Freeletics: Ein Fitness-Phänomen

Mittwoch, 08.07.2015 Feven Berhane

Freeletics erobert bereits seit einiger Zeit die Fitness-Welt. Aber was steckt überhaupt hinter dem Trainings-Phänomen und wie effektiv ist das Programm, das als App zum kostenlosen Download zur Verfügung steht?

Freeletics ist ein digitales Trainingsprogramm, das seinen Usern mentale Stärke durch antrainierte körperliche Fitness bescheren soll - und das auch noch kostenlos! Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wir haben uns das Konzept einmal näher angesehen.

Die Vision: Freeletics

2013 gründeten die Münchner Ex-LMU-Studenten  Andrej Matijczak, Joshua Cornelius und Mehmet Yilmaz Freeletics. Mittlerweile verzeichnet das rasant wachsende Start-Up nach eigener Aussage um die fünf Millionen Mitglieder – und täglich sollen circa 10.000 neue User hinzukommen. Dem Trainingsprogramm liegt der Anspruch zugrunde, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte. Um die eigengesteckten Ziele zu erreichen, müsse man der Freeletics-Philosophie zufolge zunächst mentale Willenskraft entwickeln. Und genau dabei soll das körperliche Training helfen.

Freeletics ist ein Ein High-Intensity-Training

Matijczak, Cornelius und Yilmaz setzten sich mit verschiedensten Konzepten und Sport-Methoden auseinander, holten sich Trainings- und Motivationspsychologen ins Boot und entwickelten so schließlich das HIT-Konzept für Freeletics. HIT, das High Intensity Training, soll das perfekte Verhältnis zwischen Kraft und Ausdauer herstellen. Zwar richtet es sich  explizit auch an sportliche Anfänger, allerdings verlangt es den Usern einiges ab – mit dem Ziel, die Willenskraft zu fördern. Das bestätigt auch Userin Romy Ro aus München, die als Anfängerin bei Freeletics einstieg: "Freeletics ist anfangs sehr fordernd – doch ich habe mich da durchgekämpft".

Dabei ist Freeletics  nicht daran gelegen, Menschen möglichst schnell zum perfekten Beach-Body zu verhelfen. Vielmehr zielt das Training darauf ab, ein dauerhafter Begleiter im Leben seiner User zu sein.

Wie funktioniert das Sport-Training via App?

Die Freeletics-App kann für Android- und iOS-Geräte im jeweiligen App-Store kostenlos heruntergeladen werden. User können dann zwischen drei verschiedenen Härtegraden ihr Einstiegsniveau auswählen. Sind sie unsicher, welche Stufe für Sie die passende ist,  bietet Freeletics einen Test an. User benötigen hierfür allerdings den digitalen Coach, der neben der Einstufung auch die jeweilige Leistung auf wöchentlicher Basis protokolliert und analysiert, Feedback gibt und so ein individuelles Trainingsprogramm zusammenstellt, das den eigenen Zielen – etwa Fettabbau oder Muskelaufbau – entsprechen soll. Der Nachteil: Die Zusatzfunktion kostet Geld, monatlich auf bis zu 12, 99 Euro.

Ob mit oder ohne Coach – die Freeletics-App unterscheidet zwischen drei Trainingsarten, die miteinander kombiniert werden sollen: komplette Workouts, einzelne Exercises, also Übungen, und Runs, das sind Läufe, bei denen eine bestimmte Kilometer-Zahl in einer gewissen Zeit zurückgelegt werden muss. Die hochintensiven Intervall-Workouts dauern im Schnitt zwischen 15 und 45 Minuten. Sie enthalten Übungen wie Burpees (eine Fließbewegung aus Standsprung und Liegestützen), Squats (eine besondere Form von Kniebeugen) oder Situps. Wo und wann das Training absolviert wird, bleibt dem User selbst überlassen. Geräte sind in der Regel nicht nötig.

Um die Motivation seiner User zu steigern, setzt Freeletics zudem auf eine eng vernetzte Community. Die Sportler können sich online austauschen oder zu gemeinsamen Trainings verabreden.

Wie effektiv ist Freeletics?

Bleibt die Frage, wie effektiv das Freeletics-Training ist? Im Falle von Userin Romy war die Enttäuschung  nach sechs Wochen beim Blick auf die Waage zunächst groß: "Ich dachte mir, das könne einfach nicht wahr sein! Ich habe sechs Wochen lang so gekämpft und es hatte sich nichts verändert!" Der Grund: Muskeln wiegen mehr als Fett. Den Unterschied erkannte Sie daher erst beim optischen Vergleich von zwei Fotos: "Als ich das Danach-Foto sah, habe ich die Veränderung sofort gesehen. Es war unglaublich und hat mich so motiviert!"

Freeletics: Top oder Flop?

Wer dauerhaft sportlich sein möchte, bereits ein Mindestmaß an Ehrgeiz mitbringt und bereit ist, fortlaufend 12,99 Euro monatlich auszugeben, ist bei Freeletics sicher gut aufgehoben! Die App bietet ihren Usern sportliche Herausforderungen und die Möglichkeit, fernab von festen Zeiten oder Orten flexibel trainieren zu können – je nach Vorliebe allein oder in der Gruppe.

Freeletics_AB

Wer sein Training jedoch darauf auslegt, rasche Ergebnisse zu erzielen, sollte sich keine falschen Hoffnungen machen. Freeletics zielt auf dauerhafte Fitness für Körper und Geist ab und verlangt in gewisser Hinsicht, Freeletics zur eigenen Lebens-Devise zu machen. Wem das zu weit geht, der wird mit diesem Programm wohl ebenso wenig glücklich, wie regelrechte Sportmuffel.

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Freeletics hat sich rapide zum absoluten Sport-Trend entwickelt.

Egal ob auf dem Spiel- oder Bolzplatz: Freeletics kann überall gemacht werden und gilt so als besonders flexibel!

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