Winterhaut: Pflege bei Kälte

Freitag, 12.10.2012

Draußen ist es eisig, drinnen steht die Heizungsluft: Der Winter macht unserer Haut zu schaffen. Eine Expertin klärt auf, worauf wir jetzt achten müssen.

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Lilith Schwertle kennt sich mit Hautproblemen aus: Sie ist Chefkosmetikerin beim Naturkosmetikhersteller Weleda. Im Interview erklärt sie, wie Hautirritationen in der Winterzeit entstehen und was wir dagegen tun können.
Braucht unsere Haut im Winter andere Pflege als im Sommer?
Ja, denn im Winter ist die Haut häufiger starken Temperaturunterschieden ausgesetzt. Auch die Luftfeuchtigkeit ist eine andere. Insbesondere im Februar und März - das sind die besonders trockenen Monate im Jahr. Um das auszugleichen ist für die Haut im Winter ein reichhaltiger Schutz wichtig.

Worin unterscheidet sich diese Pflege?
Die Pflege im Winter sollte vor allem Feuchtigkeit und einen reichhaltigeren Fettanteil haben. Pflanzliche Öle haben dabei den Vorteil, dass sie sich optimal in die Hautstrukturen integrieren und eine Wärmekomponente mit sich bringen. Ich empfehle zum Beispiel die Weleda Coldcream.

Viele Frauen neigen im Winter zu einer leichten Form von Neurodermitis. Hautärzte verschreiben oft Cremes mit Cortison. Was kann man noch tun?
In diesem Fall ist die Haut von Haus aus sensibel und reagiert mit Hautirritationen. Daher ist weniger mehr. Was hilft ist also eine Art "Schonkonst" für die Haut, sprich Pflege mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen, um den Anreiz von außen zu reduzieren. Bei Weleda empfehlen wir zum Beispiel die Pflegelinie Mandel die nur wenige ausgesuchte Inhaltsstoffe besitzt, keine ätherischen Öle enthält und sich wie eine Art "Schutzmantel" auf die Haut legt, um sie zu beruhigen.

Worauf müssen wir bei der Reinigung achten?
Wichtig ist eine regelmäßige Reinigung, also zweimal täglich am Morgen und am Abend. Auch das Augen-Make-Up sollte gesondert abgenommen werden. Zudem sollte die Reinigungspflege auf die Hautbedürfnisse abgestimmt sein: Normale und trockene Haut braucht zum Beispiel andere Reinigungsprodukte als tendenziell fettige Haut. Wichtig ist außerdem, dass die Produkte die Haut reinigen, ohne sie auszutrocknen.

Warum juckt und spannt die Haut im Winter am Körper und was kann man dagegen tun?
Die Haut neigt im Winter generell zu Trockenheit. Daher eignen sich zum Beispiel Öle gut, die Feuchtigkeit der Haut und ihre Elastizität zu bewahren. Gleichzeitig regen sie den Wärmeorganismus stärker an. Bei Juckreiz dagegen eignen sich eher Pflegelotionen, weil sie vom Emulsionstyp als Öl-in-Wasser-Emulsion eine beruhigende Wirkung haben und von der Haut leichter aufgenommen werden können. Wer mag, kann präventiv auch Bürstenmassagen anwenden: Sie tragen die toten Hornschüppchen von der Haut ab und regen die Mikrozirkulation an. Die Haut wird dadurch stärker durchblutet und so besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Die anschließende Pflege mit einem Öl macht die Haut samtweich!

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Winter-Kosmetik

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12.10.2012 17:02
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