David Kirsch im fem.com-Interview – "Ich wäre gern ein König"

Donnerstag, 07.05.2009

Über Heidi Klum will David Kirsch nicht reden, dafür umso lieber über faule Ausreden, warum er Master of the Ass genannt wird und was er tun würde, wenn er kein Fitness-Guru wäre.



David Kirsch ist bekannt als der braungebrannte, breit grinsende Fitness-Trainer von Heidi Klum, Liv Tyler und all den Schönen und Reichen, die das nötige Kleingeld besitzen. Wir treffen ihn in einem Münchner Hotel, natürlich kommt er im Sport-Outfit. Ob ich Übungen machen will? Nö. Aber statt Latte Macciato bestelle ich dann doch lieber ein Wasser. Ein David Kirsch-Wasser (mit Himbeergeschmack), versteht sich ...

Auf dem Cover Ihrer neuen DVD sind Sie so gut wie nackt zu sehen...
David Kirsch: Haben Sie nur auf das Cover geschaut, oder haben Sie die DVD auch angesehen?


Ich wollte es gestern tun, aber ich muss zugeben, dass Grey’s Anatomy gewonnen hat.
Oh, ich mag Grey’s Anatomy. Ist das die gleiche Staffel, die im Moment bei uns in den USA läuft?
Nein.
Ich habe also gegen Mc Dreamy verloren?
Sorry. Zurück zum Cover. Sind Sie stolz auf Ihren Körper?
Ja, bin ich. Ich arbeite sehr hart dafür. Ich bin 48 Jahre alt. Die Idee dahinter war, die Menschen zu motivieren und dazu zu inspirieren, ihr Bestes zu geben - egal in welchem Alter: You can do it.
Ihr Vater war Bodybuilder?
Ja, immer noch. Und das im Alter von inzwischen 74 Jahren. Er ist der Grund, dass ich das hier tue. Wir hatten ein Fitnessstudio im Keller unseres Hauses und ich habe sehr früh angefangen, zu trainieren. Das Studio hatte keine Fenster und daher in etwa den Charme eines Gefängnisses. Und ich erinnere mich noch gut daran, wie ich gekotzt habe, weil das Workout so hart war. Aber es war gut. Ich habe von ihm gelernt, dass es in Stresssituationen besser ist, sich auszupowern, als einen Martini zu trinken oder einen Cookie zu essen. Das ist wichtig für mich.


In Ihrem Buch "Die ultimative New York Diät" geht es auch um Ihre Mutter.
Ja, meine Familie spielt in meinem Leben eine große Rolle. Meine Mutter ist eine meiner Klientinnen. Sie hat 45 Kilo verloren und ist auch jetzt wieder auf Diät. Sie hält mich ständig per Blackberry über ihre Fortschritte auf dem Laufenden. Gerade hat sie sechs Kilos in sieben Tagen verloren. Sie fühlt sich sehr gut.
Das ist etwas, was Kritiker Ihnen vorwerfen: dass Ihre Diät ungesund ist, weil man in so geringer Zeit soviel Gewicht verliert.
Wissen Sie, warum das so ist? Diese Leute sind neidisch, weil sie nicht wissen, wie es funktioniert. Die Wahrheit ist, dass alle Menschen – egal ob Celebrity oder nicht – Ergebnisse sehen wollen. Sie wollen sich glücklich fühlen und glücklich aussehen – und sie wollen inspiriert werden. Das, was ich mit meinen Klienten tue, lässt sich in etwa damit vergleichen, einem Pferd eine Karotte vor die Nase zu halten, damit es schneller läuft. Mit der richtigen Motivationsstrategie fällt alles leichter.

David Kirsch im Interview – Gallery: David Kirsch

Haben Ihre Klienten mit dem Jojo-Effekt zu kämpfen?
Nein, das ist kein Problem. Aber meine Kunden sind wie alle Leute: sie haben wenig Zeit. Ich kann nur für eine bestimmte Zeitspanne mit ihnen trainieren, wenn sie zum Beispiel für einen Film fit werden müssen. Und danach bin ich eben nicht mehr da. Dann gebe ich ihnen meine DVD und meine Ausrüstung mit - dadurch bleiben die meisten motiviert.


Was mögen sie am meisten an Ihrem Job?
Alles. Ich mag es, Menschen zu inspirieren. Ich liebe es, sie dazu zu bringen, sich gesund zu fühlen. Ich helfe ihnen manchmal dabei, sich selbst mehr zu mögen. Meine Mutter ist 74 Jahre alt und ich kann sie motivieren, nicht zuviele Kekse zu essen. In diesem Alter geht es beim Motivieren nicht mehr um eine Bikini-Figur, sondern darum, gesund zu sein. Dieselbe Idee versuche ich all meinen Klienten nahe zu bringen: Ihr tut das nicht für mich, ihr tut das nicht für euren Freund oder euren Ehemann, sondern für euch!

>> Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews>> Video: David Kirschs New-York-Diät

Über Heidi Klum will David Kirsch nicht reden, dafür umso lieber über faule Ausreden, warum er Master of the Ass genannt wird und was er tun würde, wenn er kein Fitness-Guru wäre.

Wer trainiert hier wen? Nach der Geburt von Heidi Klums zweitem Kind hat er das deutsche Model in nur acht Wochen wieder fit für den Victoria's Secret-Laufsteg gemacht. Für Celebs - oder alle mit dem nötigen Kleingeld - macht er auch Hausbesuche. Normalos müssen in seinen New Yorker Madison Square Club kommen oder seine DVD gucken.

 

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07.05.2009 14:29
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