Allergie - Medizin-ABC – Allergie

Sonntag, 26.04.2009

Unter einer Allergie versteht man eine übermäßige Reaktion des Immunsystems, die durch bestimmte Stoffe, zum Beispiel Pollen oder Nahrungsmittel, ausgelöst wird.

Eine Allergie kann in jedem Lebensalter auftreten. Um gegenüber einer Substanz allergisch zu werden, muss man vorher schon mehrfach mit ihr in Kontakt gekommen sein. So können sich spezifische Antikörper bilden.

Bei Berührung mit oder einer Aufnahme des Allergens durch die Nahrung oder über die Schleimhäute werden dann im Körper des Allergikers bestimmte Botenstoffe (darunter Histamin) freigesetzt, die zu unangenehmen Reaktionen führen.



Vielfältige Symptome

Die Symptome einer Allergie reichen von Schnupfen und tränenden Augen über Asthma, Durchfall und Hautausschläge bis hin zum Anaphylaktischen Schock, einem lebensbedrohlichen Versagen des Herz-Kreislauf-Systems. Letzteres tritt aber nur sehr selten auf.

Allergien nehmen stark zu. Europaweit leiden derzeit etwa 25 Prozent der Bevölkerung unter einer Allergie. Besonders weit verbreitet ist die Pollenallergie ("Heuschnupfen").



20.000 Stoffe, auf die man allergisch werden kann

Einige allergische Symptome treten lokal begrenzt auf (z.B. ein Hautausschlag dort, wo man eine Creme verteilt hat), andere betreffen den ganzen Körper. Manchmal erfolgt die allergische Reaktion mit einer Verzögerung von mehreren Stunden oder sogar Tagen, oft tritt sie aber direkt nach Kontakt mit dem Allergen auf.

Insgesamt sind rund 20.000 Stoffe bekannt, auf die Menschen allergisch werden können. Viele Allergiker sind auf mehrere Substanzen überempfindlich. Häufig treten auch so genannte "Kreuzallergien" auf, heißt: Jemand, der zum Beispiel an Heuschnupfen leidet, ist gleichzeitig auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch.

Allergen möglichst meiden

Nachgewiesen werden kann eine Allergie durch einen Allergietest oder durch den Nachweis spezifischer Antikörper im Blut. Diese Untersuchungen nimmt der Allergologe bzw. Dermatologe vor. Ratsam ist das Meiden des Allergens. Falls dies nicht möglich ist, helfen verschiedene Medikamente, die unangenehmen Symptome zu unterdrücken (z.B. Antihistaminika).

Langsfristig lässt sich eine Allergie nur durch eine so genannte "Hyposensibilisierung" therapieren, in der Körper und Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt werden. Vollständig heilbar sind Allergien aber in der Regel nicht. Einige verschwinden im Laufe des Lebens von alleine wieder.

Buchstabe A

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