Nasen-OP: Erfahrungsbericht, 2. Teil
Tief durchatmen!
Meine Mitpatientinnen wurden am Tag meiner Ankunft operiert. Wie sie da nun so leidend und lädiert in ihren Betten lagen, überkam mich eine leichte Panik. Aber ich wusste mich abzulenken. Ich schaute bis spät in die Nacht die von meinem Freund liebevoll zusammengestellten Filme auf meinem Laptop. Beruhigungsmittel ade.
Der große Tag
Wenn ich mir etwas vornehme, läuft es selten reibungslos. Dafür habe ich ein Händchen... Sorry, Näschen. So auch an meinem Operationstag. Drei Notfälle sorgten dafür, dass ich erst vier Stunden später zum ersten Mal in den grün gekachelten OP-Saal geschoben wurde. Ein erneuter Notfall verbannte mich für eine weitere Stunde ins Zimmer. So kann man auch die Patienten mürbe machen, denn Angst ist spätestens dann kein Thema mehr. Man will es nur noch hinter sich bringen.
Das dachte sich wohl auch das OP-Team. Mit gekonnter und flinker Routine bereiteten sie mich auf meinen Eingriff vor. Mit lustigen Anekdoten und liebevollen Erklärungen legten sie mir - autsch - die Kanüle für die Infusionen sowie die Kabel und die Manschette für das EKG und den Blutdruck an. Und dann machte es nur noch WHAM! Ich dachte noch kurz "blaue Kacheln wären schöner als grüne" und dann war ich im Land der Traumlosigkeit. Wehren zwecklos.
Keine Schmerzen
Drei Stunden später wurde ich im Zimmer wieder wach... und fühlte mich gut! Die Intubation war so gut, dass ich keine Schmerzen im Hals hatte. Meine Nase tat auch nicht weh und übel war mir ebenfalls nicht. Ich konnte sofort essen und aufstehen. Mein guter Zustand lag nicht nur an meiner körperlichen Fitness allein. Die immer milder werdenden Narkotika und die sanfte Chirurgie trugen zu meinem guten Befinden bei. Dennoch ist eine Operation ein unnatürlicher Eingriff und es machte meinem Körper so viel zu schaffen, dass ich in den kommenden Tagen viel geschlafen habe.
>> Zum 3. Teil: Hollywood, ich komme!
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Jetzt wird's ernst. Lola van Loo im Krankenhaus, die neue Nase kommt.Foto: iStockphoto
















