Gesunde Ernährung: Fisch gar nicht so gesund?

Sonntag, 16.11.2014 Milena Velic

Der Mythos Fisch: Ist er wirklich wichtig für eine gesunde Ernährung? Die Wissenschaft hat nun dank einer neuen Studie von 2014 den gesunden Fisch in ein anderes Licht gerückt.

Jahrelang ist man davon ausgegangen, Fisch sei für eine gesunde Ernährung essenziell. Laut der Internetpräsenz des Fernsehsenders SWR.de allerdings ist davon auszugehen, dass dies nur teilweise stimmt.

In den 1970ern sei eine Studie in Auftrag gegeben worden, in der untersucht werden sollte, ob Eskimos wegen ihrer Omega-3-haltigen Ernährung seltener an Schlaganfällen und Herzkrankheiten leiden als Menschen, die sich nicht hauptsächlich von Fisch ernähren. Besonders Fisch enthalte viele Omega-3-Fettsäuren, die bisher als „gesund“ gegolten hätten und laut SWR für eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung von Bedeutung gewesen seien.

Eine Studie von Mai 2014 jedoch widerspräche dieser Feststellung. Die Forscher hätten damals lediglich knappe 60 Prozent der grönländischen Bevölkerung in Betracht gezogen. Die übrigen 30 Prozent der Einheimischen hätten zu dieser Zeit in beinahe unerreichbaren Gebieten gelebt. Darüber hinaus seien aufgrund von fehlenden Ärzten vor Ort auf den Totenscheinen nicht immer die präzisen Todesursachen gestanden.

Die Dosis macht’s

Mit diesen Erkenntnissen sei der positive Effekt von Omega-3-Fettsäuren immer weiter in Kritik geraten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung habe verlauten lassen, dass eine Überdosis der vermeintlich gesunden Fettsäuren sogar schädlich sein könne. Sie würden beispielsweise eine Erhöhung des Cholesterinspiegels bewirken und bei jungen beziehungsweisen älteren Menschen zur Abschwächung des Immunsystems führen. Jedoch sei der richtig dosierte Verzehr dieser Fettsäuren keineswegs ungesund. Der Empfehlung des Fernsehsenders nach seien 200 bis 500 Milligramm täglich unbedenklich. Dies entspräche etwa einer 100-Gramm-Portion von Lachs.

Gesunde Ernährung: Vitamine, Eiweiß und Jod

Fisch weise aber auch weitere Bestandteile, die für eine gesunde Ernährung wichtig seien, auf. Dazu zählten die Vitamine A bis D, Eiweiß und Jod. Besonders Vitamin D sei unentbehrlich für die Stärkung der Knochen. Das in den Meerestieren beinhaltete, leichte Eiweiß sei im Gegensatz zu Fleisch bekömmlicher und würde nicht so sehr auf die Hüften gehen. Nicht zu vergessen, dass Jod der entscheidende Faktor für eine funktionstüchtige Schilddrüse sei.

Die Meerestiere können leicht ersetzt werden:

Vitamin D: Der Körper produziert rund 80 Prozent des Vitamins eigenständig durch Sonnenlicht.
Eiweiß: Eier, Kartoffeln und mageres Fleisch haben in etwa den gleichen Effekt wie Fisch.
Jod: Mittlerweile könne man in womöglich jeden Haushalt jodreiches Salz wiederfinden.

Was nun?

Allumfassend könne gesagt werden, dass Fisch nicht zwangsläufig ungesund ist. Die in den Meerestieren enthaltenen Bestandteile würden immer noch eine wichtige Rolle zur gesunden Ernährung beitragen. Jedoch sei darauf zu achten, vor allem Omega-3-Fettsäuren nicht über zu dosieren.

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Mythos Fisch: Bestandteil einer gesunden Ernährung? Die in den Meerestieren vorhandenen Omega-3-Fettsäuren sollen bei Überdosierung nicht sehr gesund für den Körper sein.

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