Risiken der Intimrasur – Pockeninfektion möglich?

Donnerstag, 16.01.2014

Die immer populärer werdende Intimrasur sowie das Brazilian Waxing bergen durchaus gesundheitliche Risiken. Angeblich können sie sogar eine Pockeninfektion hervorrufen.

Es ist nur eine kleine Studie, die eine private Hautklinik im französischen Nizza durchgeführt hat, doch sie gibt Anlass zur Sorge. Sie bringt die Intimrasur, die heutzutage sowohl bei Frauen als auch bei Männern immer häufiger auf der Tagesordnung steht, in Zusammenhang mit einer möglichen Pockeninfektion. Laut der Studie, die im "British Medical Journal" veröffentlicht wurde, geht es dabei um den Erreger Molluscum contagiosum, der normalerweise fast ausschließlich bei Kindern oder Erwachsenen mit beeinträchtigtem Immunsystem vorkommt. Doch heutzutage werde er auch immer häufiger sexuell übertragen.

Pockeninfektion und Intimrasur – ein Zusammenhang?

Wie "Science Codex" berichtet, wollten die Forscher der französischen Studie herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem besagten Pockenvirus und der Intimrasur der Patienten besteht. Dazu beobachteten sie 14 Monate lang die Patienten, die mit einer Molluscum-contagiosum-Infektion in die französische Hautklinik eingeliefert wurden. Insgesamt stießen sie auf 30 Fälle. Interessanterweise waren nur sechs von ihnen Frauen. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei etwa 30 Jahren. Sie alle zeigten die typischen Symptome besagter Pockeninfektion: glänzende Papeln im Genitalbereich, die sich in vier Fällen sogar bis hoch zum Bauch erstreckten.

Doch der für die Forscher wichtigste Aspekt war, dass sich tatsächlich ganze 93 Prozent der Patienten den Intimbereich fast komplett enthaart hatten. Mit 70 Prozent war die Intimrasur dabei mit Abstand die beliebteste Methode. Nur 13 Prozent  hatten die Intimbehaarung immerhin getrimmt und zehn Prozent der Patienten stellten mittels Waxing sicher, dass kein ungewolltes Haar mehr sprießt. Im Prinzip bedeutet das: Etwa 28 von 30 Patienten mit besagter Pockeninfektion hatten sich entweder mittels Intimrasur oder Waxing den Genitalbereich enthaart – ein Zufall? Die Forscher glauben nicht, dass dem so ist.

Intimrasur begünstigt Erregerübertragung

Der Pockenvirus Molluscum contagiosum kann durch Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen werden – dazu zählt auch die sexuelle Übertragung. Sogar ein leichtes Kratzen an der Haut kann in manchen Fällen ausreichen. Bei einer Intimrasur kommt es teilweise zu mehr als einem leichten Kratzen, weshalb die Forscher vermuten, dass sie eine Infektion mit dem Pockenvirus begünstigt.

Die Intimrasur steht bei den meisten Deutschen hoch im Kurs. Mehr als zwei Drittel der Frauen enthaaren ihre Bikinizone.

Ob mit Hilfe von Nassrasur oder Epilation - die Mehrheit der Deutschen enthaart sich im Intimbereich.

 

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