"All about that Bass" - wie Töne beim Entspannen helfen

Dienstag, 24.02.2015

Ein Leben ohne Musik ist für viele von uns unvorstellbar – mindestens genauso wichtig ist jedoch ein tiefer, angenehmer Bass. Denn er sorgt nicht nur für den richtigen Rhythmus, sondern wirkt sich auch direkt auf den Körper und unser Empfinden aus.

Für Clubgänger ist er nahezu unverzichtbar: der tiefe, wuchtige Bass, der das Blut in Wallung und die Beine in Schwung bringt. Dabei handelt es sich um tieffrequente Töne, die für den Rhythmus sorgen, hohe Töne hingegen sind für die Melodie zuständig. Zudem fällt es bei den langsamen, "streichelnden" Basstönen meist leichter, konzentriert zuzuhören, sich zurückzulehnen und die Musik auf sich wirken zu lassen. Generell gilt, dass ein hoher Ton viele schnelle Schwingungen hat, ein tiefer Ton hingegen nur wenige langsame. Die Schwingungen werden auf das Trommelfell übertragen, wodurch die Musik hörbar wird. Während die hellen, schnellen Töne die Nerven schnell überfordern und reizen, so wirken sich die ruhigen, langsamen Beats eher beruhigend aus.

Insbesondere folgende Grundregeln sorgen für Entspannung und Ruhe beim Genießen von Bassklängen:

•    Die Musik sollte langsam, fließend und leise sein

•    Sie sollte nicht zu viele unterschiedliche Rhythmen enthalten

•    Es sollten möglichst wenige verschiedene Instrumente im Musikstück vertreten sein

•    Mindestens eine Viertelstunde sollten Sie sich schon Zeit nehmen, zumal tiefe Entspannung erst nach etwa sieben Minuten einsetzt

Tieffrequente Töne auch als Belastung?

Aber Vorsicht, tieffrequente Töne sind nicht immer eine Wohltat. Gerade im Wohnbereich kommt es aufgrund entsprechender Dauergeräusche immer häufiger zu Beschwerden. Diese rühren zwar nicht vom Bassspielen oder einem Musikstück her, sind aber ein häufiger Begleiter in der hochtechnischen Gesellschaft. Sie entstehen beispielsweise durch Transformatorenstationen oder Pumpen und kommen in Form von Infraschall – also Luftschallwellen unterhalb des menschlichen Hörbereichs – daher. Selbst das Umweltbundesamt warnt vor der Bedrohung durch tieffrequenten Schall und Infraschall. Dem Musikvergnügen muss dies aber zum Glück keinen Abbruch tun.

Binaurale Beats – high werden durch Musik?

Förderlich für die Entspannung sind binaurale Beats. Sie entstehen direkt im Gehirn und zwar genau dann, wenn die Ohren zwei unterschiedliche Frequenzen gleichzeitig wahrnehmen. Es entsteht eine Differenz und diese bildet im Gehirn wiederum eine sogenannte Schwebung. Diese Schwebung tritt aber nur dann auf, wenn der Frequenzunterschied unter 30 Hz liegt, ansonsten werden zwei unterschiedliche Töne wahrgenommen. So entsteht der Eindruck, dass nicht nur ein einzelner, anhaltender Ton wahrgenommen wird, sondern ein gleichmäßig pulsierender. Die Besonderheit dieser Beats besteht darin, dass das Gehirn unmittelbar reagiert, wodurch sich die Zuhörer beispielsweise besser konzentrieren oder auch entspannen können.

Ursprünglich dienten die binauralen Beats zur Meditation oder Stressbewältigung, längst haben Teenager und andere Musikenthusiasten die Schwingungen jedoch für gänzlich andere Zwecke entdeckt: Das sogenannte "I-Dosing" soll wie eine Droge wirken, wobei jeder Beat hier eine andere Nuance darstellt. Bei Meditationsmusik werden binaurale Beats fast immer eingesetzt, sie sind dabei jedoch gar nicht bewusst hörbar. Unter folgendem Link findet sich ein Musikstück, das beispielsweise für gesteigerte Kreativität sorgen soll und dies mittels sehr langsamer Thetawellen erreichen will.

Unter dem Namen "I-Dosing" bieten findige Geschäftemacher mittlerweile viele Musikstücke online zum Download an, die Jugendliche in einen Rauschzustand versetzen sollen. Allerdings handelt es sich bei den Stücken weniger um die angenehmen binauralen Töne, als vielmehr um starkes Dröhnen und Piepen. Aber sind die Tracks wirklich in der Lage, für einen intensiven Rausch zu sorgen und somit gar als echte Droge einzustufen? Wenn es nach Lutz Berger, dem Autor des Buches "Musik, Magie und Medizin" geht, sind solch extreme Rauschzustände keinesfalls möglich und basieren höchstens auf einem Placeboeffekt. Dass die Beats der Entspannung dienen, ist hingegen unbestritten.

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Die richtigen Töne helfen beim Entspannen.

Musik kann sich entspannend auf den Körper auswirken. Hierzu müssen aber die richtigen Töne getroffen werden. Erfahren Sie, was Sie beim Musikhören beachten sollten und welche Töne beim Entspannen helfen.

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