Verletzungsgefahr bei Intimrasur – Weiße Haut gefährdeter?

Montag, 05.05.2014

Eine Studie hat herausgefunden: Weißhäutige Frauen verletzen sich bei der Intimrasur häufiger als dunkelhäutige. Aber was ist der Grund dafür?

Die im "American Journal of Obstetrics and Gynecology" veröffentlichte Studie hatte untersucht, welche Komplikationen bei der Intimrasur und anderen Maßnahmen zur Entfernung von Schamhaaren auftreten können – insbesondere bei Jugendlichen und bei Frauen unterschiedlicher ethnischer Herkunft.

Intimrasur führt am häufigsten zu Verletzungen

Zu den Komplikationen, die infolge der Haarentfernung auftreten können, gehören beispielsweise verschiedene Hautirritationen, die zu einer Hyperpigmentierung der Haut, zu Reizungen der Vulva oder Vagina sowie zu genitalen Infektionen führen können. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, sich durch Verletzungen bei der Haarentfernung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken.

Mehr als die Hälfte der Frauen, die an der Studie teilnahmen, gaben an, ihre Schamhaare komplett zu entfernen. Die Ergebnisse der Studie wurden schließlich mit den Daten aus einer früheren Studie abgeglichen, bei der dokumentiert worden war, mit welchen Verletzungen im Intimbereich Frauen in der Notaufnahme in verschiedenen US-amerikanischen Krankenhäusern aufgenommen worden waren. Wie sich zeigte, birgt die Intimrasur offenbar die größte Verletzungsgefahr – rund 83 Prozent der Verletzungen im Intimbereich, die bei der Entfernung der Schamhaare entstanden, waren Folge der Intimrasur.

Dunkelhäutige Frauen seltener betroffen

Sowohl lateinamerikanische als auch schwarzafrikanische Frauen berichteten dabei deutlich seltener von Komplikationen bei der Intimrasur als hellhäutige Frauen. Unklar jedoch sind die Gründe dafür. Denkbar wäre dem Magazin "Psychology Today" zufolge, dass sich diese Frauen seltener im Intimbereich rasieren und damit logischerweise auch ein niedrigeres Risiko haben, sich eine Verletzung zuzuziehen.

Ebenfalls unklar sei, warum die Verletzungsgefahr bei der Intimrasur offenbar bei übergewichtigen und adipösen Frauen deutlich höher ist als bei normal- oder untergewichtigen Frauen. Eine mögliche Erklärung sei den an der Studie beteiligten Forschern zufolge, dass adipöse und übergewichtige Frauen größere Schwierigkeiten haben, den Schambereich während der Intimrasur einzusehen. Diese Frauen könnten Verletzungen vermeiden, indem sie das Schamhaar nur teilweise entfernen – etwa an den Innenseiten der Oberschenkel und außerhalb der Vulva-Region. Um Schamhaare an diesen Stellen entfernen zu können, sei nicht so viel Beweglichkeit vonnöten wie beispielsweise bei der Intimrasur der Schamlippen.

5 Fehler beim Rasieren

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