Haarausfall: Meister Propper lässt grüßen

Dienstag, 21.04.2015 Felicia Huber

Heute schon die Haare gekämmt? Oder trauen Sie sich gar nicht mehr zur Bürste zu greifen, weil Sie Ihre Haare dabei büschelweise verlieren? Wir haben für Sie mögliche Gründe für Haarausfall zusammengefasst und zeigen Behandlungsmöglichkeiten auf.

Haarausfall ist ein typisches Männerproblem, richtig? Falsch! Auch viele Frauen leiden unter Verlust der Haare und Frauen empfinden dünnes Haar oft als noch viel schlimmer als Männer.
Aber was ist Haarausfall eigentlich? Haarausfall besteht dann, wenn man über mehrere Wochen hinweg täglich – geschätzt – mehr als hundert Haare verliert oder sich komplett haarlose Stellen an Kopf oder Körper bilden.

Anlagebedingter oder erblicher Haarausfall

Unter anlagebedingtem Haarausfall versteht man den klassischen Haarausfall im Erwachsenenalter, der vor allem bei Männern zu beobachten ist. Doch auch Frauen können von dieser Art des Haarausfalls betroffen sein. Das Haar fällt bei Frauen vor allem im Scheitelbereich aus, bleibt aber, anders als bei Männern, in der Regel zur Stirn hin bestehen. Oft erleben Frauen in den Wechseljahren diese Art von Haarausfall. In einigen Fällen jedoch tritt er bereits im jungen Alter auf.

Eine Selbstbehandlung bei erblichem Haarausfall kann in erster Linie durch die richtige Ernährung erfolgen. Vor allem Eisen und Biotin sorgen für kräftiges, gesundes Haar. So kann der Haarausfall zwar nicht gestoppt, jedoch verlangsamt werden. Shampoos haben bei diversen Tests keine große Wirkung gezeigt, sind also eher nicht zu empfehlen.

Eine Therapie bei anlagebedingtem Haarausfall wird nur vorgenommen, wenn die betroffene Person psychisch stark unter dem Haarausfall leidet. Dies kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern. Ist eine Therapie erwünscht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser wird mit Ihnen mögliche Therapieansätze durchsprechen.

Kreisrunder Haarausfall

Bei kreisrundem Haarausfall verlieren Betroffene an einer bestimmten Stelle des Körpers sämtliche Haare. Diese Stelle ist scharf begrenzt und wird in der Regel nicht größer als drei bis vier Zentimeter im Durchmesser, so heißt es auf dem Medizinportal medizin.de. Die Ursachen für kreisrunden Haarausfall sind nicht bekannt, doch geht man hier von einer Autoimmunerkrankung aus. Bei solchen Erkrankungen richtet sich das Immunsystem eines Menschen ohne ersichtlichen Grund gegen körpereigenes Gewebe, in diesem Fall die Haarfolikel.

Von einer Behandlung des kreisrunden Haarausfalls wird in der Regel abgesehen, da die Haare in den meisten Fällen innerhalb eines halben Jahres von alleine nachwachsen. Um ein Nachwachsen der Haare zu beschleunigen, kann vom Arzt eine Kortison-Creme verschrieben werden, die gleichzeitig die Immunreaktion hemmen soll, schreibt medizin.de. Eine Eigenbehandlung ist bei kreisrundem Haarausfall nicht möglich.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall kann viele Ursachen haben. Hier fallen die Haare gleichmäßig am gesamten Kopf aus. Mögliche Gründe für diffusen Haarausfall sind:

Krankheiten: Eine Schilddrüsen Über- oder Unterfunktion, Diabetes oder etwa Syphilis können zu Haarausfall führen.

Mangel-Ernährung: Über unsere Ernährung nehmen wir viele Vitamine und Mineralien auf, die wichtig für gesunde Haare sind. Fehlen diese Nährstoffe zum Beispiel aufgrund von einseitiger Ernährung oder Radikal-Diäten, kann es zu Haarausfall kommen. Klassische Mängelsind in diesem Zusammenhang zum Beispiel Eisen- oder Zinkmangel.

Haarausfall

Hormone: Ein klassisches Beispiel, bei dem Haare aufgrund von Hormonschwankungen ausfallen, sind die Wechseljahre. Aber auch nach dem Absetzen der Antibabypille kann Haarverlust auftreten. Genau genommen ist zudem Haarausfall infolge von Stress hormonbedingt. Ist der Körper über längere Zeit emotionalem Stress ausgesetzt, sorgen Stresshormone dafür, dass Haare frühzeitig ausfallen.

Um diffusen Haarausfall zu behandeln, ist es wichtig, den Grund für diesen herauszufinden. Ein Gang zum Arzt ist daher unumgänglich. Er wird durch eine genaue Untersuchung die Ursache des Haarverlusts ergründen. Je nach Behandlungsmöglichkeit wird er Ihnen dann verschiedene Therapieansätze vorschlagen können. Beispiele hierfür sind eine Umstellung der Ernährung, die Medikation der für den Haarausfall verantwortlichen Krankheit oder eine Zugabe von Hormonen.

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Dr. Beauty: Haarausfall

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21.04.2015 10:36
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