Haarfarbe: Strähnen – Farbakzente

Freitag, 05.10.2012

 

Rosa Lietzmann, Art Director Color bei Pony Club Friseure in München (www.derponyclub.de), weiß wie man Strähnen richtig färbt und wie sie typgerecht eingesetzt werden.

Was Sie über Strähnen noch nicht wussten!

Man kann sie lieben, nicht mögen oder sich im schlimmsten Fall darüber lustig machen – Strähnen im Haar. Um Missverständnisse zu vermeiden: Gemeint sind gefärbte Haarsträhnen. Aber es gibt erhebliche Unterschiede. Angefangen bei der Technik. Natürlich spielt die Farbwahl eine große Rolle und der entsprechend können Ergebnisse hervorragend oder misslungen aussehen.

Was Strähnen alles möglich machen

Wer fürchtet, dass er am Ende des Textes unbedingt den nächstbesten Friseur aufsuchen möchte um sich rote, grüne, oder blaue Strähnen färben zu lassen, kann beruhigt sein. Denn wir reden von Strähnen die einen möglichst natürlichen Look unterstreichen. Dieser wird erzielt, wenn man Strähnen sehr fein und/oder in unterschiedlichen Tönen färbt – meistens werden dabei ein bis drei Töne eingesetzt. Die originale Haarfarbe besteht nie aus nur einer Nuance. Ist das Haar bereits vollständig gefärbt, bringen Strähnchen wieder Frische und optische Struktur auf den Kopf. Wer öfter Lust auf Veränderungen verspürt, ist mit Strähnen ebenfalls gut beraten. Denn schon mit der Strähnen-Anzahl oder durch warme oder kühlere Farben lässt sich ein Look schnell verändern. Falls das Haar naturbelassen ist, eine Veränderung gewünscht wird, aber der Mut fehlt, sind Highlights der optimale Beginn. Hier lässt sich hervorragend mit Farbe herumprobieren, indem nah an der Gesichtskontur Strähnen mit dem gewünschten Ton gefärbt werden, um einen ersten Eindruck der Wirkung der Farbe zu bekommen.

Welche Vorteile haben Strähnen?

Wer vollständig gefärbt ist, weiß wie unschön herauswachsende Ansätze aussehen. Bei Strähnen wächst ein wesentlich sanfterer Ansatz heraus. Je nach Haar- und Strähnchenfarbe sowie Dichte, ist der Kontrast unterschiedlich schwach bzw. stark. Daraus ergeben sich größere Abstände zum nächsten Friseurbesuche als bei einer globalen Färbung – alle sechs bis acht Wochen genügt. Übrigens: Ein guter Friseur bearbeitet beim Auffrischen nicht die Längen und Spitzen sondern nur Ansätze, um das Haar nicht unnötig zu belasten.

Die Techniken

Mit einer besonders feinen Technik können ganz dünne Strähnen gefärbt werden. Das Strähnenergebniss ist ein Look, der fast wie komplett gefärbt aussieht. Aber auch klassische Strähnen oder Highlights sind möglich. Dafür wird Zellophan verwendet. Das hat den Vorteil die Farbe noch näher an den Ansatz zu bringen: Wächst die Strähne heraus, fällt sie weicher ins Gesamtbild und sieht immer noch natürlich aus. Der Friseur arbeitet dabei von der Stirn in den Nacken und legt Zellophan-Bahnen, Schicht für Schicht, wie ein Dach über die Stirn. Erfahrungsberichten nach, kann man dabei herrlich abschalten, da Zellophan nicht knistert wie die sonst verwendete Alu-Folie.

Mit Alufolien-Strähnen sind dem Friseur und seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Er kann auf spezielle Kundenwünsche eingehen. Das können spezielle Highlights sein, sehr breite Strähnen, knallige Farben oder ähnliches. Auch der technische Nutzen für den Friseur ist nicht zu verachten, denn mit Alufolie lassen sich auch runde Formen bearbeiten – wichtig, wenn z.B, nur um den Wirbel herum gesträhnt wird. Das heißt, der Friseur kann sich mit dieser Technik dem Fall der Haare anpassen und somit frisurbetont arbeiten.

Noch ein letzter Aspekt der für alle Techniken gilt: Die Farbe kommt nicht mit der Kopfhaut in Berührung, das bedeutet weniger Reizungen und weniger Gefahr, zum Beispiel für Schwangere.

Und dann gibt es da noch die Haubensträhnen: Aus einer durchlöcherten Plastikmütze werden mit Hilfe einer "Häkelnadel" wahllos Strähnchen hervorgezogen. Diese Technik ist veraltet, die Ergebnisse selten schön, die Prozedur oft schmerzhaft! Außerdem ist genaues und sauberes Arbeiten nicht möglich. Sollte ein Friseursalon Ihnen das anbieten, dann dürfen Sie ohne schlechtes Gewissen aufstehen und gehen.

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05.10.2012 16:55
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