Gesunde Ernährung: Iss dich gesund

Montag, 25.11.2013

Gefühlt täglich werden neue Erkenntnisse zum Thema gesunde Ernährung verbreitet. Da verlieren viele schnell den Überblick. An welchen Faustregeln Sie sich im Ernährungsdschungel orientieren können, hat uns Ernährungsexpertin Beatrice Schmidt erklärt.

Man kann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen: Wer sich über gesunde Ernährung informieren möchte, wird mit einer Flut von Ernährungsweisen überschüttet, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

von der Ernährung ohne Kohlenhydrate über die Glyx-Diät bis hin zur veganen Ernährung. Da macht sich schnell Verwirrung breit: Welche Ernährung ist die richtige für mich, woran kann ich mich in dem Durcheinander an Varianten orientieren? "Es gibt ein paar Faustregeln, die jeder beachten sollte, wenn er sich gesund ernähren möchte", erklärt Ernährungsberaterin Beatrice  Schmidt.

Viel trinken ist ein Muss für gesunde Ernährung

"Wer viel trinkt, ist schon mal auf einem guten Weg, sich gesund zu ernähren", sagt Schmidt. Dabei solle man stets zu Wasser, ungesüßten Kräuter- und Früchtetees  oder Saftschorlen greifen, die in einem Verhältnis  von eins zu drei gemischt sind. Die Menge, die jeder Einzelne am Tag trinken solle, hänge vom Gewicht der Person ab und könne mit einer einfachen Regel berechnet werden: Körpergewicht x 0,03. 

Saisonale Produkte als besonders gesunde Lebensmittel

Dass Obst und Gemüse zu einer gesunden Ernährung gehören, wissen die Meisten. Schmidt rät zudem, ausschließlich zu einheimischem Obst und Gemüse zu greifen.  Regionale Produkte aus der Saison würden einen höheren Vitalstoffgehalt beinhalten, weil sie reifer geerntet werden. Somit könne gewährleistet werden, dass sich die Vitamine in den Früchten und dem Gemüse voll entfalten konnten. "Exotische Früchte dagegen werden unreif geerntet, um auf dem Transportweg haltbar zu bleiben. Die Folge:Sie entfalten nicht ihre volle Kraft", erklärt Schmidt.

No-Gos bei einer gesunden Ernährung

Als allgemeines No Go für eine gesunde Ernährung könne  Haushaltszucker gesehen werden, sagt die Ernährungsexpertin.  "Ersetzen Sie ihn vermehrt durch Alternativen wie zum Beispiel Zimt, Honig oder Ahornsirup." Auch das tägliche Verzehren von Fleisch und Wurst solle man unterlassen. Optimal seien 2 – 3 Portionen Fleisch wöchentlich.

Gesunde Ernährung: Keine Weißmehlprodukte

Ein weiterer Kern gesunder Ernährung ist, keine Weißmehlprodukte zu verwenden. Diese sollten durch Vollkornmehlprodukte ersetzt werden. Weißmehl liefere dem Körper nur Energie, aber keine Vitamine oder Mineralstoffe. Die Folge seien diverse Vitaminmängel. "Weißmehlprodukte sind kein Nahrungsmittel, sondern zählen zu den Genussmitteln und sind eigentlich nur als Hohlraumfüller  zu betrachten", erklärt  Schmidt.

Kann gesundes Essen schmecken?

Aber kann eine solche Ernährung überhaupt schmecken? "Das muss sie", betont Schmidt. Denn wer sein Essen nicht möge, der werde es auf Dauer auch nicht essen. Es komme auf die Art der Zubereitung an und die könne man zum Beispiel in Kochkursen lernen.

Auf gesunde Weise abnehmen

Ein weiterer Bonus einer gesunden Ernährung: "Wer seine Ernährung auf eine vollwertige Kost umstellt, findet sein persönliches Wohlfühlgewicht wieder, weil der Körper alle gebrauchten Nährstoffe bekommt und die Fettmacher nur in Genußmitteln vorkommen." Wohlfühlgewicht  bedeutet dabei ein Körpergewicht passend zur Körpergröße und Statur", sagt die Ernährungsberaterin.

Ernährung richtig umstellen

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Dabei sei eine schrittweise Ernährungsumstellung wichtig. "Schreiben Sie auf, was Sie in einer Woche essen und schauen dann, woraus die Produkte bestehen". Als nächstes solle man die täglichen Essgewohnheiten mit der gesünderen Alternative vermischen. "Das kann heißen, dass Sie zum Beispiel die Weißmehlnudeln mit Vollkornnudeln kombinieren." Dies sei sehr wichtig, so Schmidt, "da sich der Körper  an die vielen Ballaststoffe erst einmal gewöhnen muss, die in den Vollkornprodukten enthalten sind. Daher kann es auch vorläufig zu Verdauungsstörungen kommen."

Ernährung dem Alter entsprechend anpassen

"Gesunde Ernährung gilt für alle. Es gibt daher keine Lebensmittel, die Sie dem Alter entsprechend pauschalisieren müssen. Was jedoch beachtet werden sollte ist, dass der Energiebedarf mit steigendem Alter geringer wird", erklärt Schmidt.  Ältere Menschen bräuchten deshalb weniger Nährstoffe, dafür aber mehr Vitalstoffe als junge Personen. "Daher ist im Alter die Aufnahme von Obst und Gemüse besonders wichtig."

Text: Sandra Surdyka

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