Atmen, autogenes Training, Qigong – Entspannungstechniken

Dienstag, 29.01.2013

Ein Ausgleich zum stressigen Alltag und für das Sammeln neuer Energie sind Entspannungstechniken wie Atem-Übungen, autogenes Training und das meditative Qigong wirkungsvolle Praktiken. Wer schon eine halbe Stunde täglich eine Auszeit nimmt und sich in einer dieser Techniken übt, kann gelassener durchs Leben gehen und hat genug Power, um alle Anforderungen zu meistern.

Autogenes Training

Erstmals wurde das autogene Training vom Berliner Nervenarzt und Psychotherapeuten Johann Heinrich Schulz im Jahr 1932 vorgestellt. Auf der Grundlage ärztlicher Hypnose fand er heraus, dass der Körper im Zustand der Hypnose heilende Wirkung erfahren kann. Das autogene Training ist eine Form der Selbsthypnose des Körpers, bei dem die Selbstheilungskräfte angesprochen werden und man zu tiefer Entspannung gelangen kann. Besonders bei körperlichen und seelischen Spannungen, Stress und Unruhe wird autogenes Training eingesetzt. Das Zusammenspiel von Selbsthypnose bzw. die Veränderung des Bewusstseinszustandes und die Kraft der Autosuggestion für die Veränderung von Verhaltensmustern und Einstellungen fördern das Wohlbefinden langzeitig. Wer regelmäßig autogenes Training praktiziert, ist weniger anfällig für Stress, besitzt ein stärkeres Immunsystem, eine gelassenere Lebenseinstellung, mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und ist allgemein leistungsfähiger.

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Das autogene Training selbst besteht aus einer Reihe von aufeinanderfolgender Phasen, die je nach Übungsstand schneller durchlaufen werden können. Man beginnt mit der Einstimmung auf die Ruhe, geht über mehrere Phasen der Körperwahrnehmung und schließlich zur Phase der Korrespondenz mit dem Unterbewusstsein.

Das genaue Selbststudium gibt es im Buch "Autogenes Training. Mehr Gelassenheit und Energie" von Anja und Aljoscha Schwarz, Buch mit CD erschienen im BLV Verlag, um 17 Euro.

Richtig Atmen

Das Atmen ist unsere wichtigste Energiequelle, denn der Sauerstoff wird im ganzen Körper benötigt. Viele Menschen atmen völlig unbewusst, obwohl sie für sich mehr Energie generieren könnten und mehr Stress abbauen würden bei einer achtsamen Atmung. Atemübungen wirken der Erschöpfung entgegen und erhöhen die Körperleistung. In fernöstlichen Praktiken wie bei Yoga oder Qigong ist das Atmen ein ganz essentieller Bestandteil der Körperbetätigung. Stress und Hektik beschleunigen den Atem. Durch die Übungen können die Giftstoffe – körperliche und seelische – aus dem Körper entfernt werden. Spannungen und Belastungen werden durch ruhiges Atmen abgebaut. Wer auf seine Atemzüge achtet, fördert insgesamt seine Achtsamkeit und sein Bewusstsein für das Leben im Hier und Jetzt.

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Grundlegende Tipps sind die folgenden: Man sollte bis auf wenige Ausnahmen immer durch die Nase atmen und dem Atem immer freien Lauf lassen. Auch Gähnen, Stöhnen, Lachen und Seufzen fördern mehr Luft und befreien Steckengebliebenes im Körper. Schon zwei Minuten intensives Atmen kann die Blockaden lösen.

Übungen für jeden Tag gibt es im Buch "Richtig atmen. Spannung lösen. Energie tanken." von Dr. med. Delia Grasberger und Ronald Schweppe, Buch mit CD erschienen im BLV Verlag, um 17 Euro.

Qigong

Das chinesische Wort Qi oder Chi steht für Atem, Energie, die Kräfte des Universums oder die universelle Energie. Qigong ist ein meditatives Bewegungs- und Atemtraining, das dieses Qi im Körper wieder in den Fluss bringt und stärkt. Die innere Konzentration harmonisiert die Körperenergie. Die Gegensätze von Yin und Yang, die Meridiane und der Atem sind nur einige der Aspekte des Qigong, die ihren Ursprung auch in schamanischen Ritualen finden.

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Die Übungen werden mit Hingabe ausgeführt, keinesfalls mit Hektik. Die Übungsprinzipien beim Qigong sind dabei Verwurzelung, Aufrichtung, Zentrierung, Steigen und Sinken, Öffnen und Schließen, Rundheit und Gleichmäßigkeit. Insgesamt wird bei der Durchführung auf die Haltungs- und Bewegungsaspekte geachtet. Die Grundübungen, wie beispielsweise mit beiden Füßen fest verwurzelt zu stehen, kann man auch beim Warten im Supermarkt praktizieren.

Die einzelnen Formen und zusätzliche Aspekte aus der Osteopathie zur Unterstützung der Wirkung des Qigong bietet das Buch "Qigong & Osteopathie. Die ideale Kombination zur Selbsttherapie" von Dieter Beh und Johannes Weingart, erschienen im BLV Verlag, um 13 Euro.

Meditations-CDs

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Geführte Meditationen helfen gerade Anfängern, sich auf die Übung zu konzentrieren und abzuschalten. In einer bequemen Sitzposition kann der sanften Musik und den positiven Affirmationen gelauscht werden, so dass sich die Entspannung wie von selbst einstellt. Eine halbe Stunde Meditation am Tag ist so entspannend wie drei Stunden Schlaf und zusätzlich mit heilender Wirkung verbunden. Besonders nach einem stressigen Arbeitstag wirkt eine solche Meditation ausgleichend und revitalisierend.

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Afterwork Meditation "The Healing Touch – Erholung für Körper und Geist" und "New Energy – Regeneration und Entspannung", jeweils 2 CDs, erschienen im Audio Media Verlag, jeweils um 17 Euro.

Text: Elisa Gianna Gerlach

Heilpflanzenkunde - aus aller Welt – Die Kraft der Natur

Autogenes Training, Atemübungen und Qigong entspannen den Körper und die Seele!

Gegen Stress und für mehr Leistung und Gelassenheit helfen Entspannungstechniken wie autogenes Training, Bewusstmachung und Übungen für den Atem und meditativer Sport wie Qigong. Nicht nur der Geist sondern auch der Körper wird regelrecht entgiftet bei diesen drei Techniken. Wer täglich übt, verbessert grundlegend das Wohlbefinden.

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Ein Ausgleich zum stressigen Alltag und für das Sammeln neuer Energie sind Entspannungstechniken wie Atem-Übungen, autogenes Training und das meditat...
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29.01.2013 12:31
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