Dauerhafte Haarentfernung per Laser – Auch für helle Haare?

Donnerstag, 13.02.2014

Die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser galt bisher nur als geeignet für dunkle Haare auf vergleichsweise heller Haut. Daran könnte sich bald etwas ändern.

Die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser- oder IPL-Verfahren gilt zwar als sehr effektiv, hat aber einen großen Nachteil: Sie ist nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet. Ausschlaggebend ist dabei die Melaninkonzentration in den einzelnen Haaren. Das Licht des Lasers ist auf die braunen Pigmente angewiesen, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Da diese in weißen, grauen, roten oder auch hellblonden Haaren kaum bis gar nicht vorhanden sind, konnte die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser in diesem Fällen nicht funktionieren – so lautet bisher die landläufige Meinung. Doch Dr. Hans-Ulrich Voigt, Facharzt für Hautkrankheiten, Allergologie, Phlebologie und ambulante Operationen, erklärt diese Ansicht in einer Pressemitteilung im "Presseanzeiger" nun für veraltet.

Dauerhafte Haarentfernung per Laser: Funktionsweise

Bei der Laser-Haarentfernung wird Licht einer bestimmten Wellenlänge erzeugt und auf die Hautstellen gerichtet, an der Haare entfernt werden sollen. "Das Laserlicht wird in den Haaren absorbiert, die Energie an die Haarwurzel weitergeleitet, wodurch es zu einer thermischen Zerstörung des Haarfollikels (Haarbalges) kommt, ohne dass die umgebende Haut geschädigt wird", erklärt Voigt die Prozedur, die in seiner Dermatologie-Praxis in München häufig Anwendung findet. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die korrekte Funktion dieser Haarentfernungsmethode vom Melanin in den einzelnen Haaren abhängig sei. "Aufgrund neuer Forschungen müssen wir diese Ansicht modifizieren", so der Experte weiter.

Prozedur auch für helle Haare geeignet?

Der Erfolg der dauerhaften Haarentfernung sei vielmehr abhängig von der Wachstumsphase, in der sich die Haare zum Zeitpunkt der Haarentfernung befinden. Davon gäbe es insgesamt sechs Stück: In den Phasen eins bis fünf entwickeln sich laut Voigt die Haarfollikel. In der Sechsten folgt der Haarschaft. In Phase sechs sei das Haar sehr lichtsensitiv – und genau das ist offenbar der ausschlaggebende Punkt. "Wichtig für lichtgestützte Epilation ist weniger die Melaninkonzentration in den Haaren, sondern hauptsächlich die enzymgesteuerte Proliferation, d.h. das Wachstum der Wurzel." Demnach komme die dauerhafte Haarentfernung per Laser nicht nur für Patienten mit heller Haut und dunklen Haaren infrage – auch andere könnten davon profitieren.

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