Haarentfernung durch Epilieren: Gezupft, nicht rasiert

Mittwoch, 12.08.2015

Nicht nur im Sommer ist die regelmäßige Haarentfernung an Beinen & Co. lästig. Wer sich für das Epilieren entscheidet, hat länger etwas von der glatten Haut.

Glatte, unbehaarte Beine sind inzwischen für viele Frauen selbstverständlich geworden, doch die Methoden der Haarentfernung sind mitunter kurzlebig, schmerzhaft oder ganz schön teuer. Das Epilieren ist hier ein guter Kompromiss.

Was ist Epilieren überhaupt?

Unter Epilation versteht man das Entfernen der Haare an der Haarwurzel mittels eines speziellen Gerätes, das mit einem Pinzettensystem ausgestattet ist. Da die Haare beim Epilieren als Ganzes entfernt werden, hält der Effekt weitaus länger an als beim Rasieren und zwar in etwa zwei Wochen.

Obwohl viele Frauen felsenfest davon überzeugt sind, dass die Haare nach dem Epilieren stärker nachwachsen, haben wissenschaftliche Untersuchungen nichts Derartiges ergeben. Der Grund hierfür ist vermutlich die Tatsache, dass Frauen besonders im Sommer epilieren und die Haare zu dieser Jahreszeit einfach schneller wachsen.

Der große Nachteil der Epilation ist der Schmerz beim Ausreißen der Haare, auch Hautirritationen sind nach dem Epilieren nicht selten. Daher ist es wichtig, die Haut so gut wie möglich vorzubereiten.

Voraussetzungen für die Epilation

Die Haare sollten zwischen zwei bis fünf Millimeter lang sein, damit die Pinzetten sie gut erwischen. Längere Haare kann man trimmen oder einfach ein paar Tage vor dem Epilieren rasieren.

Nach dem Baden oder Duschen ist die Haut weich und die Häarchen lassen sich besonders gut entfernen. Ein zusätzliches Peeling oder ein Massage-Handschuh entfernen abgestorbene Hautschuppen und bereiten die Haut optimal auf das Epilieren vor. Danach müssen die entsprechenden Körperpartien sorgfältig abgetrocknet werden, da sie zum Epilieren sowohl frei von Cremes und Fetten als auch absolut trocken sein sollten.

Schmerzfrei epilieren = unmöglich?

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Die erste Epilation ist meist am schmerzhaftesten, aber der Schmerz wird von Mal zu Mal geringer. Denn anfangs werden einfach am meisten Haare entfernt. Da der Nachwuchs meist dünner und weicher ist, verursacht das Ausreißen später weitaus weniger Schmerzen. Abgesehen davon wachsen nicht alle Haare gleich schnell nach.

Bessere Epilationsgeräte haben einen Kühlaufsatz, der die Haut vor der Behandlung kühlt. Zur Not helfen auch eine kalte Dusche oder Eiswürfel, die die Körperparteien vor der Haarentfernung kurzfristig betäuben.

Nach dem Zupfen: Haut beruhigen

Nach dem Epilieren brauchen die betroffenen Körperstellen erst einmal eine Pause und eine Extra-Portion Feuchtigkeitscreme – im Idealfall mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Kamille oder Aloe Vera. Meist bilden sich nämlich an den Stellen, an denen Haare entfernt wurden, kleine rote Punkte, die kurzfristig auch schmerzen können. Es empfiehlt sich daher, abends zu epilieren, damit sich die Haut über Nacht erholen kann.

Epilieren vs. Rasieren

Der große Vorteil der Epilation ist ganz klar die lang andauernde Wirkung, allerdings kann es schon ein Weilchen dauern, bis man alle Haare erwischt hat. Daher ist eine Kombination aus Rasieren und Epilieren ideal. Gerade kleinere Häarchen an den Knien etc. lassen sich mit dem Epiliergerät nämlich schwer erwischen – hier lohnt sich der Griff zum Rasierer. Bei einzelnen störrischen Haaren hilft der Griff zur Pinzette.

Kostenfaktor den Haarentfernung

Da eigentlich nur die Anschaffung des Epiliergerätes Kosten verursacht, gehört das Epilieren zu den günstigen Haarentfernungsmethoden. Epilierer sind ab ca. 30 Euro erhältlich, es gibt jedoch auch Luxusexemplare für 150 Euro oder mehr. Beim Kauf lohnt es sich, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen, da bessere Geräte oft komfortabler sind und das Epilieren weniger schmerzt.

Text: Anna Wirnsberger

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