlesen.

Hast du eine Allergie gegen Birkenpollen? Dann gehörst du laut eines Berichts der Zeitschrift Stern zu der am meisten von einer Kreuzallergie betroffenen Gruppe. Kreuzreaktionen mit Äpfeln, Haselnüssen, Sellerie, Kirschen und Fenchel seien hier keine Seltenheit, so berichtet Stern weiter.

Menschen, die auf Beifuß reagieren, leiden zwar seltener, dafür laut des Berichts aber stärker an Kreuzallergien. Die allergische Reaktion tritt dann vor allem bei Gewürzen auf, wie beispielsweise Basilikum, Koriander, Chili und Zimt.

Bei Gräserpollenallergikern tritt eine Kreuzreaktion häufig bei Getreidearten wie Weizen und Roggen auf, weshalb man sie leicht mit einer Glutenintoleranz verwechseln kann. Aber auch Erdnüsse, Bananen oder Oregano können Reaktionen auslösen.

Was kann ich gegen eine Kreuzallergie tun?

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Die Behandlung einer Kreuzallergie besteht meist darin, auf die Allergie auslösenden Lebensmittel zu verzichten. Ansonsten ähnelt der Behandlung einer normalen Therapie, also etwa durch eine Impfkur (Hyposensibilisierung) oder Medikamenten wie Cortison und Antihistaminen.

Ein Besuch beim Arzt ist bei einer vermuteten Kreuzallergie unumgänglich, denn nur dieser kann genaueres abklären und eventuelle andere Unverträglichkeiten ausschließen oder bestätigen.

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Eine Kreuzallergie kommt häufig vor.

Vor allem Birkenpollenallergiker leiden oft an einer Kreuzallergie.

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