Magermodels: Vogue-Chefin greift ein
Winzige Kleidchen
Kritik an Magermodels gibt es schon länger, doch meistens kam sie von Leuten außerhalb des Modezirkus. Jetzt hat sich eine der wichtigsten Personen des milliardenschweren Business dazu geäußert.
Alexandra Shulman, Chefredakteurin der britischen Vogue klagte in einem Brief, der nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, die großen Modedesigner an: sie würden die Modemagazine zwingen, "Models mit hervorstehenden Knochen, ohne Busen oder Hüften" zu buchen, weil die Kleider winzig seien, die die Designer an die Magazine schicken würden. Sogar noch kleiner, als die Größen von den Laufstegen.
Es kommt noch besser: Die Vogue retuschiert mittlerweile die Fotos der Models nach - per Mauscklick werden die Models fülliger gemacht, damit sie gesünder aussehen.
In ihrem Brief an Karl Lagerfeld, John Galliano & Co., den die britische Zeitung "The Times" entdeckte, schreibt Shulman weiter: "Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem viele der Probegrößen nicht einmal mehr den etablierten Star-Models passen." Die Kleider werden in der Regel sechs Monate vor Erscheinen in den Läden an die Magazine geschickt. Diese müssen dann Models buchen, die in die Kleider passen.
Die Models geraten dadurch immer mehr unter Druck: Size Zero wird zur Standardgröße unter Models, immer mehr erkranken an Magersucht.
Neu an der ganzen Magermodel-Diskussion ist nichts - ein kleiner Lichtblick sind Shulmans Äußerungen aber schon. Wenn sogar eine Vogue-Chefin Bedenken äußert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich doch langsam etwas ändert...
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Vogue, Designer, Size ZeroKommentare

UK-Vogue-Chefin Alexandra Shulman beschwert sich bei den Designern: die Kleidungsstücke würden einfach viel zu klein angeliefert werden - dadurch müssten die Magazine sehr dünne Models buchen.
Foto: AFP













