Haarmythen: Was wirklich stimmt

100 Bürstenstriche

Grüne Haare nach Schwimmbadbesuch oder 100 Bürstenstriche am Tag für schönes Haar? Unsere Expertin klärt Märchen und Mythen rund um Haare auf.

Julia Bihler, Creative Director für Pony Club Friseure in München
Julia Bihler, Creative Director für die Pony Club Friseure in München (www.derponyclub.de) hat schon alle Haar-Märchen gehört - und verrät uns jetzt, was stimmt und was nicht.


Mythos 1: Pflegeprodukte verlieren nach längerer Anwendung ihre Wirkung?

Das stimmt so nicht. Es ist nicht bekannt, dass Haare gegen die Wirkung von Produkten resistent werden. Das Problem sind Rückstände aus Styling- oder Pflegeprodukten, die das Haar umhüllen und beschweren. So gelangen Wirkstoffe nur schwer oder gar nicht an das Haar. Um Ihr Haar zu erfrischen und die Anhäufung von Rückständen zu vermeiden, waschen Sie es einmal pro Monat mit einem tiefenreinigenden Shampoo (z.B. von Aveda: Pure-Formance Exfoliating Shampoo, um 18 Euro).

Mythos 2: Grüne Haare nach Schwimmbadbesuch?

Eine grünliche Verfärbung blonder Haare ist tatsächlich möglich. Sie kann aber nur auftreten, wenn das Wasser Kupfer enthält. Kupfersalze werden in Schwimmbädern und Pools, zusätzlich zu Chlor eingesetzt, um der Algenbildung vorzubeugen. Blondierte Haare können dann besonders anfällig sein, aber auch naturblonde oder graue Haar können Verfärbungen annehmen. In jedem Fall empfiehlt es sich die Haare gründlich mit Wasser auszuspülen. Wer sich den Grünstich eingefangen hat, löst Aspirin+C, oder Vitamin C Pulver im Wasser auf und lässt diese Lösung bis zu 30 Minuten einwirken. Der chemische Vorgang (Oxidation) sollte die Haar wieder entfärben. Im Zweifel, löst der Friseur das Problem schnell und professionell.

Mythos 3: 100 Bürstenstriche pro Tag und das Haar glänzt und sieht gepflegt aus?

Gebürstetes Haar sieht natürlich immer gepflegter aus, als zerzaustes Haar. Warum? Die Haarstruktur wird beim bürsten geglättet, Haare werden entwirrt und das Licht kann sich besser auf der Haaroberfläche brechen. Das Ergebnis: glänzendes Haar! Zudem produzieren die Drüsen auf der Kopfhaut Talg. Das führt beim einen früher, beim anderen später zu fettigen Haaransätzen. Aber bevor das passiert, kann durch ausgiebiges Bürsten das natürliche Haarfett bis in die Längen verteilt werden und als Schutzmantel dienen. Kleiner Tipp: Nach ausgiebigem Bürsten "fliegen" die Haare gerne. Um sie wieder "einzufangen", binden Sie einen imaginären Pferdeschwanz. Den Zopf mit den Händen ausstreichen, um die Finger kordeln, die Spitzen durchkneten und lässig über die Schulter zurückwerfen. Voilà, glänzendes Haar mit natürlichem Schwung.

Mythos 4: Blondes Haar -  Mythos an sich?

Die Attraktivität der Haarfarbe blond könnte auf deren seltenes Vorkommen zurückgeführt werden, denn nur knapp zwei Prozent der Weltbevölkerung sind blond. Für jene die nicht zu diesen zwei Prozent gehören, sollte ein gefärbtes Blond möglichst natürlich aussehen. Für einen wirklich natürlichen Look haben die Pony Club Friseure in München eine spezielle Strähnen-Technik entwickelt. Das wirkt so echt, dass man fast selber glaubt zu den zwei (glücklichen) Prozent zu gehören. Fazit: Blond ist und bleibt wohl ein Beauty-Mythos an sich!

27.06.11 - 09:34

 


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Tags:
Haare, Pflege, Pony Club

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Lohnt es sich, wenn wir unsere Haar mit 100 Mal bürsten oder ist es Zeitverschwendung? Julia Bihler von Pony Club Friseure München kennt sich mit Haarmythen aus.

Lohnt es sich, wenn wir unsere Haare 100 Mal bürsten oder ist es Zeitverschwendung? Julia Bihler von Pony Club Friseure München kennt sich mit Haarmythen aus.
 Foto: Pony Club Friseure München

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