Psychologische Tipps gegen Schlaflosigkeit

Montag, 02.02.2015

Schlaflose Nächte können zur psychischen Belastung werden. Wir stellen dir einen Ansatz aus der psychologischen Therapie vor, der langfristig helfen kann, deine Schlaflosigkeit in den Griff zu bekommen.

3:42 Uhr, in wenigen Stunden klingelt der Wecker und ein neuer Arbeitstag beginnt. Leistung ist gefordert und Müdigkeit ist fehl am Platz. 4.27 Uhr - Du wälzst dich von links nach rechts und bekommst kein Auge zu. Tausend Gedanken rauschen dir durch den Kopf und alles was du wollst ist schlafen, doch dazu kommt es nicht. Wenn du unter akuter Schlaflosigkeit leidest, kann dies oft mit Stress zusammenhängen. Aber auch andere Gründe können dafür verantwortlich sein. Der Psychologe Gregg D. Jacobs zeigt in seiner Studie Multifactor behavior treatment of chronic sleep-onset insomnia using stimulus control and the relaxion response, dass es ratsam sein, wenn Patienten mit Einschlaf- und Durchschlafstörungen lernen, das Bett mit neuen Assoziationen zu verknüpfen.

Schlaflosigkeit lässt sich oftmals in wenigen Wochen in den Griff bekommen

Keine Sorge - Du bist mit deinen Schlafproblemen nicht alleine. Viele Menschen leiden an Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Meist hängt dies mit Stress während einer turbulenten Zeit zusammen und ist durchaus normal, da der Körper aufgrund der vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol nicht zur Ruhe findet. Häufen sich die Schlafprobleme jedoch, so kann dies viele Ursachen haben. Psychologen arbeiten bei solchen Patienten mit der sogenannten Stimuluskontrolle bzw. Reiz-Kontroll-Technik. Es wird davon aufgegangen, dass einige Verhaltensweisen im Bett dazu führen, dass das Bett nicht mit einer entspannenden Tätigkeit, sondern mit einer aktivierenden Tätigkeit in Verbindung gebracht wird. Grübeln, Lesen und TV gucken gehören hierzu. Studien haben gezeigt, dass Patienten, welche unter chronischen Schlafstörungen leiden, bereits einen erhöhten Blutdruck zeigen, sobald sie nur das Bett angucken. 

Lernen Sie neue Assoziationen

Das Konzept des Psychologen beruhe laut seiner Studie auf der anerkannten Theorie der klassischen Konditionierung. Wichtig ist, dass nur zu Bett gegangen wird, wenn du ausreichend müde bist. Merkst du nach zehn Minuten, dass das Einschlafen nicht gelingt: Stehst du auf und beschäftigst dich mit einer anderen Tätigkeit. Gleiches gilt bei Durchschlafstörungen. Nach einer Weile wird dein Körper das Verhalten neu interpretieren und abspeichern, so dass Schlafstörungen schon in kürzester Zeit in den Griff zu bekommen sind. Konsequent angewendet zählt dieses Verfahren zu den wirksamsten Methoden, um die Schlaflosigkeit zu besiegen. 

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Schlaflosigkeit betrifft viele Menschen. Oftmals geht man müde ins Bett, wacht nach zwei Stunden auf und ist hellwach. Erneutes einschlafen bereitet in so einer Situation vielen Menschen Probleme. Wir verraten dir, was jetzt hilft. 

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