Krankmacher Cholesterin? – Ein komplexer Stoff

Freitag, 21.09.2012

Zu viel Cholesterin im Essen soll krank machen. Doch wann genau ist dieses zu viel erreicht? Viele wollen ihren Cholesterinspiegel senken.  Doch Fakt ist auch: Ohne Cholesterin könnten wir nicht leben.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Körperzellen - ohne das Fett besäßen sie keine schützende Hülle, die Zellen würden zerfließen. Unser Körper stellt Cholesterin selbst her. Darüber hinaus nehmen wir den Stoff über die Nahrung auf, hauptsächlich zusammen mit tierischen Fetten. Zudem entstehen aus Cholesterin Hormone wie Östrogen und Testosteron. Und das Fett benötigt unser Körper für die Verdauung. Mithilfe von Cholesterin werden Vitamin D und Gallensäure hergestellt.

Gefährliches und gutes Cholesterin

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Die Angst vor Cholesterin in der Nahrung ist weit verbreitet. Zu Recht: Denn das Fett kann Adern verengen und verkalken lassen: Arteriosklerose entsteht. Mögliche Folgen der Arterienverkalkung: Herzinfarkt und Schlaganfall. 

Allerdings muss man zwischen zwei Arten von Cholesterin unterscheiden: Das so genannte HDL (High Density Lipoprotein) ist nützlich, weil es überschüssiges Cholesterin aus Zellen, Blut und an Gefäßwänden aufnimmt und zur Leber zurückbefördert. Es beugt damit Gefäßverkalkungen vor.  

Das so genannte LDL (Low Density Lipoprotein) hingegen transportiert Cholesterin zu den Organen und sorgt dafür, dass es in die Zellen eingeschleust wird. Es handelt sich also um einen komplexen Kreislauf. Ist dieser Mechanismus gestört, häuft sich LDL-Cholesterin im Blut an und kann sich in den Wänden der Adern ablagern. Sie werden mit der Zeit deshalb immer enger, immer weniger Blut kann hindurchfließen. Passiert das in den Adern, die das Herz mit Blut versorgen, bekommt der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff. Das führt zu Herzenge, der Angina pectoris. Verschließt sich die Ader komplett, hat der Betroffene einen Herzinfarkt.

Gesunde Ernährung als Gefahrensenker

Wenn Ihr LDL-Spiegel zu hoch ist, sollten Sie Fett aus Fleisch und Wurst meiden. Verwenden Sie beim Braten Pflanzenöle statt Butter und Palmfett. Meiden Sie fettreiche Fertiggerichte. Verzichten Sie aufs Frittieren und Panieren, dünsten Sie ihr Essen lieber. Außerdem sollten Sie Ihren Alkoholkonsum einschränken oder am besten gleich einstellen. 

Fachleute empfehlen Ausdauer-Sportarten wie Walken, schnelles Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen. In manchen Fällen reicht Sport allein schon aus, um erhöhte Fettwerte zu korrigieren.

Wenn Sie einen Herzinfarkt hatten und wenn eine Diät Ihnen nicht hilft, wird Ihr Arzt Medikamente empfehlen. Tabletten sollten Sie aber nicht dazu verleiten, Ihre alten Gewohnheiten wieder aufzunehmen. Achten Sie weiter auf Ihre Ernährung. Je weniger Medikamente Sie nehmen, umso besser für Ihren Körper.

Text: T. Soucek

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Darf man nun Eier zum Frühstück essen oder nicht? Um Cholesterin ranken sich viele Mythen.

 

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