Mercedes Benz Fashion Week, Tag 1
Toni darf als Erste
Ritterschlag für Berlin: Modekritikerin Suzy Menkes besuchte die Show von Lena Hoschek, Toni Garrn eröffnte die Fashion Week. Außerdem: Marcel Ostertag und Lac et Mel.
Newcomer und bereits etablierte Labels zeigten am ersten Tag der Mercedes-Benz Fashion Week ihre Visionen für die Frühjahr-/ Sommersaison 2010. Eines der Highlights des Tages war das Erscheinen der Modekoryphäe Suzy Menkes, Moderedakteurin der International Herald Tribune, als Ritterschlag der Berliner Modewoche.
Auch auf der Bread & Butter war ein hochgradiger Prominenter zu Gast: Justin Timberlake zeigte dort die William Rast-Kollektion, an der er mitgearbeitet hatte.
Den Anfang im Fashionzelt am Bebelplatz machte die Designerin Dorothee Schumacher, die das deutsche Nachwuchs-Topmodel Toni Garrn als erste über den Laufsteg schickte.
Schumacher
Für Sommer 2010 zeigte Schumacher eine besonders feminine und glamouröse Kollektion. Auffällig waren die fließenden Stoffe aus Seide und feiner Wolle, die die Silhouette des Körpers umspielten. Eine tragbare Kollektion für schicke und elegante Frauen aus hochwertigen Materialien.
Marcel Ostertag
Der in München ansässige Designer Marcel Ostertag zeigte kreative und gleichzeitig tragbare Mode, äußerst weibliche Entwürfe und viele Must-have-Teile. Obwohl in gedeckten Tönen, war die Zusammenstellung keineswegs langweilig. Hochwertige Stoffe in kontrastierender, aber doch stimmiger Kombination, und interessante Prints, rundeten das Bild der Kollektion ab: feminin, leicht und frisch.
Lac et Mel
Unter keinem guten Stern stand die Show von Lac et Mel. Tonprobleme, Anfahrt und eine Panne auf dem Laufsteg waren der fahle Beigeschmack einer sonst eher klassischen Kollektion ohne Überraschungen. Die Outfits sind kaum ideenreich und vielgesehen, wenn auch immer wieder schön. Germany's next Topmodel-Gewinnerin Sara Nuru war unter den Laufstegmodels.
Lena Hoschek
Die junge Österreicherin Lena Hoschek zeigte für die nachste Frühjahr-/Sommersaison wie gewohnt von den 50er-Jahren inspirierte Outfits mit femininen Designs; Teller- und wallende, tüllene Unterröcke im Wechsel mit Bleistiftröcken und stets Taillenbetonung. Schön, aber überraschend unüberraschend.
Black Coffee
Das südafrikanische Label Black Coffee, hierzulande weitestgehend unbekannt, zeigte eine beeindruckende Kollektion: High Fashion mit ethnischen Einflüssen des afrikanischen Kontinents, die fließenden Materialien, gefaltet, verdreht, geschlitzt und teils afrikanisch gemustert, boten ein Kaleidoskop an Farben und Formen.
Ramírez
Ramírez überzeugte mit seinen cleanen Entwürfen in Schwarz, inspiriert von katholischen Nonnen. Klare Linien, aber immer neu interpretiert und dezente Details an der richtigen Stelle machten die Kollektion trotz ihrer Geradlinigkeit spannend.
Patrick Mohr
Ein Exzentriker mit gutem Herz scheint der junge Designer Patrick Mohr aus München zu sein. Für seine Inszenierung kooperierte der gebürtige Mainzer mit dem Magazin Straßenfeger und schickte Obdachlose, zusammen mit echten Models, auf den Catwalk. Seine extremen Designs mögen kontrovers sein, die Performance war mit Sicherheit sehenswert.
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Das Hamburger Model Toni Garrn durfte die Berliner Fashion Week mit ihrem Lauf für Schumacher eröffnen.
Foto: AFP








