Abnehmen & Co.: Diät-Lügen – Die größten Diät-Mythen

Samstag, 02.02.2013

Trennkost, FdH, Low-Fat, Low-Carb: Diät-Tipps gibt's wie Sand am Meer. Wie soll man da noch den Überblick behalten? fem.com entlarvt die zehn größten Diät-Lügen für Sie.

Vegetarier sind schlanker

Jedes Nahrungsmittel kann dick machen! Fleischlose Speisen sind nicht automatisch kalorienärmer. Das gilt vor allem in Restaurants, denn hier werden vegetarische Gerichte oft frittiert, mit Käse überbacken oder in Sahne-Saucen serviert. Fleisch liefert zudem wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink und Eiweiß. Diese Stoffe halten die Fettverbrennung in Gang und verhindern den Abbau von Muskelmasse - gerade während einer Diät wichtig. Ab und zu ein Stück Fleisch ist völlig in Ordnung. Voraussetzung zum Abnehmen: Verwenden Sie fettarmes Fleisch wie Rinderfilet oder Geflügel.

Mit FdH nimmt man langfristig ab

Die viel gerühmte FdH-Formel scheint zu funktionieren - zumindest anfangs. Wer nur noch die Hälfte isst, arbeitet aber nicht für seine Figur, sondern täuscht seinem Körper eine Notsituation vor. Die Reaktion: Fett wird gespeichert und die Verbrennung gedrosselt. Wer danach wieder normale Portionen zu sich nimmt, wird den Jojo-Effekt zu spüren bekommen. Der Körper speichert alles, was er bekommt, um seine Reserven aufzufüllen und für kommende Notsituationen gerüstet zu sein.

Einfach auf den Köper hören

Die Binsenweisheit: Wer auf die Signale seines Körpers achtet, wird nicht zunehmen. Das Problem: Im Lauf der Zeit hat sich unser Essverhalten verändert. Feste Essenszeiten sind in den Hintergrund gerückt, dafür gönnt man sich hier und da einen Bissen zwischendurch. Das bedeutet, Hunger- und Sättigungsgefühle gehen fließend ineinander über und der Körper kann keine eindeutigen Signale mehr senden. Es hilft also nichts: Wenn Sie abnehmen oder Ihr Gewicht halten möchten, müssen Sie genau darauf achten was, wann und wie viel Sie essen.

Light-Produkte machen schlank

Lassen Sie sich nicht täuschen: Low-Fat-Produkte und Süßstoffe können langfristig sogar zu Gewichtszunahme führen. Stoffe wie Saccharin sind extrem süß und beeinträchtigen das natürliche Empfinden für "süß". Das löst nicht nur ein gesteigertes Verlangen nach Zucker aus: Studien der Purdue-Universität in West Lafayette haben ergeben, dass die Information von "Süß plus fehlende Kalorien" vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Die Folge: Mahlzeiten werden weniger effektiv abgebaut. Ähnlich verhält es sich bei Low-Fat-Produkten, denn sie enthalten weniger Fett, dafür aber mehr Stärke, Mehl und Zucker, die den Geschmacksverlust ausgleichen sollen.

Nur Fett macht dick

Sagen wir mal so, dünn macht Fett nicht. Aber wer denkt, dass nur Fett-Kalorien ihren Weg auf die Hüfte finden, der liegt gewaltig daneben. Fett hat lediglich mehr Kalorien als andere Lebensmittel: Ein Gramm Fett enthält neun Kilokalorien, pro Gramm Kohlenhydrate sind es etwa vier bis sechs. Entscheidend ist, wie viel Fett Sie zu sich nehmen - nicht, ob Sie es tun. Streichen Sie es auf keinen Fall von Ihrem Speiseplan, denn manche Vitamine können erst durch die Kombination mit Fett vom Körper verarbeitet werden.

Viel hilft viel

Wer eine Diät macht, verzichtet meistens von heute auf morgen auf ganze Lebensmittelgruppen und schränkt den Kalorienverbrauch drastisch ein. Aber schon kleine Veränderungen im Alltag lassen die Pfunde langfristig purzeln. Trinken Sie Ihren täglichen Kaffee zum Beispiel mit fettarmer Milch anstatt mit Kaffeesahne, so sparen Sie sich über das Jahr verteilt 0,75 Kilogramm. Wenn Sie auf Limonade verzichten und ungesüßten Tee trinken, stehen nach einem Jahr sogar bis zu fünf Kilo weniger auf der Waage.

Sportler können essen, was sie wollen

Das stimmt leider nur zur Hälfte: Natürlich hilft Sport dabei, die angefutterten Kalorien zu verbrennen, zudem kurbelt er den Stoffwechsel an. Wenn Sie aber nach dem Sport Pizza, Chips und Schokolade essen, wird sich der gewünschte Schlank-Effekt trotzdem nicht einstellen. Dazu kommt: Sport ist nicht gleich Sport. Eine Stunde Fahrrad fahren verbrennt weniger Kalorien als Power-Spinning. Während einer halben Stunde Aerobic verbrauchen Sie zum Beispiel um die 188 Kalorien - das entspricht in etwa 0,3 Litern Apfelsaft.

Kohlenhydrate machen dick

Kommt ganz darauf an, welche Kohlenhydrate Sie zu sich nehmen. Generell gilt: Weißes Mehl führt zu einem kurzen Blutzucker-Hoch, worauf unser Köper mit Heißhunger reagiert. Greifen Sie zu Vollkornprodukten, die halten den Blutzuckerspiegel konstant und machen langfristig satt. Übrigens ist auch die verteufelte Kartoffel kein Dickmacher. Eine Pellkartoffel hat zum Beispiel nur 55 Kalorien. Sie denken, mit Obst kann man nichts falsch machen? Vorsicht: Süße Früchte enthalten extrem viel Fruchtzucker und der wird vom Körper schnell in Fett umgewandelt.

Wer zu viel wiegt, ist selbst Schuld

Manche Menschen essen kalorienarm, machen viel Sport und nehmen trotzdem nicht ab. Das kann an einem verlangsamten Stoffwechsel liegen. Der Körper verbraucht wenig Energie und speichert jeden Bissen sofort für Reserven. Mögliche Ursachen sind das sogenannte FTO-Gen, das den Grundumsatz verändert, oder eine Unterfunktion der Schilddrüse. Sie verlangsamt den Stoffwechsel. Beide Faktoren sind aber keine Ausreden für Übergewicht. Menschen mit FTO-Gen oder Unterfunktion müssen einfach mehr für ihren Körper tun als andere.

Trennkost wirkt Wunder

Die strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten soll dabei helfen, das Gewicht langfristig zu reduzieren. Irrtum. Das einzig Ausschlaggebende bei einer Diät ist das Verhältnis von Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch. Die Wirkung von Trennkost beruht auf der intensiven Beschäftigung mit Essen. Wenn Sie jeden Tag darüber nachdenken, welche Zutaten Sie für ein Gericht verwenden dürfen, werden sie automatisch bewusster essen.

Die zehn größten Diät-Mythen

Vegetarier sind automatisch schlanker? fem.com hat die zehn größten Diät-Mythen entlarvt.

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02.02.2013 11:30
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