Haarfarbe: Färben oder Tönen – Der richtige Farbtopf

Dienstag, 09.04.2013

Tönen oder Färben? Sie müssen sich fragen, was überhaupt verändert werden soll. Graue Haare abdecken, eine kräftigere oder neue Farbe, nur eine Farbauffrischung?

Je nachdem wie die Antwort ausfällt, wird dann gefärbt oder getönt. Rosa Lietzmann, Art Director Color bei Pony Club Friseure in München (www.derponyclub.de), weiß wie man herausfindet, welche Technik für die individuelle und typgerechte Frisur geeignet und worauf man achten sollte.

Tönungen und Intensiv-Tönungen

 

Die Haare sollten mit einer Tönung oder Intensivtönung gefärbt werden, wenn die Naturhaarfarbe besser zur Geltung kommen soll oder das Haar bereits getönt oder gefärbt ist und eine Farb-Auffrischung wieder neuen Glanz bringen soll. Das ist besonders bei glanzlosem blondiertem Haar zu empfehlen. Denn hier ist die Schuppenschicht durch das Blondieren nicht mehr am Haarschaft angelegt, das Haar ist stumpf.

Wer gerne experimentieren möchte, ob zum Beispiel eine dunklere Haarfarbe gut aussehen würde, für den eignet sich ebenfalls eine Tönung. Und wer nicht gerne alle vier Wochen einen Friseurbesuch einplanen kann oder will, um den Ansatz nachzufärben, ist mit einer Tönung gut beraten. Denn bei dauerhaften Colorationen sind nachwachsende Ansätze stark zu sehen. Eine Tönung dagegen, wäscht sich nach und nach aus, dadurch entsteht ein weicher Farbverlauf und Ansätze sind kaum sichtbar.

Haare färben

Wenn eine hellere Farbe als die natürliche Haarfarbe gewünscht wird, sollte man auf die Färbetechnik zurückgreifen. Um graue Haare zu 100 Prozent abzudecken, sollte gefärbt werden. Eine lange Haltbarkeit kann gewährleistet werden.

Die Unterschiede zwischen Färben und Tönen

Warum lässt sich eine Tönung überhaupt auswaschen? Das hängt mit dem chemischen Aufbau der Formulierung zusammen. Beim Tönungsvorgang wird die Schuppenschicht zwar geöffnet damit der Farbstoff in das Haar eindringt, angefärbt werden aber nur die äußeren Schichten. Auch die Einwirkzeit ist wesentlich kürzer, da kein Aufhellungsprozess stattfindet. Eine Tönung enthält in der Regel kein Wasserstoffperoxyd, das für die Aufhellung verantwortlich ist. Ist doch Wasserstoffperoxyd enthalten, handelt es sich mindestens um eine Intensivtönung – der Anteil des Aufhellers ist jedoch um ein Vielfaches geringer als bei einer dauerhaften Coloration.

Um eine dauerhafte Färbung der Haarfaser zu erreichen, wird außerdem eine alkalische Lösung benötigt, die die Schuppenschicht der Haare öffnet – genau wie bei einer Tönung. Allerdings ist die Lösung höher konzentriert, damit sich die Schuppenschicht maximal aufstellt und die Farbe tief in die Haarfaser eindringen kann.

Zur Auffrischung der (Natur-)Farbe eignen sich auch Tönungs- und Farbintensivierende Shampoos und Spülungen. Das gilt sowohl für getöntes als auch für gefärbtes Haar. Die Pigmente dringen nicht in das Haar ein, sorgen aber für satten Glanz und Brillanz oder helfen gegen unerwünschte Nuancierungen nach einer Coloration oder Tönung. Bei zu goldigen Tönen hilft ein Silbershampoo- bzw. Conditioner, gegen Grünstich ein Farbshampoo oder Conditioner für rote Haare.

Was noch beachtet werden sollte

Sie haben Ihre Haare getönt, die Farbe hat sich inzwischen ausgewaschen und Sie möchten erneut tönen oder färben lassen. Sagen Sie ihrem Friseur unbedingt, wie lange die letzte Tönung zurück liegt. Denn abgelagerte Pigmente in den Haarschichten können zu bösen Überraschungen führen. Wenn ihr Friseur Bescheid weiß, kann er entsprechend handeln.

Bei sehr strapaziertem Haar sollten Sie besser keine Tönung verwenden, da das Haar buchstäblich alles 'aufsaugt': Farbstoffe überlagern sich und das Ergebnis kann dunkler als gewünscht ausfallen. Man spricht vom "Absacken" der Farbe. Bei einer dauerhaften Coloration ist das Risiko des Absackens jedoch geringer. Friseure können außerdem mit zusätzlichen Pigmenten vorbeugen.
Wenn Sie Ihre Naturhaarfarbe heller bzw. dunkler färben möchten, sind Sie beim Friseur bestens beraten, da es für ein natürliches Ergebnis sehr viel zu beachten gibt.

Regelmäßiges Colorieren schadet dem Haar nicht zwingend, denn Farben und Tönungen enthalten viele pflegende Wirkstoffe. Jedoch kann man ohne die entsprechende Sorgfalt bei der alltäglichen Haarpflege nicht erwarten, dass das Haar seinen Glanz behält und gesund bleibt, das gilt schließlich auch für naturbelassenes Haar.

Kristen Stewart, Jessica Biel & Co. – Kampf der Haarfarben

Färben oder Tönen? Die gewünschte Veränderung entscheidet über die Technik.

Woher weiß man, ob Färben oder Tönen die richtige Technik ist? Entscheidend ist das gewünschte Ergebnis: Zum Experimentieren eignet sich eine Tönung, für eine Typveränderung oder Grauhaarabdeckung ist das Färben die langanhaltendere Variante.

Weitere Artikel

article
18556
Haarfarbe: Färben oder Tönen
Der richtige Farbtopf
Tönen oder Färben? Sie müssen sich fragen, was überhaupt verändert werden soll. Graue Haare abdecken, eine kräftigere oder neue Farbe, nur eine Farba...
http://www.fem.com/beauty/artikel/haarfarbe-faerben-oder-toenen-der-richtige-farbtopf
09.04.2013 11:25
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/beauty/artikel/haarfarbe-faerben-oder-toenen-der-richtige-farbtopf/349647-1-ger-DE/haarfarbe-faerben-oder-toenen-der-richtige-farbtopf_contentgrid.jpg
Beauty

Kommentare