Depression - Medizin-ABC – Depression

Sonntag, 26.04.2009

Der Begriff Depression kommt vom Lateinischen deprimere ("niederdrücken"). Mediziner sprechen auch vom "Depressiven Syndrom", weil immer mehrere Symptome zusammen auftreten.
Zu den Symptomen eines Depressiven Syndroms gehören zum Beispiel Antriebslosigkeit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Traurigkeit.
Jeder fünfte Deutsche wird depressiv
Studien zufolge erkrankt etwa jeder fünfte Bundesbürger (20%) einmal im Leben an einer ernstzunehmenden Depression. Rund vier Millionen Deutsche finden sich derzeit in Behandlung.
Damit ist die Depression eine der häufigsten schweren Krankheiten überhaupt und die häufigste psychische Erkrankung. Die Dunkelziffer - die Anzahl der nicht diagnostizierten Depressionen - ist wahrscheinlich sehr hoch.
Vererbbare Krankheit?
Die Ursachen der Depression sind unterschiedlich und bis heute nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass bei Depressiven die Wirkung der chemischen Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wer einmal depressiv war, hat ein hohes Risiko, wieder zu erkranken. Man geht außerdem davon aus, dass die Krankheit zum Teil vererbbar ist.
Es gibt verschiedene Formen des Depressiven Syndroms: Am häufigsten tritt die Unipolare Depression auf. Der Patient hat dabei nur depressive und keine manischen Phasen. Besonders morgens fallen die Betroffenen in ein Stimmungstief - sie wachen extrem früh auf, leiden unter Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit.


Manische und depressive Phasen
Die Bipolare affektive Störung tritt seltener auf und ist durch ein Abwechseln von depressiven und manischen Phasen gekennzeichnet. Die Manie geht mit einem überschießenden Selbstbewusstsein, extremer guter Stimmung und einer Nicht-Wahrnehmung von Müdigkeit einher.
Die dritte Form der Depression wird als Dysthymie bezeichnet. Hier sind die Symptome ähnlich wie bei der Unipolaren Depression, aber etwas leichter ausgeprägt. Der Krankheitsverlauf ist dafür oft chronisch. Die Zyklothymie erstreckt sich ebenfalls über weite Lebensphasen und ist durch leichte manische und depressive Abschnitte gekennzeichnet.
Unterschiedliche Auslöser für Depressionen
Manche Depressionen werden durch akute psychische Belastungen ausgelöst, zum Beispiel eine dramatische Trennung, Jobverlust oder den Tod eines nahestehenden Menschen. Manchmal sind auch chronische Probleme veranwortlich für den Ausbruch der Krankheit.
Erkrankungen des Gehirns, Hormonstörungen und die Einnahme bestimmter Medikamente können ebenfalls Depressionen auslösen. Oft gibt es aber auch gar keinen Grund dafür, warum die Krankheit zu einem bestimmten Zeitpunkt auftritt.
Kein zuverlässiger Test

In vielen Fällen verläuft die Grenze zwischen einer ganz normalen Niedergeschlagenheit und einer leichten Depression fließend. Es gibt keinen zuverlässigen Test, der eindeutig die Diagnose "Depression" stellen kann.
Behandelt wird unterschiedlich - je nach Art und Schwere der Depression. Üblich sind ambulante und/oder stationäre Psychotherapien, die Gabe von Antidepressiva, sowie ergänzende Maßnahmen wie zum Beispiel Bewegungs-, Kunst- oder Ergotherapie.

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26.04.2009 17:30
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