Pigmentflecken: Ursachen und Therapie
Fleckenteufel
Pigmentflecken: Viele Frauen haben mit Hyperpigmentierung zu kämpfen. Behandlungen gibt es viele, ganz los wird man die braunen Flecken allerdings in den seltensten Fällen.
Wer sich bei Frauen umhört weiß, welch großes Thema Pigmentflecken für eine schon junge Altersgruppe ist. Ein ebenmäßiger Teint verspricht Jugend und Vitalität - Flecken lassen einen schnell alt aussehen.
Pigmentflecken entstehen zumeist an den Stellen, die der Sonne besonders ausgesetzt sind: Stirn, Wangen, Oberlippe, Schultern, Dekolleté und Hände. Die Wissenschaft tappt in diesem Bereich immer noch weitgehend im Dunkeln, bekennt Dr. Paolo Giacomoni, Forscher bei Clinique. Man weiß nur sicher, dass sich an betroffenen Stellen ein Melaninüberschuss bildet, der für die dunklen Flecken verantwortlich ist.
Es gibt mehrere Therapieformen bei Pigmentflecken: Cremes mit bleichender Wirkung, chemische Peelings und eine Behandlung mit Laser - alle mit mehr oder weniger befriedigendem Erfolg.
Roulette-Spiel
Dr. Thomas Hebel von der Arztpraxis "Hautärzte am Stachus" in München bezeichnet die Behandlung von Melasmen mit starken Bleichcremes und chemischen Peelings als Roulette-Spiel: "stresst" man einen Fleck zu sehr, kann es sein, dass er genau gegenteilig reagiert und sogar noch dunkler wird.
Hautarzt Hebel empfiehlt deshalb bei besonders störender Hyperpigmentierung eine Behandlung mit einem Fraxellaser. Mit neuen Verfahren, zum Beispiel der Verwendung eines Thuliumlasers, wird die äußere Schutzschicht der Haut nicht zerstört und das Risiko einer Narbenbildung minimiert. Mit anderen Laserverfahren kann es sein, dass man zwar den braunen Fleck los wird, dafür aber auf Dauer ein neues weißes Souvenir mit sich herumtragen muss.
Dr. Schoppelrey vom Haut- und Laserzentrum an der Oper in München warnt außerdem vor einer Behandlung mit chemischen Peelings: "Wird ein Peeling zu stark dosiert, können auch tiefere Hautschichten verletzt werden und Narben könnten entstehen."
Wer massive Eingriffe und Behandlungen dieser Art scheut, kann auf zahlreiche neue Produkte aus der Kosmetik-Industrie zurück greifen. Viele Firmen haben Cremes, Reiniger und Masken auf den Markt gebracht, die den Teint ebenmäßiger und frischer machen - und gegen braune Spots und lästige Flecken helfen sollen. Sie wirken nicht mehr so aggressiv wie mit dem chemischen Bleichstoff Hydrochinon, der früher viel verwendet wurde und mittlerweile in Kosmetika verboten ist, sondern mit natürlichen und sanften Mitteln.
50 Prozent Verbesserung
Die Even Better-Serie von Clinique arbeitet zum Beispiel mit Hefeextrakten. Für Clinique-Forscher Giacomoni ist wichtig, dass er nichts verspricht, was er - und die ganze Branche - nicht einhalten kann. Die Even-Better-Serie, bestehend aus Moisturizer, Serum und Make-Up, kann, so Giacomoni, 50 Prozent der Flecken deutlich verbessern oder ganz zum Verschwinden bringen.
Das Problem bei allen Behandlungen der Hyperpigmentierung ist dabei allerdings dasselbe: Man wird die Flecken in den seltensten Fällen auf lange Sicht los: Wer nach einer erfolgreichen Behandlung nicht auf einen hohen Lichtschutzfaktor und sparsames Sonnenbaden umsteigt, der hat im nächsten Sommer meist das gleiche Problem wieder. Ein "Ausrutscher" reicht häufig schon - einmal beim Wandern oder beim Radfahren die Sonnencreme vergessen und schon geht das Spiel von vorne los...
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Haut, Schminkschule, CliniqueKommentare

Pigmentflecken können durch Sonneneinstrahlung und Änderung im Hormonhaushalt entstehen, Rauchen und ungesunde Lebensweise verstärken die Verfärbungen häufig noch.Foto: iStockphoto
















