Endometriose - Medizin-ABC – Endometriose

Sonntag, 26.04.2009

Krampfartige Bauchschmerzen während der Periode, ungewollte Kinderlosigkeit - das können Anzeichen für Endometriose sein.

Etwa zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden Schätzungen zufolge unter Endometriose - einer gutartigen Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. Jedes Jahr erfahren etwa 40.000 davon. Die Diagnose wird aber meist im Krankheitsverlauf sehr spät gestellt.

Endometriose tritt meist im unteren Bauch- bzw. Beckenraum und an den Eierstöcken auf. Manchmal sind auch Scheidenwand und Darm von den Wucherungen betroffen.

Wucherung embryonaler Zellen

Wie eine Endometriose entsteht, ist medizinisch nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Wucherungen aus embryonalen Bauchhöhlenzellen entstehen, eine andere, dass lose Zellen über Blut oder Lymphe in den Körper gelangen und sich dann an einer Stelle ansiedeln. Auch hormonähnlich wirkende Umweltgifte wie zum Beispiel DDT werden manchmal für die Krankheit verantwortlich gemacht.

Besonders häufig betroffen sind Frauen, die ihre erste Periode sehr früh bekommen haben, einen kurzen Zyklus und eine Blutungsdauer von mehr als sieben Tagen haben oder stark übergewichtig sind. Außerdem geht man davon aus, dass die Neigung zur Endometriose vererbt wird.



Schmerzhafte Begleiterscheinungen

Klassische Symptome der Krankheit sind neben - oft chronischen - Unterbauchbeschwerden starke Regelschmerzen und teilweise auch Schmerzen beim Sex und beim Stuhlgang. Manchmal verläuft eine Endometriose aber auch komplett ohne Beschwerden.

Bei circa 50 Prozent aller Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch können sich gutartige Wucherungen nachweisen lassen. Durch Verklebungen und Verwachsungen im Unterbauch wird durch sie die Fruchtbarkeit mechanisch eingeschränkt.

Operation und Hormongabe

Zur Behandlung der Wucherungen gibt es verschiedene Ansätze: Manchmal ist es sinnvoll, Endometrioseherde operativ zu entfernen. Alternativ werden Medikamente gegeben, die in den Hormonhaushalt eingreifen. Da Östrogene stimulierend auf die Wucherungen wirken, kann nur ihr permanenter Entzug zur Rückbildung der Krankheit führen. Nach der Menopause bildet sich eine Endometriose in den allermeisten Fällen von ganz alleine zurück.

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