Haarentfernung medizinisch sinnvoll? Was gegen Haare spricht

Mittwoch, 01.10.2014

Sämtliche Arten der Haarentfernung haben vor allem ästhetische Gründe, deswegen rasieren sich Frauen im Sommer häufiger als im Winter. Aber spricht auch medizinisch etwas dafür?

"Weg mit dem Gewächs", titelt die "Berliner Zeitung" und befragt einen Dermatologen zu den medizinischen Vor- und Nachteilen der Haarentfernung. Während die meisten Frauen – und eine wachsende Zahl von Männern – aus optischen Gründen zu Rasierer, Epilierer oder Wachsstreifen greifen, hat die Haarentfernung, ob dauerhaft oder nicht, auch eine medizinische Seite. So haben Haare am Körper durchaus Vorteile.

Haarentfernung schützt vor Bakterien

"Dichte Körperbehaarung wirkt als Wärmeisolation. Außerdem hält sie Parasiten fern vom Körper", erklärt Dermatologie-Professor Hans Wolff im Gespräch mit der Berliner Tageszeitung. Allerdings ist beim heutigen Menschen die Behaarung kaum mehr so dicht, dass sie zum Beispiel Stechmücken von der Haut abhält – außer vielleicht unter den Achseln und im Intimbereich. Zudem gibt es an den Haarwurzeln Drüsen, die Duftstoffe aussenden. Berauben wir uns also mittels moderner Haarentfernungstechniken gar unserer biologischen Lockstoffe?

Nein. "Das ist für uns Menschen seit mehreren tausend Jahren irrelevant", erklärt der Experte. Biologisch sei Körperbehaarung nicht mehr notwendig, so Wolff. An gewissen Stellen wie etwa unter den Achseln empfiehlt der Mediziner sogar, den Haaren zu Leibe zu rücken, mit welchen Methoden auch immer. So könnten sich Propioni-Bakterien, die für üblen Geruch sorgen, sobald sie mit Schweiß in Berührung kommen, nicht mehr in den Achselhaaren festsetzen.

Verschiedene Methoden für verschiedene Bedürfnisse

Der Dermatologe empfiehlt daher Männern wie Frauen, sich unter den Achseln zu rasieren oder zumindest mit einem Langhaarschneider zu kürzen, wie er der "B.Z." weiter erklärt. Eine bestimmte Methode zur Haarentfernung empfiehlt er nicht. Allerdings sei unter den Achseln bei der Verwendung von Wachsstreifen Vorsicht geboten, weil es zu Hautreizungen kommen kann.

"Die Rasur ist gut etabliert, einfach zu bewerkstelligen und preiswert, ob das jetzt der Langhaarschneider gegen den Pelz am Rücken ist oder die Rasierklinge unter der Dusche bei den Frauen", so der Dermatologe weiter. Auch Licht- und Lasermethoden würden immer besser.

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Es gibt gute Gründe für die Haarentfernung.

Haarentfernung hat vor allem ästhetische Gründe. Doch Dermatologen kennen auch medizinische Vorteile.

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