Gebärmutterhalskrebs - Medizin-ABC – Gebärmutterhalskrebs

Sonntag, 26.04.2009

Gebärmutterhalskrebs - auch Zervixkarzinom genannt - ist der weltweit zweithäufigste bösartige Tumor bei Frauen.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 6.000 Frauen an bösartigen Wucherungen am scheidennahen Ende der Gebärmutter. Jährlich liegt die Neuerkrankungsrate bei etwa zwölf von 100.000 Frauen.

Im Frühstadium wird Gebärmutterhalskrebs häufig nicht erkannt, weil er keine Schmerzen oder anderen Symptome hervorruft. Erst später kommt es zu auffälligen Ausflüssen, unregelmäßigen Blutungen oder unklaren Bauch- und Kreuzschmerzen.

Abstrich beim Frauenarzt

Aus diesem Grund ist die jährliche Krebsvorsorge beim Gynäkologen so wichtig: Mit einem Abstrich kann der Arzt eventuelle Zellveränderungen feststellen. Im frühen Stadium lässt sich ein Tumor im Gebärmutterhals noch sehr gut durch eine Entfernung des betroffenen Gewebes durch einen Lasereingriff oder eine so genannte Konisation zu behandeln - bei letzterer wird Gewebe im Bereich des äußeren Muttermundes in Kegelform (Kegel = Konus) entfernt.

Bei beiden Eingriffen bleibt die Gebärmutter erhalten und Schwangerschaften sind meist noch problemlos möglich. Ist der Krebs schon weiter fortgeschritten, so sind größere Eingriffe (z.B. das Entfernen der Gebärmutter und eventuell des umliegenden Gewebes) und Anti-Krebs-Therapien wie zum Beispiel Bestrahlung und/oder Chemotherapie nötig. Auch sinkt mit fortschreitender Krankheitsentwicklung die Wahrscheinlichkeit, den Krebs heilen zu können.

Infektion mit Humanen Papillomviren

Häufigster Auslöser von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Sie können beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Heilt die Infektion - etwa wegen einer schwachen Immunabwehr - nicht vollständig aus, so kann das langfristig zu Krebs im Gebärmutterhals führen.

Aus diesem Grund wird Frauen und Mädchen ab dem 12. Lebensjahr, die noch keinen ungeschützten Sex hatten, eine Impfung gegen bestimmte HPV empfohlen. Zwei Jahre nach Aufnahme des ersten Sexualkontakts sind Studien zufolge bereits 34 Prozent aller jungen Frauen mit dem Virus infiziert.

Safer Sex ist Pflicht

Wer sein Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken möchte, sollte beim Geschlechtsverkehr - besonders mit häufig wechselnden Partnern - Kondome verwenden und regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt gehen. Zudem empfiehlt es sich, aufs Rauchen zu verzichten, da Studien darauf hinweisen, dass Tabakkonsum die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen kann.

Auch eine Impfung in höherem Alter und bei bereits aktivem Sexualleben kann sinnvoll sein, wenn noch keine Infektion mit HPV vorliegt. Dies wird durch einen PAP-Abstrich sowie eine Blutuntersuchung auf Antikörper beim Gynäkologen festgestellt. Die Kosten für Tests und Impfung müssen aber zum Teil selbst bezahlt werden. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten und sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse!

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