Urea: Schnelle Hilfe für trockene Haut

Donnerstag, 10.03.2016

Urea ist wird oft im Zusammenhang mit Körperlotionen und Cremes als ultimativer Inhaltsstoff gegen trockene Haut angepriesen. Trotzdem wissen die wenigsten, was es damit wirklich auf sich hat. Wenn du wissen willst, ob Urea etwas bringt und vor allem wie genau es wirkt bist du hier richtig. Fem.com klärt auf!

Zunächst gilt es mit einem weit verbreiteten Mythos aufzuräumen, der in Online Foren weit verbreitet ist: kosmetisches Urea ist kein Pipi. Auch wenn dieses Gerücht gerne verbreitet wird und unter Umständen zu einer Abneigung gegen Urea Produkte führen kann. Weder wird es aus dem Urin von Pferden, noch aus dem von Schweinen gewonnen. Tatsächlich ist Urea in der Welt der Chemie sogar berühmt als der erste organische Stoff, der je künstlich hergestellt wurde, wie das Römpp Chemie Lexikon verrät. Nachdem dies geklärt ist, kommen hier die Fakten über Urea:

1.    Was ist Urea genau?

Urea ist die lateinische Bezeichnung für den Harnstoff, der in seiner reinen Form Römpp zufolge vollkommen hygienisches und ungiftig und zudem weder krebserregend noch wirkt es reizend auf Haut oder Schleimhäute. Zwar wird Urea von vielen Säugetieren ausgeschieden, zur kosmetischen Verwendung wird es aber unter anderem aus preislichen Gründen synthetisch erzeugt.

2.    Wie wirkt Urea?

Der Harnstoff wird hauptsächlich zur Behandlung von trockener Haut eingesetzt. Vor einer Anwendung wäre jedoch abzuklären, welche Ursachen der trockenen Haut zugrunde liegen. Diese können nämlich dem Gesundheits-Magazin Apotheken Umschau zufolge von erblicher Trockenheit, über körperlichen Krankheiten, wie etwa Neurodermitis, bis zu psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Magersucht reichen. Besonders im letzteren Fall könnte eine Behandlung der Haut mit Urea-Produkten lediglich kurzzeitig Linderung bringen. Generell leidet laut dem Statistik Portal Statista.com circa jeder Dritte  unter trockener oder empfindlicher Haut und in der kalten Jahreszeit verschlimmert sich der Zustand häufig noch.

Normalerweise bildet Haut durch die Bindung von Fetten und Wasser eine Feuchtigkeitsbarriere. Bei trockener Haut ist oft die natürliche Barriere der Haut nicht mehr in der Lage, dies zu tun und das Defizit kann nicht mehr ausreichend ausgeglichen werden. Laut den Befunden der Verbraucherplattform Ökotest.de wirkt Urea deshalb so gut gegen trockene Haut, weil es sich dabei um einen hochwertigen Feuchtigkeitsbinder handelt, der dafür sorgt, dass die natürliche Feuchtigkeitsbarriere der Haut wiederhergestellt wird. Der Dermatologe Dr. Jens Tesmann empfiehlt es außerdem aufgrund seiner guten Verträglichkeit. Es seien bisher keinerlei Allergien bekannt.

3.    Wie viel Urea ist sinnvoll?

Um mit Urea die gewünschte Wirkung zu erzielen kommt es besonders stark auf die Konzentration an. In einem von der Bundesapothekerkammer geprüften Artikel wird für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushaltes werden Cremes mit einem Urea-Anteil von drei bis fünf Prozent empfohlen. Soll der Feuchtigkeitsgehalt jedoch gesteigert werden, können Produkte mit einem Anteil von bis zu zehn Prozent verwendet werden.
Zudem ist die Konzentration im Falle einer Hautkrankheit, wie beispielsweise einem Ekzem, abhängig von der Schwere dieser. Ziehst du eine Urea-Anwendung in Betracht, solltest du vorher besser einen Dermatologen konsultieren, da es bei einer Überdosierung des Harnstoffes gegebenenfalls zu Irritationen kommen kann.

4.    Diese Urea Creme solltest du kaufen

Dass eine Creme Urea enthält ist noch lange keine Garantie für ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit. Bei von Ökotest durchgeführten Testreihe stand der Preis oft in keinem Verhältnis zur Qualität der Produkte. Abzüge in der Note gab es vor allem für die Beimischung umstrittener Konservierungsmittel, wie etwa Formaldehyd/-abspalter, und aus Erdöl gewonnenen Fetten, wie Paraffinen. Beim Kauf deiner Feuchtigkeitscreme solltest du darauf achten, dass sie keinen dieser Inhaltsstoffe enthält. Bei parfümierten Produkten ist außerdem Vorsicht geboten, weil die Duftstoffe Allergien auslösen können. Stattdessen solltest du eine Creme kaufen, die pflanzliche Öle, wie Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl enthält, da diese die pflegende Wirkung des Ureas optimal unterstützen.

Unser Fazit:

Urea Hautcreme

Die Haut mit Urea zu behandeln ist definitiv eine gute Art und Weise, Beschwerden wie Trockenheit zu lindern. Trotzdem sollte Urea nicht das einzige Kriterium sein, nach dem du deine Creme auswählst. Achte immer auch auf die anderen Inhaltsstoffe und wende dich, wenn du unter besonders schweren Folgen trockener Haut oder einer anderen Hautkrankheit leidest, immer erst an einen Dermatologen, bevor du drauf-los cremst.

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Wie wirkt eigentlich Urea?

Wenn du trockene Haut hast, wird sie sich sicher über ein bisschen Urea freuen.

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10.03.2016 17:00
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