In Form trotz Baby: Figurprobleme nach der Schwangerschaft

Freitag, 03.07.2009

In einer Schwangerschaft verändert sich der Körper. Laut einer neuen Studie macht das vielen Frauen Angst. Doch es gibt Strategien, wie die Figur trotz Baby in Form bleibt.

Ein paar Schwangerschafts-Streifen wären ja noch in Ordnung, aber kombiniert mit hartnäckigen Fettpölsterchen und hängenden Brüsten? Viele Frauen machen sich Sorgen, dass ihre Figur nach einer Schwangerschaft dahin ist. Das hat eine repräsentative GfK-Umfrage unter 1.109 Frauen ab 14 Jahren im Auftrag des Magazins "Baby und Familie" herausgefunden.

Mehr als ein Viertel der Befragten (26%) glauben, nach einer Geburt bekomme man sein Gewicht nicht wieder in den Griff. Knapp ein Drittel (30%) befürchtet, durch das Stillen eines Babys einen Hängebusen zu bekommen. Jede zehnte Frau (10%) ist sogar der festen Überzeugung, ein Mädchen raube ihr gleich die ganze Schönheit - was natürlich nicht stimmt.

Jede zehnte junge Mutter nimmt stark zu

Die ersten beiden Bedenken sind hingegen nicht ganz so abwegig: Einer Studie der Uniklinik Tübingen zufolge kämpft etwa jede zehnte zuvor normalgewichtige Frau (10%) ein Jahr nach der Entbindung mit Übergewicht.

Für die Figur nach einer Geburt sind zum Teil die  Gene verantwortlich: Etwa 50 Prozent der körperlichen Veränderungen durch eine Schwangerschaft beruhen auf Veranlagung, zum Beispiel auf der Beschaffenheit des Bindegewebes. Ist dieses sehr weich und unelastisch, so kann es sein, dass zum Beispiel Bauch und Brüste nicht mehr so gut in Form kommen.

Bewegungsmangel und zu viele Kalorien

Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass Frauen resignieren sollten: Immerhin wird die andere Hälfte der Figur durch Ernährung und Lebensstil beeinflusst. 30 Prozent der Fälle von Übergewicht noch Monate nach der Geburt beruhen nach Angaben der Tübinger Uniklinik auf einer zu starken Zunahme während der Schwangerschaft.

Der Mythos, "für zwei" essen zu müssen, ist eine der Haupt-Ursachen, wenn die Figur in der Schwangerschaft aus dem Leim geht: Schwangere benötigen zwar eine gesunde, vitamin- und nährstoffreiche Nahrung, aber im Grunde nicht mehr Kalorien als andere Frauen. Empfohlen wird - je nach Bewegung - eine Aufnahme von 1.800 bis 2.100 Kilokalorien pro Tag. Lediglich in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten steigt der Verbrauch um etwa 200 Kalorien täglich - das entspricht ungefähr dem Nährwert von zwei Bananen.

Schonung nur in Ausnahmefällen richtig

Krux Nummer zwei: Viele werdende Mütter glauben, sich auch während einer normal verlaufenden Schwangerschaft schonen zu müssen, und bewegen sich deshalb zu wenig. Wie eine Studie der Sporthochschule Köln ans Licht brachte, treiben lediglich 19 Prozent aller Schwangeren Sport im Fitnessstudio oder im Verein. 52 Prozent versuchen, sich mit Spazierengehen und Radfahren fit zu halten - das reicht aber oft nicht aus.

Maßvoller Sport in der Schwangerschaft hilft nachweislich, die Figur nach der Geburt wieder in Form zu bekommen - und tut zusätzlich der Entwicklung des Ungeborenen gut.

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