Gesundheitsgefährdung durch Schimmel

Mittwoch, 16.12.2015

Winterzeit ist Schimmelzeit und gerade innerhalb von Wohnräumen kann sich dies ernsthaft auf die Gesundheit auswirken. Doch wie entsteht Schimmel überhaupt, welche Risiken birgt er tatsächlich und wie kann er entfernt werden? Wir haben die Infos.

Die Entstehung von Schimmelpilz

Das Verhindern der Pilze ist am besten möglich, wenn Sie wissen, wie er eigentlich entsteht. In dieser umfassenden Broschüre informiert die Verbraucherzentrale Energieberatung genau über dieses Thema und kommt zu dem Schluss, dass der Schimmel zwar ein wichtiger Teil der Natur ist, allerdings auch zu einem ernsten Problem werden kann, da er zum einen die Bausubstanz der Häuser befällt, aber viel wichtiger auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigt.

Feuchtigkeit und niedrige Temperatur sind es, die die Pilze sprießen lassen. Erstere ist durch das richtige Lüften zu vermeiden. Auch bestimmte Bereiche, die über keine richtige Dämmung verfügen, wie etwa die Fensterlaibungen sind dafür anfällig. Zudem ist die Temperatur wichtig. Sofern richtig geheizt wird und in den Wohnräumen rund 21 Grad Celsius herrschen, kann sich der Schimmel, unter der Voraussetzung, dass regelmäßig gelüftet wird, nicht bilden. Das Problem ist, dass es in der Regel zu spät ist, wenn der Schimmel sichtbar wird.

So muss von Vornherein in den Wohnräumen auf frische Luft geachtet werden, zumal in Räumlichkeiten wie Küche und Badezimmer das Kondenswasser und im Wohn- und Schlafbereich der Feuchtigkeitsausstoß des Körpers als zusätzliche Quellen zu berücksichtigen sind. Sportübungen zu Hause oder schlicht der menschliche Schlaf erhöhen den Feuchtigkeitsanteil in den Wohnräumen erheblich und somit auch die Gefahr, dass Schimmel entsteht. Anzeichen, dass sich ein Schimmelpilz festgesetzt hat, sind ein muffiger Geruch sowie Flecken an den Wänden.

Die Auswirkungen auf die Gesundheit

Schimmel kann in der Schwangerschaft riskant sein.

Der Bayrische Rundfunk erläutert die Auswirkungen, die der Schimmelpilz auf die Gesundheit haben kann. Dabei handelt es sich um Sporen, die sich in der Raumluft befinden und nicht nur Müdigkeit und Kopfschmerzen hervorrufen können, sondern auch Atemprobleme, Augenschmerzen oder Gelenkbeschwerden. Das Problem liegt auf der Hand, denn die Symptome sind so unspezifisch, dass sie nur schwer direkt auf den Schimmel zurückzuführen sind. Sofern der Körper allerdings den Schadstoffen dauerhaft ausgesetzt ist, können auch neurologische Störungen entstehen, welche zu permanentem Unwohlsein, Müdigkeit, Antriebslosigkeit sowie Konzentrations- oder Schlafstörungen führen können.

Besonders Frauen in der Schwangerschaft sind als Risikogruppe zu bezeichnen. Zwar dient die Plazenta als natürlicher Filter und als Schutz des ungeborenen Kindes, aber dennoch können sogenannte MVOC (microbial volatile organic compounds) in schlimmsten Fällen zu einer Aspergillose führen, die besonders schwerwiegend sein kann. Für Schwangere gilt daher erhöhte Vorsicht. Trotz des Schutzes gibt es also auch Pilze, die dem Embryo schaden können. Frauen, die schwanger sind, sollten aus diesem Grund keinesfalls eigenständig Schimmel entfernen, sondern sich bestenfalls außerhalb der Räumlichkeiten aufhalten.

Die Entfernung der Schadstoffe

Hausmagazin.com erklärt, wie sich der Schimmel am besten von Wänden und Decken entfernen lässt. Zunächst ist es wichtig, zu heizen und zu lüften, um zu verhindern, dass dieser erneut entsteht. Um das Aufkommen künftig jedoch vollkommen zu verhindern, ist ein Profi gefragt, der die Räume saniert. Auch hochprozentiger Alkohol hilft, um die Wände und Tapeten von den oberflächlichen Vorkommen zu befreien, hat jedoch keinen gesundheitlichen Nutzen, da der Schimmel weiterhin in der Bausubstanz vorhanden ist. Vorhänge und Teppiche sind ebenfalls zu reinigen, am besten mit höchstmöglicher Temperatur beziehungsweise vorgesehenen Schimmelreinigern. Weitere Schadstoffbelastungen können durch Renovierungen, die richtige Wand- und Deckenfarbe sowie einen Austausch der belasteten Bodenbeläge beseitigt werden.

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16.12.2015 14:31
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