Metallpigmente im Permanent Make-up: Risiko beim MRT?

Samstag, 20.09.2014

Permanent Make-up ist praktisch und sieht schön aus. Die dabei unter die Haut gespritzten Metallpigmente können jedoch manchmal Komplikationen bei MRT-Untersuchungen auslösen.

Letztendlich handelt es sich bei Permanent Make-up um nichts anderes als kosmetische Tätowierungen. Permanenter Eyeliner oder Lidstrich werden nur in die obersten Hautschichten gestochen und halten deshalb im Regelfall nicht so lange wie Tattoos. Wie der Körperschmuck an anderer Stelle kann aber auch das Permanent Make-up Metalle wie Eisenoxid enthalten, die ein Problem bei MRT-Untersuchungen darstellen können. Unter der Strahlung der Magnetresonanztomographie können sich die Metallpigmente nämlich unangenehm erhitzen, in manchen Fällen besteht sogar die Gefahr, dass Verbrennungen auftreten. Theoretisch kann Metall unter der Haut auch das Ergebnis der MRT-Untersuchung beeinflussen. Doch wie groß ist die Gefahr, dass derartige Komplikationen tatsächlich auftreten?

Komplikationen durch Metall

Wird ein MRT durchgeführt, um einen Patienten an Wirbelsäule, Gehirn oder anderen inneren Organen zu untersuchen, müssen alle Gegenstände aus Metall aus dem Magnetfeld entfernt werden, Das gilt für Brillen, Ohrringe oder Reißverschlüsse an der Kleidung – Metallpigmente unter der Haut lassen sich dagegen nicht einfach ablegen. Laut der Website der amerikanischen Gesundheitsbehörde "fda.gov" existieren Berichte von Patienten mit Permanent Make-up und Tätowierungen, die während einer MRT-Untersuchung Schwellungen und Verbrennungen der betroffenen Stellen erlitten haben sollen. Bei Patienten, die Permanent Make-up an den Augen tragen, wie zum Beispiel dauerhaften Eyeliner, soll es außerdem zu Beeinträchtigung der Bildqualität gekommen sein.

Mit Permanent Make-up im MRT?

Bei derartigen Komplikationen handelt es sich jedoch um Einzelfälle. "Die Risiken, ein vom Arzt empfohlenes MRT zu vermeiden, sind meist wesentlich größer als die Risiken der Komplikationen, die bei der Interaktion zwischen dem MRT und einem Tattoo oder Permanent Make-up entstehen können", heißt es bei der US-Gesundheitsbehörde. Statt das MRT zu vermeiden sollten die Betroffenen mit ihrem Radiologen oder MRT-Techniker über potenzielle Komplikationen sprechen.

Wie die amerikanische Gesellschaft für Permanente Kosmetik auf ihrer Website erläutert, sind Verbrennungen, wenn sie denn überhaupt entstehen, meist mit einem Sonnenbrand zu vergleichen. Schwellungen, Rötungen und Hautirritationen würden meist nach einigen Stunden abklingen. Patienten sollten ihre Ärzte vor einem Scan aber immer darüber informieren, dass sie Permanent Make-up tragen.

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In Permanent Make-up sind oftmals kleine Metallpigmente enthalten. Bei einem MRT können sie tatsächlich Komplikationen verursachen.

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20.09.2014 14:00
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