Taschen - Wer hat's erfunden?
Die Tasche, neben Schuhen eines der wichtigsten Stilmittel der Frauen und eine Liebe, die nie vergeht. Wenige Frauen kommen heute noch ohne eine Handtasche aus. Meist befindet sich ein halbes Leben in dem Beutel, der so viel über seine Trägerin aussagen kann und die alltäglichen, wichtigen Kleinigkeiten beherbergt.
Die Handtasche ist für uns Frauen aber nicht erst seit ein paar Jahren wichtig. Sie hat eine lange, bedeutungsvolle Geschichte. Die Anfänge findet man im Mittelalter. Vielleicht überraschend: Männer waren die ersten, die im Mittelalter die Urform der Handtasche benutzten. Sie banden lederne Beutel an ihre Gürtel, um Geld und andere Kleinigkeiten immer parat zu haben. Erst Mitte des 15. Jahrhunderts entdeckten Frauen dieses praktische Utensil für sich. Auch sie banden Beutel mit Hilfe von Ketten oder Riemen am Gürtel fest. Diese wurden lange, für andere nicht sichtbar, unter den weiten Röcken getragen. Als dann aber zur Zeit des Directoire (1796 - 1804), die modisch vorgeschriebenen, engen und oft transparenten Kleider dies unmöglich machen, wurde die Handtasche zwangsweise zu einem wichtigen, auch modischen Accessoire. 
Im 19. Jahrhundert entwickelten sich dann "richtige" Handtaschen, die nun nicht mehr nur in Beutelform, sondern in Form kleiner Koffer erhältlich waren. Keine Frau verließ das Haus mehr ohne Handtasche. Seit dieser Zeit wurden alle erdenklichen Farben und Formen getestet. Je nach Mode, wechselte auch die Optik der Tasche. Von Fransentaschen, über Krokoledertaschen, bis hin zu ausgefallenen Formen, wie etwa die Erdkugel, gab und gibt es alles.
Seit den 70er-Jahren designen auch alle bekannten Modeschöpfer Taschen. Es gibt immer wieder "It-bags“, denen wir Frauen hinterher schmachten. Man sieht eine Tasche und liebt sie. Hier halten wir Frauen aber nichts von Monogamie, zu jedem Style die passende Tasche lautet das Motto.






























