Alexander McQueens neue Kollektion
Von Sex-Dolls und Vögeln
Alexander McQueen scheint einer der letzten Designer zu sein, die sich in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise trauen, eine unkonventionelle Kollektion zu zeigen.
Er parodiert Christian Diors New Look mit Hahnentritt und Chanels Tweed-Anzüge, setzt den Models Hüte aus Regenschirmen, Dosen oder Reifenfelgen auf und schminkt ihnen einen Sex-Puppen-Mund. Die gesamte Kollektion und Show eher Haute Couture als Ready-to-Wear.
Einige der Roben sind allerdings durchaus klassisch geschnitten und sehr tragbar.
Federn lassen
Der Bad-Boy der Mode holte sich seine Inspiration nicht nur von anderen Designern, sondern auch aus der Luft: Roben sind mit schwarzen Vögeln bedruckt oder mit Federn verziert, wenn sie nicht sogar ganz aus dem neuen It-Material der Saison bestehen.
Schon 1994 ließ sich McQueen von dem Hitchcock-Film "Die Vögel" inspirieren - allerdings hatten seine Kleider keine Vogel-, sondern Reifendrucke. Ein Jahr später designte er eine Kollektion unter dem Namen "Highland Rape" und schickte die Models in blutverschmierten Spitzenkleidern über den Laufsteg.
Seitdem wird ihm der Ruf einer gewissen Frauenfeindlichkeit nachgesagt, den er aber harsch bekämpft. Auch die überschminkten Lippen im Make-Up der jetzigen Show sollen bestimmt eher Clowns als Sex-Dolls darstellen. Wetten?
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